Helfer/Helferin in der stationären Krankenpflege
Auch bekannt als: Stationshelfer/in - Krankenpflege
Über den Beruf
Helfer und Helferinnen in der stationären Krankenpflege unterstützen Pflegefachkräfte bei der täglichen Versorgung von kranken und pflegebedürftigen Menschen. Sie reichen eine Hand beim Aufstehen, An- und Ausziehen, begleiten beim Toilettengang und übernehmen Teile der Körperpflege. Nach Anweisung messen sie Fieber, kontrollieren das Gewicht und notieren Werte in der elektronischen Pflegedokumentation. Innerhalb der Klinik bringen sie Patientinnen und Patienten mit Rollbetten oder ‑stühlen sicher zu Untersuchungen. Im Stationsablauf verteilen sie Mahlzeiten, helfen beim Essen und wechseln verschmutzte Bettwäsche. Auch das Reinigen von Patientenzimmern und das regelmäßige Desinfizieren von Pflegehilfsmitteln gehört zum Alltag.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für eine Tätigkeit als Helfer/in im Bereich stationäre Krankenpflege ist keine abgeschlossene Berufsausbildung erforderlich. Üblicherweise erfolgt eine Einarbeitung direkt am Arbeitsplatz; praktische Erfahrungen, z.B. in der Pflege kranker Menschen, können ggf. von Vorteil sein.
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Stationshelfer/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.363 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Arbeitsort und Tarifbindung kannst du zwischen 2.963 € und 3.942 € verdienen.
Ist der Beruf als Stationshelfer/in körperlich anstrengend?
Der Job stellt hohe körperliche Anforderungen. Häufiges Heben und Umlagern von Patient/innen, langes Gehen auf den Stationen und Arbeiten über Kopf fordern Rücken, Arme und Beine – eine gute Grundkraft und Ausdauer sind daher wichtig. Außerdem solltest du gesundheitlich robust sein, weil du mit Infektionsrisiken und Desinfektionsmitteln in Kontakt kommst.
Wie sind die Berufsaussichten als Stationshelfer/in?
Die Berufsaussichten als Stationshelfer/in sind gut. Die Beschäftigung in diesem Berufsfeld wächst bis 2040. Es herrscht hoher Fachkräftemangel, offene Stellen bleiben länger unbesetzt – das verbessert deine Chancen. Die Konkurrenz unter Bewerbern nimmt bis 2040 weiter ab, und viele Altersabgänge werden erwartet, sodass zusätzliche Stellen frei werden.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Stationshelfer/in?
Stationshelfer/innen arbeiten in Kliniken und Pflegeheimen meist im Schichtdienst, auch nachts und an Wochenenden. Der Alltag besteht aus viel Handarbeit und engem Körperkontakt mit Patient/innen; Schutzkittel, Handschuhe und Masken gehören deshalb zur Pflichtausrüstung. Du musst Gerüche, Reinigungs- und Desinfektionsmittel sowie eine gewisse Infektionsgefahr aushalten. Die Tätigkeiten wiederholen sich oft, was Routine, aber auch Belastung bedeuten kann.
Womit arbeitet man als Stationshelfer/in?
Zum Arbeitsalltag gehören sowohl klassische Pflegehilfsmittel als auch medizinische Geräte. Du nutzt zum Beispiel Fieberthermometer, Blutdruck- oder Blutzuckermessgeräte, Waagen, Rollbetten und Rollstühle. Waschlappen, Bettschüsseln, Urinflaschen sowie Reinigungs- und Desinfektionsmittel sind ebenfalls ständig im Einsatz. Daten wie Vitalwerte oder Übergabeprotokolle hältst du in elektronischen Pflegedokumentationen fest.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Stationshelfer/in?
Weiterbilden kannst du dich durch Fachkurse in Kranken- oder Altenpflege, etwa zur Grundqualifizierung oder speziellen Fachpflege. Beliebt sind außerdem Lehrgänge zur Hygiene im Gesundheitsbereich oder zur allgemeinen Kranken- und Altenbetreuung. Solche Seminare vertiefen dein Wissen und erhöhen deine Einsatzmöglichkeiten auf der Station.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Stationshelfer/in?
Mit mehrjähriger Berufspraxis kannst du eine verkürzte Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in oder zur Pflegefachmann/-frau anschließen und so einen anerkannten Berufsabschluss erwerben. Später ist ein Sprung in Leitungsfunktionen möglich, etwa über die Prüfung zum/zur Fachwirt/in im Gesundheits- und Sozialwesen. Diese Qualifikation eröffnet dir Managementaufgaben in Stationen oder Pflegeeinrichtungen.
