Integrationsfachkraft/Inklusionsfachkraft – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Integrationsfachkraft/Inklusionsfachkraft

Auch bekannt als: Fachkraft für Integration und Inklusion · Pädagogische Fachkraft für Inklusion

BerufsfeldSoziales & Pädagogik
Arbeitsortein Spiel-, Ess-, Schlaf- und Aufenthaltsräumen · in Klassenzimmern und Gymnastikräumen · im Freien · in Büro- und Besprechungsräumen
Offene Stellen434

Über den Beruf

Integrationsfachkräfte und Inklusionsfachkräfte begleiten Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen im Alltag und gestalten inklusive Bildungsangebote. Dafür entwickeln sie individuelle Förderpläne, legen Lernziele fest und wählen passende Spiele, Projekte oder Bewegungseinheiten aus. Sie leiten heterogene Gruppen an, geben lebenspraktische Hilfen und regen zur aktiven Teilhabe an. Um Barrieren abzubauen, prüfen sie Raumgestaltung und Materialauswahl und passen beides an besondere Bedürfnisse an. Im Team moderieren sie Prozesse, die inklusive Konzepte weiterentwickeln. Gleichzeitig stimmen sie Fördermaßnahmen mit Erziehungsberechtigten, Therapeuten und Fachdiensten ab und pflegen Netzwerke im Sozialraum. Bei Bedarf übernehmen sie pflegerische Aufgaben oder unterstützen bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten. Alle Schritte dokumentieren sie sorgfältig, werten Fortschritte aus und passen ihre Arbeit kontinuierlich an.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Zugang wird oft eine abgeschlossene Aus- oder Weiterbildung in Erziehung, Heilerziehungspflege, sozialpädagogischer Assistenz oder Kinderpflege verlangt; alternativ kommt auch ein Studium der Heilpädagogik infrage.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Integrationsfachkraft?

Integrationsfachkräfte verdienen typischerweise 4.351 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.788 € und 4.971 €. Häufig gelten die Tarifverträge des öffentlichen oder kirchlichen Dienstes, die zusätzlich Jahressonderzahlungen oder Leitungszulagen vorsehen.

Wie sind die Berufsaussichten als Integrationsfachkraft?

Die Berufsaussichten als Integrationsfachkraft sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040, sodass neue Stellen entstehen. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel gering – offene Stellen werden meist schnell besetzt, wodurch die Konkurrenz unter Bewerber/innen höher ist. Zudem werden weniger Altersabgänge erwartet als in vielen anderen Berufen, was die Zahl frei werdender Positionen begrenzt.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Integrationsfachkraft?

Der Arbeitsalltag wechselt zwischen Gruppen-, Unterrichts- und Büroräumen sowie Aktivitäten im Freien. Dabei betreust du Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung, führst Elterngespräche und koordinierst Fördermaßnahmen mit externen Fachdiensten. Dazu kommen Bildschirmphasen für Planung und Dokumentation, enger körperlicher Kontakt bei Pflegetätigkeiten und emotional fordernde Situationen.

Womit arbeitet man als Integrationsfachkraft?

Integrationsfachkräfte setzen auf eine bunte Mischung aus Sportgeräten, Musikinstrumenten, Lerncomputern, Spielzeug sowie Mal- und Bastelmaterialien. Daneben brauchen sie pädagogische Unterlagen wie Tages- und Wochenpläne, Gutachten oder Beobachtungsbögen sowie PC, Internetzugang und Telefon für Organisation und Elternkontakte. Dieser Materialmix ermöglicht es, inklusive Angebote kreativ umzusetzen und Fortschritte festzuhalten.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Integrationsfachkraft?

Für Integrationsfachkräfte gibt es vielfältige Fortbildungen, etwa in Sonderpädagogischer Diagnostik, Frühförderung oder alternativen Kommunikationsmethoden. Du kannst dich zudem auf die Arbeit mit körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderungen spezialisieren oder Kurse in Eltern- und Erziehungsberatung belegen. Seminare zu Jugendarbeit oder Familienhilfe erweitern dein Einsatzspektrum in Schulen, Kitas und sozialen Projekten.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Integrationsfachkraft?

Aufstiegschancen eröffnen vor allem anerkannte Aufstiegsfortbildungen und akademische Spezialisierungen. Beliebt ist zum Beispiel die Weiterbildung zur/zum Fachwirt/in für Erziehungswesen oder der Abschluss als Heilpädagoge/-pädagogin (Bachelor Professional in Sozialwesen), der Führungsaufgaben in Einrichtungen ermöglicht. Wer bereits einen Bachelor besitzt, kann mit einem Master in Heil- oder Sonderpädagogik nachlegen und später sogar promovieren, um in Forschung, Konzeptentwicklung oder Leitung einzusteigen.

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