Holztechnik (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Holztechnik (Master)

Auch bekannt als: Ingenieur/in - Holztechnik · Holzbauingenieur/inHolzingenieur/inDiplom Ingenieur (Uni)/ Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung Holz- und Faserwerkstofftechnik ·

BerufsfeldHandwerk & Fertigung
Arbeitsortein Büroräumen · in Produktions- und Fertigungsstätten · in Entwicklungs- und Prüflabors · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Studiengänge15

Über den Beruf

Holzingenieur/innen konstruieren Decken, Fassaden, Möbel oder Fertigteile aus dem Rohstoff Holz und wählen dafür geeignete Massiv- oder Faserwerkstoffe aus. Mit CAD-Systemen legen sie Form, Statik und Bearbeitungsparameter fest, berechnen Materialbedarf und definieren Prüfverfahren. In Produktionsbetrieben planen sie Fertigungsanlagen, erstellen Zeit- und Kostenpläne und koordinieren Mitarbeitende. Während der Herstellung überwachen sie Maschinen, beheben Störungen und optimieren Abläufe, etwa durch den Einsatz von Sensorik oder kollaborativen Robotern. Darüber hinaus entwickeln sie neue Werkstoffe, testen Beschichtungen gegen Feuchte oder Feuer und prüfen Bauteile in Laboren auf Belastbarkeit. Im technischen Vertrieb oder in der Zulieferindustrie beraten sie Architekturbüros und Möbelhersteller, kalkulieren Angebote und begleiten Prototypen bis zur Serienreife. Das Ergebnis sind passgenaue Holzprodukte, die ökologische Vorgaben erfüllen und wirtschaftlich gefertigt werden können.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen5
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Holztechnik
  • Bei weiterbildenden Studiengängen mind. 1 Jahr Berufspraxis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule Auswahl z.B. nach Leistungen im ersten Hochschulstudium
  • Ggf. Englischkenntnisse

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Holzingenieur/in?

Holzingenieur/innen verdienen typischerweise 4.996 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung und Region sind zwischen 4.029 € und 6.421 € möglich.

Ist der Beruf als Holzingenieur/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist nicht primär Schwerstarbeit, verlangt aber funktionsfähige Arme und Hände, gutes räumliches Sehvermögen und belastbare Atemwege. Du arbeitest mit Holzstaub und Maschinen, prüfst Holzqualitäten und bedienst Anlagen, daher sind Schutzkleidung und ergonomisches Arbeiten wichtig.

Wie sind die Berufsaussichten als Holzingenieur/in?

Die Berufsaussichten als Holzingenieur/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen erhöht. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, Arbeitgeber suchen länger nach passendem Personal. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden, auch wenn die Beschäftigung insgesamt bis 2040 leicht schrumpft.

Welche digitalen Skills braucht man als Holzingenieur/in?

In der Holztechnik wird zunehmend digital gearbeitet. Gefragt sind Kenntnisse in 3-D-Druck, 3-D-Laserscanning und 3-D-Simulationen, um Prototypen zu entwickeln oder Anlagen virtuell zu testen. Außerdem solltest du vernetzte Produktionsapps, Aktorik, Cobots sowie Augmented-Reality-Tools für Wartung und Visualisierung beherrschen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Holzingenieur/in?

Die Arbeitsbedingungen reichen von ruhiger Bildschirmarbeit bis zu lauten Produktionshallen. Du trägst Personalverantwortung, hast Kundenkontakt, bist teils auf Dienstreisen und arbeitest gelegentlich außerhalb der üblichen Bürozeiten, etwa bei Anlagenstillständen. Lärm, Staub und Maschinenkontakt wechseln sich mit Besprechungen im Büro oder Homeoffice ab.

Womit arbeitet man als Holzingenieur/in?

Zum Arbeitsalltag gehören Holz, Holzspan- und Faserplatten, hitzebeständige Klebstoffe sowie Stücklisten und Konstruktionszeichnungen. Du steuerst Pressen, Sägen, Fräs- oder Schleifmaschinen, nutzt Entrindungsanlagen und Laborgeräte und erstellst Modelle mit CAD-Software am PC. So kombinierst du handfeste Werkstoffe mit digitalem Engineering.

Kann man sich als Holzingenieur/in selbständig machen?

Eine Selbständigkeit ist für Holzingenieur/innen möglich. Häufig gründen sie ein eigenes Ingenieurbüro für Planung, Projektierung oder Konstruktion; nach Eintragung in die Handwerksrolle kannst du dich auch mit einem Tischler- oder Zimmererbetrieb selbstständig machen. Verbände wie der VDI unterstützen dabei mit Beratung und Netzwerken.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Holzingenieur/innen?

Kurse in Holzkunde, Holzwerkstoffen, CAD, Produktions- und Fertigungstechnik, Instandhaltung oder technischem Vertrieb helfen, das Fachwissen aktuell zu halten. Damit erweitern sich deine Einsatzgebiete von Forschung über Einkauf bis zum Vertrieb.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Holzingenieur/in?

Aufstiegschancen eröffnen vor allem spezialisierte Weiterbildungen und akademische Grade. Beliebt sind REFA-Lehrgänge zum/zur Industrial Engineer oder eine Promotion in Holztechnik, Verfahrenstechnik oder Werkstoffwissenschaft; wer später an die Hochschule will, kann daran eine Habilitation anschließen. Mit solchen Qualifikationen ebnest du dir den Weg zu Leitungsfunktionen in Entwicklung, Produktion oder Forschung.

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