Ingenieur/Ingenieurin für Automatisierungstechnik – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Ingenieur/Ingenieurin für Automatisierungstechnik

Auch bekannt als: Automatisierungsingenieur/in · Ingenieur/in - Elektro-/Automatisierungstechnik · Automation engineer (m/f)

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Büroräumen · in Computerräumen · in Fertigungsstätten, an Produktionsanlagen und in Werkhallen · in Entwicklungs- und Prüflaboratorien · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
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Über den Beruf

Automatisierungsingenieur/innen entwickeln Steuerungs- und Regelungssysteme, die Maschinen, Anlagen und ganze Produktionslinien eigenständig arbeiten lassen. Sie legen das Gesamtkonzept fest, wählen Sensoren, Aktoren und Antriebe aus und erstellen Schaltpläne sowie Leiterplattenlayouts. Anschließend programmieren sie speicherprogrammierbare Steuerungen, Roboter oder Leitsysteme, testen Prototypen im Labor und optimieren Algorithmen für vernetzte Produktionsabläufe. Während der Projektrealisierung koordinieren sie Montage und Inbetriebnahme, erstellen Prüfverfahren und beseitigen Störungen. Für Zulassungen bereiten sie technische Unterlagen vor und arbeiten mit Prüfstellen zusammen. In der Qualitätssicherung dokumentieren sie Ergebnisse, analysieren Fehlerbilder und passen Hard- oder Software an. Zudem kalkulieren sie Budgets, planen Personal und schulen Kundenteams im Umgang mit der Technik.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg ist ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Automatisierungstechnik erforderlich. Für Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben wird meist ein Masterstudium erwartet. Wer in Wissenschaft und Forschung tätig sein will, benötigt häufig eine Promotion oder Habilitation.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Ingenieur/in für Automatisierungstechnik?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.356 € brutto im Monat. Mit Berufserfahrung und je nach Region kannst du zwischen 5.116 € und {{entgeltQ75}} € verdienen.

Ist der Beruf als Ingenieur/in für Automatisierungstechnik körperlich anstrengend?

Schwere körperliche Arbeit gehört kaum dazu, doch es gibt ein paar Voraussetzungen. Funktionstüchtige Arme und Hände brauchst du zum Montieren von Steuerungs- und Regelungstechnik, außerdem sind Farb- und räumliches Sehvermögen wichtig, um Leitungen zu unterscheiden und 3-D-Modelle richtig einzuschätzen.

Wie sind die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Automatisierungstechnik?

Die Berufsaussichten sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung etwas, und es gibt weniger Altersabgänge als in anderen Berufen, sodass nicht ganz so viele Posten durch Ruhestand frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Ingenieur/in für Automatisierungstechnik?

Digitale Technologien sind Kern des Jobs. Du solltest 3-D-Druck, 3-D-Simulationen und 3-D-Laserscanning beherrschen, Produktionsprozesse per App überwachen und Aktorik sowie Auto-ID-Lösungen wie RFID in Anlagen integrieren. Kenntnisse zu 6G-Technologie und Augmented-Reality-Operationen runden das Profil ab.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ingenieur/in für Automatisierungstechnik?

Der Arbeitsalltag wechselt zwischen Büro, Labor und Fertigungshalle und beinhaltet viel Bildschirmarbeit. Kundenkontakt, Projektreisen und unregelmäßige Arbeitszeiten – etwa bei Schicht- oder Serviceterminen – sind üblich, ebenso die Verantwortung für Teams und Budgets.

Womit arbeitet man als Ingenieur/in für Automatisierungstechnik?

Du nutzt vernetzte Fertigungssysteme, Industrieroboter und Anlagen für additive Fertigung. Sensoren, Regler und elektronische Baugruppen entwirfst du mit CAD-, CAM- und anderen rechnergestützten Tools und programmierst anschließend die Steuerungssoftware.

Kann man sich als Ingenieur/in für Automatisierungstechnik selbständig machen?

Ja, eine Selbständigkeit ist gut möglich. Viele gründen ein eigenes Ingenieurbüro für Entwicklung, Projektierung oder Service, arbeiten freiberuflich als Gutachter/in oder Sachverständige/r oder bieten technische Beratung an. Unterstützung liefert zum Beispiel der Verein Deutscher Ingenieure (VDI).

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Automatisierungstechnik?

Sinnvolle Themen sind Automatisierungssysteme, Verfahrenstechnik oder elektrische Mess-, Steuer- und Regelungstechnik. Kurse in CAD, Projektmanagement oder Forschung & Entwicklung helfen dir, in neue Aufgabenfelder oder Leitungsfunktionen vorzurücken.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Automatisierungstechnik?

Aufstieg gelingt vor allem über Spezialisierung und höhere akademische Abschlüsse. Eine gefragte Zusatzqualifikation ist der Titel REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering. Mit einem Masterstudium in Automatisierungstechnik, Mechatronik oder Robotik kannst du Projekt- oder Teamleitungen übernehmen; eine Promotion ebnet den Weg in Forschung, Entwicklung oder Hochschullehre, eine spätere Habilitation sogar bis zur Professur.

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