Optometrist/Optometristin
Über den Beruf
Optometrist/innen messen Sehschärfe, beurteilen beidäugiges Sehen, Farb- und Dämmerungssehen und testen Augenmuskeln. Im Gespräch erfassen sie die optometrische Vorgeschichte der Kundschaft, wählen passende Untersuchungen und werten die Daten mit digitaler Messtechnik und KI-gestützter Bildanalyse aus. Sie prüfen Hornhautdicke, Augeninnendruck oder Gesichtsfeld, erkennen Auffälligkeiten und empfehlen bei Bedarf einen Arztbesuch. Auf Basis der Ergebnisse bestimmen sie Brillengläser, passen Kontaktlinsen an und fertigen individuelle Sehhilfen, teils per 3-D-Druck oder biometrischem Scan. Anschließend üben sie mit Kundinnen und Kunden das Einsetzen der Linsen und beraten zu Pflege und Handhabung. Viele leiten außerdem ein Optikfachgeschäft, planen Investitionen, steuern Personal und nutzen Online-Shop-Systeme sowie Mobile Payment, um eine präzise und komfortable Sehversorgung anzubieten.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- I.d.R. bestandene Meisterprüfung im Augenoptiker-Handwerk oder Weiterbildung als staatlich geprüfte/r Augenoptiker/in oder Diplom-, Master- oder Bachelorabschluss in Augenoptik/Optometrie
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Optometrist/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.757 € brutto im Monat. Mit Erfahrung und Region kannst du zwischen 2.962 € und 4.891 € verdienen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Optometrist/in?
Die Weiterbildung zum/zur Optometrist/in dauert je nach Bildungsanbieter und Unterrichtsform unterschiedlich lang. Faktoren wie Vollzeit- oder Teilzeitmodell, Präsenz- oder Fernunterricht und deine Vorkenntnisse entscheiden, wie schnell du den Abschluss in der Tasche hast.
Ist der Beruf als Optometrist/in körperlich anstrengend?
Der Beruf ist eher feinmotorisch als körperlich schwer. Du brauchst funktionstüchtige Arme und Hände für präzise Handgriffe sowie ein sicheres Farbsehvermögen, um Gestelle und Gläser optimal auswählen zu können.
Wie sind die Berufsaussichten als Optometrist/in?
Die Berufsaussichten als Optometrist/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was dir bei der Jobsuche entgegenkommt. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerber/innen bis 2040, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Allerdings gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen, sodass dadurch etwas weniger Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Optometrist/in?
Digitale Kompetenzen sind fester Bestandteil des Berufs. Du solltest 3-D-Druck und 3-D-Laserscanning einsetzen können, Augmented-Reality-Anproben oder Curated-Shopping-Tools bedienen und Verkäufe über Online-Shop- sowie Mobile-Payment-Systeme abwickeln. Auch ERP-Software und E-Invoicing gehören zum modernen Optikbetrieb.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Optometrist/in?
Optometrist/innen wechseln zwischen Verkaufsflächen, Werkstätten, Behandlungs- und Büroräumen. Die Arbeit kombiniert engen Kundenkontakt und Personalverantwortung mit präziser Handarbeit an feinen Bauteilen und dem Einsatz moderner Messgeräte. Bildschirmphasen gehören ebenso dazu wie gelegentliche Arbeit mit erhitzten Kunststoffen, bei der Dämpfe entstehen können.
Womit arbeitet man als Optometrist/in?
Optometrist/innen nutzen Brillen- und Kontaktlinsenrohlinge, Glas, Kunststoffe und Metalle, arbeiten mit Sehtestgeräten, Schleifmaschinen oder 3-D-Messcomputern und setzen klassische Handwerkzeuge zum Anpassen von Fassungen ein. Technische Unterlagen, ärztliche Verordnungen sowie Büro-IT ergänzen den Werkzeugkasten.
Kann man sich als Optometrist/in selbständig machen?
Eine Selbstständigkeit ist durchaus möglich. Nach Eintragung in die Handwerksrolle kannst du einen eigenen Augenoptikerbetrieb gründen oder als Franchise-Partner/in ein Optikgeschäft eröffnen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Optometrist/in?
Aufstiegschancen bieten vor allem kaufmännische und akademische Abschlüsse. Mit der Prüfung zum/zur Betriebswirt/in (HwO) qualifizierst du dich für Leitungs- und Managementfunktionen im Handwerk. Ein Bachelor- oder Masterstudium in Augenoptik und Optometrie eröffnet dir Wege in Forschung, Entwicklung oder höhere Führungspositionen; eine Promotion kann daran anschließen.
