Glas- und Porzellanmaler/Glas- und Porzellanmalerin
Auch bekannt als: Glasmaler/in · Hohlglasveredler/in - Glasmalerei · Kerammaler/in
Über den Beruf
Glas- und Porzellanmaler/innen verzieren Flachglas, Hohlglas und Porzellangeschirr mit filigranen Motiven. Sie entwerfen Ornamente am Zeichentisch oder per Grafiksoftware, erstellen Schablonen und übertragen die Konturen per Pinsel, Siebdruck oder Stempel auf das gereinigte Material. Farbflächen, Goldränder und Reliefs werden anschließend eingebrannt, gesandstrahlt oder geätzt, um dauerhafte Effekte zu erzielen. Bei modernen Kirchenfenstern schneiden sie farbige Scheiben nach dem Aufriss zu, setzen sie mit Blei- oder Tiffanytechnik zusammen und schattieren Konturen mit Schwarzlot. Historische Glasbilder reinigen und restaurieren sie behutsam, ersetzen fehlende Partien und gleichen Farben mit einem Color Reader ab. Jede Arbeit endet mit einer sorgfältigen Qualitätskontrolle und der Wartung von Pinseln, Brennöfen oder Siebdruckmaschinen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Glas- und Porzellanmaler/in?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 33.924 € und 37.620 € pro Jahr. Mit wachsender Erfahrung, Spezialisierungen oder Arbeiten für renommierte Ateliers kannst du auch darüber hinaus verdienen.
Wie lange dauert die Ausbildung zur Glas- und Porzellanmaler/in?
Die Ausbildung dauert regulär 3 Jahre. Mit sehr guten Leistungen oder einschlägiger Vorbildung kannst du bei der Kammer eine Verkürzung beantragen.
Welche Schulfächer sind wichtig für Glas- und Porzellanmaler/innen?
Wichtige Schulfächer sind Kunst und Mathematik. In Kunst trainierst du dein Zeichentalent für Dekore, während dir Mathe bei Mischungsverhältnissen und Flächenberechnungen hilft.
Ist der Beruf als Glas- und Porzellanmaler/in körperlich anstrengend?
Der Beruf erfordert präzise Handarbeit, gutes Farbsehvermögen und belastbare Atemwege. Du hantierst mit scharfen Werkzeugen, Chemikalien und Hitze, daher müssen Hände, Haut und Lunge gesund und widerstandsfähig sein.
Welche digitalen Skills braucht man als Glas- und Porzellanmaler/in?
Digitale Farbmesstechnik gehört inzwischen zum Alltag. Ein Color Reader unterstützt dich dabei, Glasuren oder Restaurierungsfarben exakt abzugleichen und reproduzierbare Farbtöne zu erzielen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Glas- und Porzellanmaler/in?
Schutzkleidung wie Handschuhe, Schutzbrille oder Atemmaske ist Pflicht, weil Hitze, Lösungsmitteldämpfe und Glasstaub auftreten.
Kann man sich als Glas- und Porzellanmaler/in selbständig machen?
Ja, Selbständigkeit ist möglich, weil das Glas- und Porzellanmaler-Handwerk zulassungsfrei ist. Du kannst ohne Meistertitel eine eigene Werkstatt gründen; zusätzliche Qualifikationen und Berufserfahrung erhöhen jedoch deine Chancen am Markt.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Glas- und Porzellanmaler/innen?
Als Weiterbildung bieten sich Fachkurse in Mal- und Zeichentechniken, Farblehre, Druckverfahren oder Restaurierung an. Solche Angebote vertiefen deine künstlerischen Fähigkeiten und öffnen dir Nischen wie historische Glasfenster oder Produktgestaltung.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Glas- und Porzellanmaler/in?
Für den beruflichen Aufstieg kommen vor allem Meister- und Gestalterqualifikationen infrage. Mit der Prüfung als Glas- und Porzellanmalermeister/in oder als Gestalter/in – Keramik übernimmst du Werkstattleitung und Ausbildungsverantwortung.
