Glas- und Porzellanmalermeister/Glas- und Porzellanmalermeisterin/Bachelor Professional im Glas- und Porzellanmaler-Handwerk
Auch bekannt als: Meister/in im Glas- und Porzellanmalerhandwerk · Meister/Meisterin des Porzellanmalerhandwerks
Über den Beruf
Glas- und Porzellanmalermeister/innen entwerfen Dekore, steuern Werkstattprozesse und führen Teams. Sie planen den Materialeinkauf, kontrollieren Wareneingänge und organisieren die Lagerhaltung. In Abstimmung mit Kunden kalkulieren sie Angebote, erstellen Entwürfe und beraten zu Farben, Motiven oder Restaurierungsmöglichkeiten. Sie wählen Werkstoffe, halten Siebdruckmaschinen und Brennöfen instand und überwachen alle Arbeitsschritte vom Zuschnitt bis zum Einbrennen der Farben. Bei historischen Aufträgen reparieren sie Bleiverglasungen, erneuern Mosaikarbeiten oder retten fragile Porzellanfiguren. Gleichzeitig übernehmen sie betriebswirtschaftliche Aufgaben: Buchführung, Controlling, Personalplanung und Marketing. Als Ausbilder/innen legen sie Ausbildungspläne fest, unterweisen Nachwuchskräfte und prüfen Arbeitssicherheit. Entwickeln sie die Geschäftspolitik weiter, bestimmen sie Investitionen und strategische Ziele. Aus ihren Entscheidungen und ihrem handwerklichen Können entstehen Kirchenfenster, Glasmosaike und fein dekoriertes Porzellan.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- Gesellen- oder Abschlussprüfung z.B. als Glas- und Porzellanmaler/in oder in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf
- Oder Nachweis beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten durch Validierungsverfahren
Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Glas- und Porzellanmalermeister/in?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt bei 47.892 € pro Jahr. In nicht-tarifgebundenen Betrieben oder bei zusätzlicher Führungsverantwortung kann der tatsächliche Verdienst darüber oder darunter liegen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Glas- und Porzellanmalermeister/in?
Die Meisterweiterbildung hat keine bundesweit einheitliche Dauer. Sie richtet sich nach Bildungsanbieter, Lernform und ob du Voll- oder Teilzeit wählst, weshalb der Zeitaufwand von kompakt bis mehrjährig reichen kann.
Ist der Beruf als Glas- und Porzellanmalermeister/in körperlich anstrengend?
Der Beruf verlangt eine gute Funktionstüchtigkeit von Armen und Händen sowie ein sicheres Farbsehvermögen. Widerstandsfähige Haut und gesunde Atemwege sind wichtig, weil du mit Farben, Lösungsmitteln und gelegentlich mit Säuren oder Glasstaub arbeitest.
Welche digitalen Skills braucht man als Glas- und Porzellanmalermeister/in?
Digitale Werkzeuge gehören inzwischen zum Alltag. Du nutzt zum Beispiel Color Reader, um Glasuren farbgenau zu prüfen, und verwaltest Entwürfe oder Druckvorlagen in einem Dokumentenmanagementsystem.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Glas- und Porzellanmalermeister/in?
Du wechselst zwischen Werkstatt, Verkaufsraum und Büro und trägst Verantwortung für Mitarbeitende sowie hochwertige Glas- und Porzellanobjekte. Schutzkleidung ist Pflicht, viele Arbeiten erfordern Präzision, und regelmäßiger Kundenkontakt gehört ebenfalls dazu.
Womit arbeitet man als Glas- und Porzellanmalermeister/in?
Zum Feindekor nutzt du Pinsel, Federn, Schablonen, Lineale und Zirkel sowie Farben und Schmelzfarben. Hinzu kommen Materialien wie Gold- oder Silberauflagen und Maschinen wie Siebdruckanlagen oder Brennöfen; am Schreibtisch sind PC, Telefon und Auftragsunterlagen im Einsatz.
Kann man sich als Glas- und Porzellanmalermeister/in selbständig machen?
Ja, viele Meister/innen gründen eine eigene Werkstatt oder ein Atelier. Dort kannst du individuelle Glasmalereien, Glasmosaike oder kunstvolle Porzellankollektionen in Eigenregie produzieren und vermarkten.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Glas- und Porzellanmalermeister/in?
Du kannst dich in Fachkursen wie Kunstmalerei, Grafik, Mal- und Zeichentechniken, Druckverfahren, Glas- und Keramikverarbeitung oder Restaurierung sowie historischer Materialkunde spezialisieren.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Glas- und Porzellanmalermeister/in?
Ein nächster Schritt ist die Prüfung zum/zur Betriebswirt/in (HwO) oder zum/zur Internationale/n Meister/in, um betriebswirtschaftliche oder internationale Kompetenzen auszubauen.
