Kurator/Kuratorin
Auch bekannt als: Curator (m/f)
Über den Beruf
Kurator/innen gestalten und entwickeln Sammlungen sowie Dauer- und Sonderausstellungen. Sie recherchieren nach passenden Objekten, erwerben oder leihen sie an und erfassen jedes Exponat in digitalen Sammlungsmanagement-Systemen. Im Depot überwachen sie Klima, Sicherheit und Verpackung, veranlassen Restaurierungen und dokumentieren den Zustand der Werke. Auf Basis ihrer Kenntnisse in Kunst- und Kulturgeschichte konzipieren sie Ausstellungsgeschichten und schreiben Wandtexte. Dazu setzen sie digitale Formate wie Virtual Reality für die Vermittlung ein. Führungen für Schulklassen, Museumsnächte oder Workshops planen sie zielgruppengerecht und koordinieren Guides, Techniker und externe Dienstleister. Daneben erstellen sie Haushaltspläne, werten Besucherzahlen und Feedback aus. Die Ergebnisse besprechen sie mit Sponsoren oder Gemeinden. In leitender Funktion weisen sie Museumsmitarbeitende an. Sie verfolgen aktuelle Forschung, um den Bestand fachgerecht zu erweitern und anschaulich zu präsentieren.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Oft wird für den Zugang ein geisteswissenschaftliches Studium verlangt, z.B. in der Kunstgeschichte. Teilweise wird zusätzlich ein Volontariat erwartet.
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Kurator/in?
Das Gehalt als Kurator/in liegt typischerweise bei 4.848 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.631 € und 6.050 €. Übernimmst du eine Sammlungsleitung oder arbeitest in einem renommierten Museum, kann dein Einkommen auch darüber liegen.
Wie sind die Berufsaussichten als Kurator/in?
Die Berufsaussichten als Kurator/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040, sodass insgesamt zusätzliche Stellen entstehen. Der Fachkräftemangel ist jedoch gering – offene Stellen werden meist schnell besetzt, wodurch die Konkurrenz für Bewerber/innen relativ hoch bleibt.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Kurator/in?
Kurator/innen arbeiten überwiegend in Büro- und Ausstellungsräumen, oft am Bildschirm und mit wertvollen Originalen, für deren Erhalt sie Verantwortung tragen. Besucher/innen, Sponsoren und Medien gehören zum täglichen Kontaktkreis, was kommunikatives Geschick erfordert. Bei Eröffnungen, Museumsnächten oder Tagungen fallen häufig Einsätze am Abend oder Wochenende an.
Womit arbeitet man als Kurator/in?
Kurator/innen hantieren mit ganz unterschiedlichen Sammlungsobjekten – von Gemälden und Skulpturen bis zu historischen Dokumenten. Hinzu kommen Unterlagen wie Kataloge, Ausstellungskonzepte, Archivmaterial und Haushaltspläne, die du pflegst und auswertest. PC, Internetzugang und Telefon gehören zur täglichen Büroausstattung.
Kann man sich als Kurator/in selbständig machen?
Ja, Kurator/innen können sich mit einem Betrieb für Museums- oder Ausstellungsdienstleistungen selbständig machen. Du könntest etwa Ausstellungskonzepte entwickeln, Leihverkehr organisieren oder Vermittlungsformate für verschiedene Museen anbieten.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Kurator/in?
Fachspezifische Weiterbildungen reichen von Museologie und Informations- und Dokumentationswesen über Kulturgeschichte bis zu Restaurierung und historischer Materialkunde. Auch Kurse in Informations- und Wissensmanagement oder Public Relations helfen dir, Projekte professionell zu managen und an die Öffentlichkeit zu bringen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Kurator/in?
Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich vor allem über eine Promotion in Museologie, Kunstgeschichte, Konservierung oder Restaurierung, die dich für wissenschaftliche Leitungsfunktionen qualifiziert. Mit einer anschließenden Habilitation kannst du sogar eine Professur an einer Hochschule anstreben. Ein spezialisierter Master – zum Beispiel in Museologie oder Konservierung – verbessert zudem deine Chancen auf Positionen wie Sammlungsleitung oder Museumsdirektion.
