Ingenieur/Ingenieurin für Energietechnik – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Ingenieur/Ingenieurin für Energietechnik

Auch bekannt als: Ingenieur/in - Elektrische Energietechnik · Diplom Ingenieur (Uni)/ Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung Starkstromtechnik (Anlagen)Electrical engineer (m/f) - powerElectrical power engineer (m/f) ·

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Büroräumen · in Fertigungsstätten · in Entwicklungs- und Prüflabors, an Prüfstationen · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
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Über den Beruf

Energietechnikingenieur/innen planen Hoch- und Niederspannungsnetze, konzipieren Windparks oder Photovoltaikanlagen und berechnen elektrische Antriebe. Sie entwerfen Schaltungen, wählen Bauteile aus und nutzen CAD- sowie Simulationstools, um Kraftwerke, Umspannwerke und Energiespeicher auszulegen. Im Labor programmieren sie Mikrocontroller, entwickeln Software zur Steuerung und Regelung der Anlagen und testen Prototypen. Im Projektmanagement legen sie Arbeitsabläufe fest, koordinieren Montage und Inbetriebnahme und führen Abnahmemessungen nach VDE- und DIN-Normen durch. Während des laufenden Betriebs überwachen sie Lastprofile, analysieren Störungen und optimieren Energieverbrauch sowie Rückgewinnung in Heizungs-, Klima- oder Fertigungssystemen. Für Unternehmen erstellen sie maßgeschneiderte Energiekonzepte, beraten zu Effizienzmaßnahmen und schulen Anwenderinnen und Anwender. Bei Spitzenlast schalten sie aus der Leitwarte heraus zusätzliche Kraftwerksmodule zu oder ab.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg ist i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Energietechnik erforderlich. Für Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben wird meist ein Masterstudium erwartet. In Wissenschaft und Forschung ist häufig eine Promotion nötig, ggf. mit fachrichtungsbezogenem Zusatz wie Dr. phil.; für eine Professur wird in der Regel eine Habilitation vorausgesetzt.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Ingenieur/in für Energietechnik?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.919 € brutto im Monat. Einstiegsgehälter beginnen oft bei rund 5.591 €, mit wachsender Erfahrung und Leitungsverantwortung kann es deutlich darüber liegen.

Ist der Beruf als Ingenieur/in für Energietechnik körperlich anstrengend?

Der Großteil der Arbeit findet am Rechner oder in Besprechungsräumen statt, körperliche Höchstleistungen sind also selten gefragt. Beim Aufbau oder der Inbetriebnahme von Anlagen brauchst du jedoch funktionstüchtige Arme und Hände, und räumliches Sehvermögen hilft dir, Bauteile präzise zu platzieren.

Wie sind die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Energietechnik?

Die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Energietechnik sind ausgeglichen. Es herrscht ein hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spricht für Jobsuchende. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Positionen frei werden. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, langfristig kann der Wettbewerb um Stellen also zunehmen.

Welche digitalen Skills braucht man als Ingenieur/in für Energietechnik?

Du solltest sicher mit 3-D-Druck, Simulationen und Laserscanning umgehen können. Auch Kenntnisse in 5G-/6G-basierten Vernetzungslösungen, Apps zur Anlagenüberwachung, Cobots sowie Connected-Buildings-Systemen sind gefragt.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ingenieur/in für Energietechnik?

Der Arbeitsalltag wechselt zwischen Bildschirmarbeit an CAD- oder CAE-Plätzen, Einsätzen in Fertigungshallen, Laboren und Kundenterminen vor Ort. Du übernimmst Personalverantwortung, musst zahlreiche Normen beachten und hast regelmäßigen Kundenkontakt, wobei unregelmäßige Arbeitszeiten und Dienstreisen möglich sind.

Womit arbeitet man als Ingenieur/in für Energietechnik?

Du nutzt Mess- und Prüfgeräte, rechnergestützte Netzleit- sowie Lastmanagementsysteme und CAD-Software für Entwurf und Berechnung. Dazu kommen Bauteile wie Transformatoren, Kabel oder Schaltgeräte und Projektunterlagen wie Energiekonzepte, Terminpläne und Leistungsverzeichnisse.

Kann man sich als Ingenieur/in für Energietechnik selbständig machen?

Ja, das ist möglich. Nach Eintragung in die Handwerksrolle kannst du etwa einen Elektrotechniker- oder Informationstechnikerbetrieb gründen, ein eigenes Ingenieurbüro für Planung und Beratung eröffnen oder als Gutachter/in und Sachverständige/r arbeiten.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Energietechnik?

Fachkurse in Energieversorgung und -management, Anlagen- und Kraftwerkstechnik oder elektrischer Mess-, Steuer- und Regelungstechnik halten dich technisch fit. Ergänzend lohnen sich Seminare zu erneuerbaren Energien, Energieberatung, Projektmanagement oder Forschung und Entwicklung.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Energietechnik?

Karrierewege eröffnen sich über Spezialisierungen oder höhere akademische Abschlüsse. Eine Aufstiegsweiterbildung zum/zur REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering oder ein Masterstudium in Energietechnik, Erneuerbare Energien oder Nukleartechnik kann deine Chancen auf Leitungspositionen verbessern. Mit einer Promotion qualifizierst du dich für Forschung, Entwicklungsleitung oder eine Professur an Hochschulen.

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