Augenoptik, Optometrie (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Augenoptik, Optometrie (Master)

Auch bekannt als: Ingenieur/in - Augenoptik/Optometrie

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Verkaufsräumen · in Werk- und Fertigungsstätten · im Labor · in Behandlungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil

Über den Beruf

Augenoptik- und Optometrieingenieur/innen versorgen fehlsichtige Menschen mit passgenauen Sehhilfen. Sie führen optometrische Tests durch, bestimmen Art und Stärke einer Fehlsichtigkeit und wählen geeignete Brillengläser oder Kontaktlinsen aus. Halbfertige Gläser zentrieren und schleifen sie präzise, passen Fassungen an und prüfen die fertige Sehhilfe. In Entwicklungsabteilungen gestalten sie neue Brillengläser, Kontaktlinsen oder Messgeräte, erproben Materialien und optimieren Prüfverfahren. Dabei erstellen sie Qualitätsrichtlinien, planen Produktionsabläufe und berechnen Kosten. Im Vertrieb kalkulieren sie Angebote, im Produktmanagement begleiten sie Markteinführungen. Häufig leiten sie ein Augenoptikfachgeschäft, organisieren das Team und schulen Mitarbeitende im Umgang mit modernen Mess- und Fertigungssystemen. In Kliniken arbeiten sie eng mit Augenärzt/innen zusammen, um Patient/innen bei der Rehabilitation ihres Sehvermögens zu unterstützen.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen5
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Augenoptik oder Optometrie
  • Bei weiterbildenden Studiengängen mind. 1 Jahr Berufspraxis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule Auswahl nach Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
  • Ggf. Englischkenntnisse

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Ingenieur/in für Augenoptik?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 61.236 € und 77.400 € pro Jahr. Mit wachsender Erfahrung und zusätzlicher Verantwortung – etwa in der Produktentwicklung oder Filialleitung – kannst du dich eher am oberen Ende dieser Spanne orientieren.

Ist der Beruf als Ingenieur/in für Augenoptik körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert vor allem Feinmotorik und gutes Sehvermögen. Funktionstüchtige Arme und Hände sowie sicheres Farb- und räumliches Sehen sind wichtig, weil du Brillengläser bearbeitest und Messanzeigen beurteilst.

Wie sind die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Augenoptik?

Die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Augenoptik sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Aktuell herrscht hoher Fachkräftemangel – Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Bis 2040 sinkt außerdem die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber länger suchen. Lediglich die Altersabgänge fallen geringer aus als in vielen anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Ingenieur/in für Augenoptik?

Digitale Technologien gehören zum Alltag: Du solltest dich mit 3-D-Druck, 3-D-Laserscanning und 3-D-Simulation auskennen. Auch Augmented-Reality-Anproben, automatische optische Inspektion, vernetzte Fertigungs-Apps sowie Dokumentenmanagementsysteme und Online-Beratungs-Tools (Curated Shopping) spielen eine Rolle.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ingenieur/in für Augenoptik?

Die Tätigkeit wechselt zwischen Werkstatt, Verkaufsraum, Labor und Büro. Du arbeitest präzise an kleinen Bauteilen, hast direkten Kundenkontakt und trägst Verantwortung für Mitarbeiter/innen. Moderne Maschinen, Computer und Messgeräte sind ständige Begleiter, ebenso regelmäßige Bildschirmarbeit.

Womit arbeitet man als Ingenieur/in für Augenoptik?

Zum Equipment gehören Brillen, Kontaktlinsen, Lupen und Ophthalmometer ebenso wie CNC- oder NC-gesteuerte Schleifmaschinen. Du setzt Glas, Kunststoff und Metall als Werkstoffe ein und nutzt technische Unterlagen wie Betriebsablauf- oder Terminpläne für Kalkulation und Fertigungssteuerung.

Kann man sich als Ingenieur/in für Augenoptik selbständig machen?

Ja, eine Selbständigkeit ist möglich. Nach Eintragung in die Handwerksrolle kannst du einen eigenen Augenoptikerbetrieb gründen oder übernehmen, einen Dienstleistungs- bzw. Handelsbetrieb führen oder als Gutachter/in beziehungsweise Sachverständige/r arbeiten.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Augenoptik?

Nach dem Master kannst du dich fachlich weiter spezialisieren, etwa in Augenoptik, Technischer Optik oder Forschung und Entwicklung. Kurse in Produktions- und Fertigungstechnik, physikalischer Messtechnik, CAD oder Projektmanagement erweitern dein Profil und öffnen zusätzliche Karriereschritte.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Augenoptik?

Mit Erfahrung kannst du in leitende Positionen aufsteigen oder einen weiteren Studiengang wie Optometrist/in oder REFA-Ingenieur/in (Industrial Engineering) absolvieren. Auch ein Promotionsvorhaben im Bereich Augenoptik oder Optometrie ist eine Option, wenn du in Forschung oder Hochschullehre arbeiten möchtest.