Heilpraktiker/Heilpraktikerin für Psychotherapie – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Heilpraktiker/Heilpraktikerin für Psychotherapie

Auch bekannt als: Alternative practitioner for psychotherapy (m/f)

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Praxis- und Therapieräumen · in Büroräumen · in Privatwohnungen (Hausbesuche)
DauerUnterschiedlich

Über den Beruf

Heilpraktiker/innen für Psychotherapie begleiten Menschen in seelischen Krisen oder mit psychosomatischen Beschwerden. Im Erstgespräch erheben sie eine ganzheitliche Anamnese, beobachten Verhalten und erstellen eine Diagnose. Anschließend entwickeln sie gemeinsam mit den Klient/innen einen individuellen Therapieplan. Zum Einsatz kommen Gesprächs-, Verhaltens- und Gestalttherapien, systemische Ansätze, Entspannungsverfahren, Hypnose sowie ergänzend nicht verschreibungspflichtige Mittel wie Bachblüten. Während der Sitzungen fördern sie Selbstreflexion, trainieren neue Verhaltensmuster und dokumentieren den Verlauf digital in Praxisverwaltungssystemen oder elektronischen Patientenakten. Online-Videosprechstunden ermöglichen zusätzliche Betreuung. Heilpraktiker/innen überwachen den Fortschritt, passen Methoden an und halten gesetzliche Vorgaben strikt ein. Bei akuten Selbst- oder Fremdgefährdungen leiten sie sofort Überweisungen an Ärzt/innen, approbierte Psychotherapeut/innen oder Kliniken ein.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAusbildungsberuf
AusbildungsartSchulische Ausbildung an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen (intern geregelt)
DauerUnterschiedlich
Zugangsvoraussetzungen8
  • Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
  • Auswahlkriterien des Bildungsanbieters
  • Zum Teil Hauptschulabschluss
  • Zum Teil Mindestalter, z.B. 25 Jahre
  • Führungszeugnis
  • Ärztliches Attest über gesundheitliche Eignung
  • Masernschutz für die praktische Ausbildung in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen
  • Ggf. weitere Schutzimpfungen oder Immunitätsnachweise, z.B. gegen Hepatitis A und B

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Heilpraktiker/in für Psychotherapie?

Für Heilpraktiker/innen für Psychotherapie gibt es keine bundeseinheitlichen Gehaltsstatistiken. Dein Einkommen hängt vor allem davon ab, ob du selbstständig oder angestellt arbeitest, wie viele Sitzungen du in Rechnung stellst, welche Honorare in deiner Region üblich sind und welche Zusatzqualifikationen du mitbringst.

Wie lange dauert die Ausbildung als Heilpraktiker/in für Psychotherapie?

Die Ausbildungsdauer ist nicht einheitlich geregelt und variiert je nach Bildungsanbieter, Lernform und ob du in Voll- oder Teilzeit lernst. Rechne damit, dass kompakte Vollzeitkurse deutlich kürzer sind, während berufsbegleitende Lehrgänge sich über einen längeren Zeitraum erstrecken können.

Welche Schulfächer sind wichtig für Heilpraktiker/innen für Psychotherapie?

Hilfreiche Schulfächer sind Biologie, Physik/Chemie und Deutsch. Sie erleichtern dir das Verständnis für den menschlichen Organismus, die Wirkungsweise von Therapien und das präzise Formulieren von Berichten.

Wie sind die Berufsaussichten als Heilpraktiker/in für Psychotherapie?

Die Berufsaussichten als Heilpraktiker/in für Psychotherapie sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist aktuell hoch – offene Stellen sind daher schwer zu besetzen, was deine Chancen erhöht. Zusätzlich werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Stellen frei werden, doch bis 2040 finden Arbeitgeber schneller Personal, sodass die Konkurrenz langfristig zunimmt.

Welche digitalen Skills braucht man als Heilpraktiker/in für Psychotherapie?

Gefragt ist der sichere Umgang mit Praxisverwaltungssystemen, Dokumentenmanagement-Tools und elektronischen Patientenakten. Auch Telemedizin gehört inzwischen zum Alltag: Du solltest Videokonferenz-Software bedienen können, um online Beratungen oder Therapiesitzungen durchzuführen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Heilpraktiker/in für Psychotherapie?

Du arbeitest überwiegend in Praxis- und Therapieräumen, erledigst aber auch Bildschirmarbeit für Dokumentation und Abrechnung. Verantwortung für Personen und der Umgang mit emotional belasteten Situationen gehören fest zum Berufsalltag.

Kann man sich als Heilpraktiker/in für Psychotherapie selbständig machen?

Ja, viele Heilpraktiker/innen für Psychotherapie eröffnen eine eigene Praxis. Fachverbände wie der Fachverband Deutscher Heilpraktiker e.V. bieten Informationen zur Existenzgründung, etwa zu rechtlichen Vorgaben und Marketing.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Heilpraktiker/in für Psychotherapie?

Du kannst dich gezielt in Psychotherapie-Verfahren wie Verhaltenstherapie, Gestalt- oder Hypnosetherapie fortbilden. Ergänzend sind Lehrgänge in Naturheilkunde, Homöopathie oder anderen alternativen Therapien möglich, um dein Leistungsspektrum zu erweitern.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Heilpraktiker/in für Psychotherapie?

Eine anerkannte Aufstiegsweiterbildung ist z.B. die Qualifikation als Mediator/in, mit der du Konfliktlösungen professionell begleiten kannst. Mehr Verantwortung und neue Tätigkeitsfelder eröffnen dir außerdem ein Bachelor- oder Masterstudium in Psychotherapie, Komplementärmedizin oder Humanmedizin.