Werkstoffwissenschaft, -technik (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Werkstoffwissenschaft, -technik (Master)

Auch bekannt als: Ingenieur/in - Werkstofftechnik · Werkstoffingenieur/inWerkstoffwissenschaftler/inDiplom Ingenieur (Uni)/Diplom Ingenieurin (Uni)- Fachrichtung Entwicklung metallischer WerkstoffeDiplom Ingenieur (Uni)/Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung MetallformungDiplom Ingenieur (Uni)/Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung WerkstoffeinsatzDiplom-Ingenieur (Uni)/Diplom-Ingenierin (Uni) - Fachrichtung WerkstoffentwicklungDiplom-Ingenieur/Diplom-Ingenieurin (Uni) Fachrichtungsgruppe WerkstofftechnikMaterials engineer (m/f)Metallurgist (m/f) ·

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · in Produktionshallen · in Entwicklungs- und Prüflabors · im Homeoffice bzw. mobil

Über den Beruf

Ingenieure und Ingenieurinnen für Werkstofftechnik entwickeln metallische, nichtmetallische und Verbundwerkstoffe, testen ihre Eigenschaften und passen sie an neue Anwendungen an. Sie verändern Legierungen im Labor, nutzen Nanotechnologie oder 3-D-Simulation, um Gewicht, Festigkeit oder Korrosionsverhalten zu optimieren. Für neuartige Materialien entwerfen sie auch die passenden Herstellungs- und Behandlungsverfahren – vom 3-D-Druck bis zur Oberflächenbeschichtung – und konstruieren bei Bedarf die dafür nötigen Anlagen. Im Prüflabor analysieren sie Werkstoffschäden, erstellen Prüfberichte und überwachen Normen, Sicherheits- sowie Umweltschutzvorgaben. KI-gestützte Mess- und Qualitätssysteme helfen dabei, große Datenmengen schneller auszuwerten. Als Gutachter oder Fachreferent beraten sie Unternehmen und Behörden, kalkulieren Projekte oder unterstützen den technischen Vertrieb mit materialgerechten Lösungen.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen5
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Werkstoffwissenschaft oder Werkstofftechnik
  • Ggf. Industriepraktikum
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
  • Ggf. Englischkenntnisse

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Werkstoffingenieur/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.503 € brutto im Monat. Einstiegsgehälter beginnen meist bei rund 5.466 €; mit wachsender Verantwortung in Projekt- oder Führungsaufgaben kann die Summe deutlich steigen.

Ist der Beruf als Werkstoffingenieur/in körperlich anstrengend?

Große körperliche Belastungen treten selten auf, doch ein gutes Farbsehvermögen und funktionstüchtige Arme sowie Hände sind wichtig, um Versuchsaufbauten präzise zu bedienen. Weil du mit Chemikalien und Staub arbeiten kannst, helfen widerstandsfähige Haut und gesunde Atemwege.

Wie sind die Berufsaussichten als Werkstoffingenieur/in?

Die Berufsaussichten als Werkstoffingenieur/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen bleiben lange unbesetzt, was deine Chancen verbessert. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerber/innen, und viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Positionen freiwerden.

Welche digitalen Skills braucht man als Werkstoffingenieur/in?

Gefragt sind Kenntnisse im 3-D-Druck, 3-D-Laserscanning und 3-D-Simulation, um neue Legierungen virtuell zu testen. Auch 4-D-Druck, CAL-Verfahren, CAM-Systeme, der Einsatz digitaler Zwillinge sowie Sensorik in intelligenten Implantaten und Prothesen spielen eine immer größere Rolle.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Werkstoffingenieur/in?

Du wechselst zwischen Büro, Labor und Produktionshalle und arbeitest häufig an Bildschirmarbeitsplätzen mit Mess- und Prüfgeräten. Verantwortung für Mitarbeiter/innen, das Einhalten von Normen sowie das Tragen von Schutzkleidung gehören ebenso zum Alltag wie gelegentliche Reisen, um Anlagen beim Kunden abzunehmen.

Womit arbeitet man als Werkstoffingenieur/in?

Zum Einsatz kommen Rasterelektronenmikroskope, Laborapparate, Mess- und Prüfgeräte sowie komplette Produktionsanlagen. Software wie CAD-/CAM-Programme und rechnergestützte Qualitätssicherung unterstützt dich dabei, Werkstoffdaten auszuwerten und Fertigungsprozesse zu steuern.

Kann man sich als Werkstoffingenieur/in selbständig machen?

Ja, möglich ist etwa ein eigenes Ingenieurbüro für Beratungs-, Planungs- oder Konstruktionsdienstleistungen. Häufig gründen Werkstoffingenieur/innen auch Prüflabore oder arbeiten als unabhängige Gutachter/innen und Sachverständige.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Werkstoffingenieur/in?

Fachspezifische Kurse in Werkstofftechnik, Werkstoffprüfung oder physikalischer Messtechnik vertiefen dein Know-how. Ergänzend bringen dich Seminare in Projektmanagement, Produktions- oder Verfahrenstechnik auf den neuesten Stand.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Werkstoffingenieur/in?

Ein Aufstieg gelingt beispielsweise über die Zusatzqualifikation zum/zur REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering, die Management- und Prozesswissen vermittelt. Für wissenschaftliche Spitzenpositionen bietet sich eine Promotion in Werkstoff- oder Materialwissenschaft an; wer an einer Hochschule lehren will, kann darauf aufbauend habilitieren.