Flugsicherungstechniker/Flugsicherungstechnikerin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Flugsicherungstechniker/Flugsicherungstechnikerin

BerufsfeldVerkehr & Logistik
Arbeitsortein Büroräumen · in Überwachungsräumen · in Produktionshallen · in Werkstätten · auf dem Flugbetriebsgelände

Über den Beruf

Flugsicherungstechniker und Flugsicherungstechnikerinnen installieren, überwachen und warten Radaranlagen sowie Funknavigations- und Kommunikationssysteme, auf denen der Flugverkehr basiert. Sie führen regelmäßig Funktionsprüfungen durch, nutzen Messgeräte und Diagnosesoftware, bewerten Protokolle und suchen gezielt nach Fehlerquellen. Defekte Baugruppen reparieren sie selbst oder koordinieren deren Instandsetzung. Treten komplexe Störungen auf, entwickeln sie Hard- und Softwarelösungen, passen Parameter an und nehmen die modernisierten Komponenten erneut in Betrieb. Bei neuen Systemen lesen sie Betriebshandbücher, verfolgen Schaltpläne, konfigurieren Schnittstellen und halten alle Schritte in Prüfprotokollen fest. Auch bestehende Anlagen bringen sie durch Updates und leistungsfähigere Sendeeinheiten technisch voran. Nach abschließenden Funktionstests stehen Fluglotsen wieder präzise Positions- und Kommunikationsdaten zur Verfügung.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Oft wird für den Zugang eine technische Ausbildung im Luftverkehr vorausgesetzt.

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Flugsicherungstechniker/in?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 70.236 € und 79.224 € pro Jahr. Je nach Flughafenbetreiber, Aufgabenbereich und Berufserfahrung kann das Einkommen darüber hinaus variieren.

Wie sind die Berufsaussichten als Flugsicherungstechniker/in?

Die Berufsaussichten als Flugsicherungstechniker/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung in diesem Tätigkeitsfeld schrumpft bis 2040. Aktuell ist der Fachkräftemangel gering, offene Stellen werden daher meist schnell besetzt. Langfristig wird es für Arbeitgeber jedoch schwerer, qualifiziertes Personal zu finden, wodurch die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt. Gleichzeitig sind weniger Altersabgänge zu erwarten als in vielen anderen Berufen, was die Zahl freier Stellen begrenzt.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Flugsicherungstechniker/in?

Flugsicherungstechniker/innen arbeiten in Werkstätten, Produktionshallen sowie in Überwachungs- und Büroräumen auf dem Flughafengelände. Bildschirmtätigkeiten wechseln sich mit handwerklichen Wartungs- und Reparaturaufgaben an Radaranlagen oder Kommunikationssystemen ab, häufig auch im Schichtdienst. Dabei tragen sie große Verantwortung für Personen- und Sachwerte und müssen strenge Sicherheits- und Prüfvorschriften einhalten.

Womit arbeitet man als Flugsicherungstechniker/in?

Zum Arbeitsequipment gehören komplexe Anlagen wie Radar- und Funknavigationssysteme sowie Flugdatenverarbeitungssysteme. Für Tests und Fehlersuche setzen Flugsicherungstechniker/innen Prüf- und Diagnosegeräte, PCs und spezialisierte Software ein. Mechanische Werkzeuge wie Schraubendreher, Pinzetten oder Zangen kommen beim Austausch von Bauteilen zum Einsatz, während Schaltpläne, Betriebshandbücher und Prüfchecklisten jeden Arbeitsschritt dokumentieren.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Flugsicherungstechniker/in?

Nach einigen Jahren Praxis kannst du dich mit Lehrgängen in Luftsicherheit, Wartung und Instandhaltung oder aktueller Luft- und Raumfahrttechnik spezialisieren. Seminare in Elektrotechnik oder Elektronik halten dich technisch auf dem neuesten Stand und erhöhen deine Einsatzmöglichkeiten. Wer breiter aufgestellt sein will, belegt zusätzliche Kurse zum allgemeinen Luftverkehr.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Flugsicherungstechniker/in?

Ein klassischer Weg nach einigen Berufsjahren ist die Aufstiegsweiterbildung zum/zur Industriemeister/in – Flugzeugbau/Luftfahrttechnik (Bachelor Professional in Luftfahrttechnik). Darüber hinaus eröffnet ein Bachelor- oder Masterstudium in Luft- und Raumfahrttechnik Chancen auf Entwicklungs- oder Führungsaufgaben, zum Beispiel in der Systemplanung oder Projektleitung.