Geomatiker/Geomatikerin
Auch bekannt als: Vermessungs- und Geoinformationstechniker/in - Schwerpunkt Geoinformationstechnik · Geomatician (m/f)
Über den Beruf
Geomatiker/innen erfassen Geodaten mit GPS, Drohnen oder 3-D-Laserscannern, werten die Messergebnisse aus und sichern sie in Geo-Datenbanken. Am Rechner verwandeln sie Vermessungswerte, Luftbilder und statistische Erhebungen in Karten, 3-D-Modelle oder interaktive Anwendungen. Dabei wählen sie passende Koordinatensysteme, konvertieren Formate und prüfen jede Angabe auf Genauigkeit und Konsistenz. Sie kombinieren verschiedene Datensätze, heben relevante Merkmale wie Bodentypen, Verkehrsströme oder Niederschlagsmengen grafisch hervor und animieren Veränderungsprozesse etwa beim Stadtwachstum. Kunden beraten sie zu Datenumfang, Darstellungsformen und den Schlussfolgerungen für Planung und Risikobewertung. Auch Datenschutz, Urheberrecht und IT-Sicherheit behalten sie im Blick, legen Zugriffsrechte fest und optimieren Datenbanken für schnelle Abfragen. Das Ergebnis sind präzise Visualisierungen, die Behörden, Ingenieurbüros oder Navigationsdienste als Entscheidungsgrundlage nutzen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Geomatiker/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.843 € brutto im Monat. Mit Erfahrung und je nach Region kannst du zwischen 3.263 € und 4.675 € verdienen.
Wie viel verdient man in der Ausbildung als Geomatiker/in?
Im ersten Jahr verdienst du 1.265 € brutto, im zweiten 1.318 € und im dritten 1.370 €. Über die gesamte Ausbildungszeit liegt der Durchschnitt bei rund 1.315 € monatlich.
Wie lange dauert die Ausbildung als Geomatiker/in?
Die duale Ausbildung als Geomatiker/in dauert 3 Jahre. In dieser Zeit wechseln sich Phasen im Betrieb und in der Berufsschule ab.
Welche Schulfächer sind wichtig für Geomatiker/innen?
Für die Ausbildung zählen vor allem Mathematik, Erdkunde/Geografie, Informatik, Deutsch und Physik. Gute Kenntnisse erleichtern dir das Auswerten von Messdaten, den Umgang mit GIS-Software und die verständliche Beschriftung von Karten.
Wie sind die Berufsaussichten als Geomatiker/in?
Die Berufsaussichten als Geomatiker/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, Arbeitgeber suchen also länger nach Fachkräften. Außerdem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Geomatiker/in?
Wichtige digitale Skills sind der sichere Umgang mit Geoinformationssystemen (GIS). Gefragt sind außerdem 3-D-Laserscanning, Drohnentechnik, Bilderkennung, digitale topografische Karten und Dokumenten- bzw. Gefahren-Management-Systeme.
Kann man sich als Geomatiker/in selbständig machen?
Ja, viele Geomatiker/innen machen sich als Dienstleister/innen für Geodatenvisualisierung selbständig. Typische Aufträge reichen von der Aufbereitung von Drohnenbildern bis zur Erstellung interaktiver Karten für Ingenieurbüros oder Kommunen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Geomatiker/innen?
Nach der Ausbildung kannst du dich durch Lehrgänge in Geoinformationssystemen, Vermessungstechnik oder den Geowissenschaften spezialisieren. Solche Fortbildungen vertiefen dein Fachwissen und halten dich technisch auf dem neuesten Stand.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Geomatiker/in?
Für den Aufstieg bieten sich zwei Hauptwege: Mit einer Aufstiegsweiterbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Vermessungstechnik (Bachelor Professional) kannst du Projekt- oder Teamleitung übernehmen. Noch mehr Türen öffnet dir ein Bachelor- oder Masterstudium in Geoinformatik oder Vermessungstechnik, etwa für Aufgaben im Management oder in der Entwicklung.
