Informationswissenschaftler/Informationswissenschaftlerin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Informationswissenschaftler/Informationswissenschaftlerin

Auch bekannt als: Information scientist (m/f) · Information specialist (m/f)

BerufsfeldRecht & Verwaltung
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · in Lesesälen, Archiv- und Bibliotheksräumen · in Hörsälen und Seminarräumen · an wechselnden Arbeitsorten, z.B. beim Kunden vor Ort · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen16

Über den Beruf

Informationswissenschaftler/innen erfassen Wissen, strukturieren es und machen es zielgruppengerecht auffindbar. Sie analysieren Geschäftsprozesse, um den Informationsbedarf zu bestimmen, wählen Quellen aus und bereiten Texte, Bilder oder Videos für Datenbanken auf. Mit Thesauri, Klassifikationen und maschineller Textanalyse vergeben sie Metadaten, legen Indexierungsverfahren fest und entwickeln Datenbankkonzepte. Darauf aufbauend programmieren oder konfigurieren sie Suchmaschinen, Intranet-Lösungen und Content-Management-Systeme. Benutzerschnittstellen gestalten sie so, dass selbst große Datenmengen schnell durchsucht werden können – oft mehrsprachig und barrierefrei. Sie testen neue Ansätze wie semantische Webtechnologien, KI-gestütztes Wissensmanagement oder Big-Data-Analysen, um die Treffergenauigkeit weiter zu erhöhen. In Beratungsprojekten erläutern sie Kunden den Einsatz geeigneter Software, führen Schulungen durch und dokumentieren Qualitätsziele. An Hochschulen verbinden manche von ihnen Forschung mit Lehre, entwickeln E-Learning-Konzepte oder untersuchen Nutzungsmuster von Suchmaschinen und sozialen Netzwerken.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg ist ein abgeschlossenes grundständiges Studium der Bibliotheks-, Informationswissenschaft erforderlich. Für Leitungsfunktionen oder spezialisierte Tätigkeiten wird meist ein Masterstudium erwartet. In Wissenschaft und Forschung sind häufig eine Promotion, z.B. zum Dr. phil., oder eine Habilitation nötig.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Informationswissenschaftler/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.702 € brutto im Monat. Mit Erfahrung, Branche und Region kannst du zwischen 3.739 € und 5.852 € verdienen.

Wie sind die Berufsaussichten als Informationswissenschaftler/in?

Die Berufsaussichten als Informationswissenschaftler/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Aktuell ist der Fachkräftemangel gering, offene Stellen werden schnell besetzt. Langfristig wird es für Arbeitgeber jedoch schwieriger, qualifizierte Fachkräfte zu finden – für dich bedeutet das weniger Konkurrenz. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzlich Stellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Informationswissenschaftler/in?

Für Informationswissenschaftler/innen sind fundierte IT-Kenntnisse Pflicht. Du solltest souverän mit Bibliotheksmanagementsystemen arbeiten, Inhalte für Content-as-a-Service-Plattformen strukturieren und Dokumentenmanagementsysteme organisieren. Know-how in KI-gestütztem Wissensmanagement und Digital-Asset-Management hilft dir außerdem, selbstlernende Informationssysteme zu entwickeln.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Informationswissenschaftler/in?

Informationswissenschaftler/innen verbringen viel Zeit vor dem Bildschirm in Büro- oder Besprechungsräumen. Häufig arbeitest du im Team mit Entwickler/innen und Kund/innen zusammen und führst Schulungen oder Lehrveranstaltungen in Seminar- und Unterrichtsräumen durch. Dabei übernimmst du Verantwortung für Teilnehmende und bist für Projekte gelegentlich auch außerhalb des eigenen Hauses unterwegs.

Womit arbeitet man als Informationswissenschaftler/in?

Zum Arbeitsalltag gehören leistungsfähige Rechner mit Betriebssystemen, Netzwerktechnik, Programmiersprachen sowie Content-Management- und Datenbanksoftware. Zusätzlich nutzt du Cloud-Infrastruktur, um Server- oder Speicherressourcen flexibel bereitzustellen, und recherchierst in Fachzeitschriften, Katalogen oder Forschungspublikationen. Klassische Büroausstattung wie PC, Telefon, Beamer und Internetzugang runden das Equipment ab.

Kann man sich als Informationswissenschaftler/in selbständig machen?

Ja, eine freiberufliche Tätigkeit ist möglich. Viele Informationswissenschaftler/innen gründen ein eigenes Büro für Informations- und Dokumentationsdienstleistungen und arbeiten projektbezogen für Unternehmen, Behörden oder wissenschaftliche Einrichtungen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Informationswissenschaftler/in?

Beliebte Weiterbildungen reichen von Informations- und Wissensmanagement über Online-Recherche bis hin zu Software- und Datenbankentwicklung. Damit vertiefst du z. B. Methoden der Informationsaufbereitung oder lernst, eigene Tools für Datenanalysen zu programmieren. Solche Kurse steigern deine Chancen auf spezialisierte Projektaufgaben oder Beratungsmandate.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Informationswissenschaftler/in?

Karriere macht man in diesem Beruf vor allem über höhere akademische Abschlüsse. Mit einem Master in Bibliotheks- und Informationswissenschaft oder Informationsmanagement qualifizierst du dich für Leitungsfunktionen. Eine Promotion – und für Professuren eventuell eine Habilitation – eröffnet dir Wege in die Hochschulforschung und in strategische Positionen von Unternehmen oder Verwaltung. Ergänzende Spezialisierungen, etwa in Data Science, können den Sprung in Projekt- oder Teamleitungen erleichtern.

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