Ingenieur/Ingenieurin für Augenoptik/Optometrie – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Ingenieur/Ingenieurin für Augenoptik/Optometrie

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Verkaufsräumen · in Werk- und Fertigungsstätten · im Labor · in Behandlungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen36

Über den Beruf

Augenoptik- und Optometrieingenieur/innen versorgen fehlsichtige Menschen mit passgenauen Sehhilfen. Sie führen optometrische Tests durch, bestimmen Art und Stärke einer Fehlsichtigkeit und wählen geeignete Brillengläser oder Kontaktlinsen aus. Halbfertige Gläser zentrieren und schleifen sie präzise, passen Fassungen an und prüfen die fertige Sehhilfe. In Entwicklungsabteilungen gestalten sie neue Brillengläser, Kontaktlinsen oder Messgeräte, erproben Materialien und optimieren Prüfverfahren. Dabei erstellen sie Qualitätsrichtlinien, planen Produktionsabläufe und berechnen Kosten. Im Vertrieb kalkulieren sie Angebote, im Produktmanagement begleiten sie Markteinführungen. Häufig leiten sie ein Augenoptikfachgeschäft, organisieren das Team und schulen Mitarbeitende im Umgang mit modernen Mess- und Fertigungssystemen. In Kliniken arbeiten sie eng mit Augenärzt/innen zusammen, um Patient/innen bei der Rehabilitation ihres Sehvermögens zu unterstützen.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg ist ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Augenoptik, Optometrie erforderlich. Für Führungspositionen oder spezialisierte Tätigkeiten wird meist ein Masterstudium erwartet. In Wissenschaft und Forschung ist häufig ein Doktorgrad nötig, je nach Fachrichtung z.B. Dr. phil.; für eine Professur wird in der Regel eine Promotion oder Habilitation vorausgesetzt.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Ingenieur/in für Augenoptik?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 61.236 € und 77.400 € pro Jahr. Die genaue Höhe richtet sich zum Beispiel nach deiner Berufserfahrung, der Größe des Unternehmens und dem Bundesland.

Ist der Beruf als Ingenieur/in für Augenoptik körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert keine schwere körperliche Arbeit, aber viel Feingefühl in Armen und Händen. Du brauchst außerdem ein sicheres Farb- und räumliches Sehvermögen, um Messanzeigen zuverlässig zu lesen und Brillengläser millimetergenau zu bearbeiten.

Wie sind die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Augenoptik?

Die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Augenoptik sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Bewerbern in die Karten spielt. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, während vergleichsweise wenige Altersabgänge erwartet werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Ingenieur/in für Augenoptik?

Digitale Technologien gehören zum Alltag, etwa 3-D-Druck und 3-D-Laserscanning für maßgefertigte Brillenfassungen. Du nutzt zudem 3-D-Simulationen und Augmented-Reality-Anwendungen, um Entwicklungsprozesse zu testen und Kund/innen virtuell zu beraten. Auch automatisierte optische Inspektionssysteme, vernetzte Produktions-Apps und digitale Dokumentenmanagementsysteme sind wichtige Werkzeuge.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ingenieur/in für Augenoptik?

Ingenieur/innen für Augenoptik arbeiten abwechselnd in Werkstätten, Verkaufsräumen und Büros. Du kombinierst Präzisions- und Feinarbeit an NC-gesteuerten Schleifmaschinen mit direktem Kundenkontakt und Verantwortung für Mitarbeiter/innen. Bildschirmarbeit und Handarbeit wechseln sich dabei regelmäßig ab.

Womit arbeitet man als Ingenieur/in für Augenoptik?

Zum typischen Equipment gehören Brillen, Kontaktlinsen, Lupen, Ophthalmometer und weitere Geräte zur Sehschärfenbestimmung. Bei der Fertigung setzt du CNC- oder NC-gesteuerte Schleifmaschinen ein, um Gläser und Fassungen passgenau zu bearbeiten. Für Planung und Kalkulation greifst du auf Unterlagen wie Betriebsablauf-, Termin- und Kostenpläne zurück.

Kann man sich als Ingenieur/in für Augenoptik selbständig machen?

Eine Selbständigkeit ist in diesem Beruf gut möglich, etwa mit einem eigenen Augenoptikbetrieb. Nach Eintragung in die Handwerksrolle kannst du außerdem einen Dienstleistungs- oder Handelsbetrieb gründen oder als Gutachter/in und Sachverständige/r arbeiten.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Augenoptik?

Fachspezifische Weiterbildungen reichen von Technischer Optik und physikalischer Messtechnik bis zu CAD-gestützter Konstruktion. Du kannst dich auch in Produktions- und Fertigungstechnik oder im Projektmanagement schulen lassen, um größere Entwicklungs- oder Teamverantwortung zu übernehmen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Augenoptik?

Für leitende Funktionen bietet sich eine Aufstiegsweiterbildung zum/zur Optometrist/in oder REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering an. Mit einem Masterstudium in Augenoptik oder Optometrie kannst du dein Wissen vertiefen; wer in Forschung und Lehre Karriere machen will, schließt eine Promotion an, bei einer Professur oft sogar eine Habilitation.

36 Stellenangebote ansehen