Ingenieur/Ingenieurin für Angewandte Mechanik – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Ingenieur/Ingenieurin für Angewandte Mechanik

Auch bekannt als: Diplom-Ingenieur/Diplom-Ingenieurin (Uni) Fachrichtung Angewandte Mechanik · Mechanical engineer (m/f)

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Büroräumen · in Werkhallen und Werkstätten · in Testlabors · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
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Über den Beruf

Ingenieure und Ingenieurinnen für Angewandte Mechanik entwickeln Maschinen, Apparate und Baugruppen vom ersten Konzept bis zur Serienreife. Mit CAD-Systemen entwerfen sie Bauteile, berechnen statische sowie dynamische Belastungen und wählen geeignete Werkstoffe aus. Toleranz- und Festigkeitsnachweise sichern Funktion und Lebensdauer. In Simulationen und an Prototypen, oft aus dem 3-D-Drucker, testen sie Schwingungs-, Temperatur- oder Crashverhalten und passen Konstruktionen an. Stimmen die Ergebnisse, definieren sie Fertigungsabläufe, erstellen Daten für Arbeitsvorbereitung und beteiligen sich an Kostenkalkulationen. Während der Produktion überwachen sie CNC-gesteuerte Anlagen, koordinieren Mitarbeitende und optimieren Prozesse. Zudem legen sie Qualitätsstandards fest, dokumentieren Prüfergebnisse und beraten Kunden bei technischen Fragen oder Sonderlösungen.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg ist ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Mechanik erforderlich. Für Leitungsfunktionen oder spezialisierte Tätigkeiten wird meist ein Masterstudium erwartet. In Wissenschaft und Forschung sind häufig eine Promotion, je nach Fachrichtung z.B. mit dem Abschluss Dr. phil., oder eine Habilitation notwendig.

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Ingenieur/in für Angewandte Mechanik?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.846 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung und Region kannst du zwischen 5.502 € und {{entgeltQ75}} € verdienen.

Ist der Beruf als Ingenieur/in für Angewandte Mechanik körperlich anstrengend?

Der Job erfordert vor allem funktionstüchtige Arme und Hände sowie ein gutes räumliches Sehvermögen, etwa für Versuchsaufbauten oder das Lesen von Konstruktionszeichnungen. Schweres Heben gehört dagegen kaum zum Alltag, sodass die körperliche Belastung insgesamt moderat bleibt.

Wie sind die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Angewandte Mechanik?

Die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Angewandte Mechanik sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen – das spielt dir in die Karten. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber länger nach passenden Kräften suchen. Gleichzeitig werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, sodass der Arbeitsmarkt etwas kleiner wird.

Welche digitalen Skills braucht man als Ingenieur/in für Angewandte Mechanik?

Für den Job brauchst du ein breites digitales Werkzeugset. Dazu gehören 3-D-Simulationen und 3-D-Druck für Prototypen, Auto-ID-Verfahren wie RFID in der Produktionssteuerung sowie Apps, die vernetzte Fertigungsanlagen überwachen. Know-how in Augmented-Reality-Anwendungen oder bei automatischer optischer Inspektion verschafft dir zusätzliche Pluspunkte.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ingenieur/in für Angewandte Mechanik?

Die Arbeit wechselt zwischen Bildschirmphasen im Konstruktionsbüro, Kontrollgängen durch Werkhallen und Einsätzen im Testlabor. Kundenkontakt, Verantwortung für Mitarbeitende und Auslandsreisen kommen häufig vor. Bei Störungen oder Abnahmen können unregelmäßige Arbeitszeiten anfallen.

Womit arbeitet man als Ingenieur/in für Angewandte Mechanik?

Du nutzt CAD-Software, Simulations- und Steuerprogramme sowie CNC-, NC- und DNC-gesteuerte Maschinen. Mess- und Prüfgeräte, spezialisierte Industrieroboter und Anlagen für additive Fertigung gehören ebenfalls zum Equipment. CAM-Systeme übersetzen deine Modelle anschließend direkt in Fertigungsbefehle.

Kann man sich als Ingenieur/in für Angewandte Mechanik selbständig machen?

Ja, das ist möglich. Häufige Wege sind ein eigenes Ingenieurbüro für Konstruktions- oder Beratungsdienstleistungen oder eine freiberufliche Tätigkeit als beratende/r Ingenieur/in, Gutachter/in oder Sachverständige/r. Verbände wie der VDI unterstützen dich mit Gründungsinfos und Netzwerken.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Angewandte Mechanik?

Für den fachlichen Feinschliff stehen Lehrgänge in CAD, Konstruktion, Produktions- und Verfahrenstechnik oder Projektmanagement bereit. Auch Spezialisierungen in Forschung und Entwicklung, Anlagenbau oder Fertigungstechnik sind gefragt. Solche Kurse bereiten dich auf technische Verantwortung oder Projektleitung vor.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Angewandte Mechanik?

Mit einer Aufstiegsweiterbildung wie REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering oder Schweißfachingenieur/in kannst du dein Profil für leitende Aufgaben schärfen. Wer mit einem Bachelor einsteigt, verbessert seine Karrierechancen zusätzlich durch ein Masterstudium in Mechanik, Mechatronik oder Maschinenbau. Für Forschung, Entwicklungsleitung oder eine Professur eröffnet eine Promotion – und später gegebenenfalls eine Habilitation – weitere Türen.

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