Industriemeister/Industriemeisterin Fachrichtung Flugzeugbau/Luftfahrttechnik/Bachelor Professional in Luftfahrttechnik – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Industriemeister/Industriemeisterin Fachrichtung Flugzeugbau/Luftfahrttechnik/Bachelor Professional in Luftfahrttechnik

Auch bekannt als: Meister/Meisterin für Flugzeuginstandhaltung · Meister/Meisterin für Luftfahrzeuginstandhaltung

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Werkhallen und Werkstätten · im Freien auf dem Rollfeld · in Büroräumen · im Homeoffice bzw. mobil
DauerUnterschiedlich
Offene Stellen66

Über den Beruf

Industriemeister und Industriemeisterinnen Fachrichtung Flugzeugbau/Luftfahrttechnik steuern Montage- und Instandhaltungsprozesse rund um Fluggeräte. Sie verteilen Aufträge, kalkulieren Materialbedarf und koordinieren ihren Bereich mit Arbeitsvorbereitung, Einkauf oder Engineering. Kritische Montageschritte wie Nieten, Schweißen oder Avionik-Anschlüsse übernehmen sie selbst und prüfen Rohteile, Baugruppen und Erst­muster nach strengen Luftfahrt­normen. Digitale Werkzeuge wie 3-D-Druck, Cobots oder der digitale Zwilling helfen ihnen, Abläufe zu optimieren und Kosten im Griff zu behalten. Bei Probeflügen erfassen sie Messdaten, werten diese aus und leiten Korrekturmaßnahmen ein. Gleichzeitig führen sie Teams, wählen neue Fachkräfte aus, erstellen Ausbildungspläne und schulen Mitarbeitende in Arbeitssicherheit, Hydraulik oder neuen Fertigungstechniken. Durch konsequente Qualitäts- und Budgetkontrolle sichern sie, dass jedes Flugzeug sicher startet und termingerecht an den Kunden übergeben wird.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Bachelor Professional
AusbildungsartMeisterprüfung nach Rechtsvorschriften der Industrie- und Handelskammern.
DauerUnterschiedlich
Zugangsvoraussetzungen4
  • Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf, z.B. in der Fachrichtung Flugzeugbau oder Luftfahrttechnik
  • Zusätzlich entsprechende Berufspraxis
  • Alternativ mind. 5 Jahre Berufspraxis im Flugzeugbau
  • Ohne entsprechenden Bildungsabschluss ggf. Nachweis beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten durch Validierungsverfahren

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Industriemeister/in Flugzeugbau?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.396 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.625 € und 5.536 €. Tarifverträge in der Metall- und Luftfahrtindustrie sowie Zulagen für Schicht- oder Leitungsaufgaben können dein Einkommen zusätzlich erhöhen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in Flugzeugbau?

Die Dauer der Weiterbildung variiert, weil jeder Bildungsträger eigene Zeitmodelle anbietet. Vollzeitkurse sind deutlich kompakter als berufsbegleitende Varianten, und Fernlehrgänge folgen nochmals anderen Rhythmen. Erkundige dich deshalb direkt bei IHKs oder spezialisierten Akademien nach den konkreten Zeitplänen.

Ist der Beruf als Industriemeister/in Flugzeugbau körperlich anstrengend?

Eine gute Funktionstüchtigkeit von Armen und Händen ist wichtig, weil viele Montageschritte manuell ausgeführt werden. Zudem brauchst du ein zuverlässiges Farbsehvermögen, um farbcodierte Kabel und Leitungen eindeutig zu erkennen. Insgesamt hält sich die körperliche Belastung in Grenzen, wird aber durch Schutzausrüstung und Hebe­hilfen unterstützt.

Wie sind die Berufsaussichten als Industriemeister/in Flugzeugbau?

Die Berufsaussichten als Industriemeister/in Flugzeugbau/Luftfahrttechnik sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind für Unternehmen schwer zu besetzen und Bewerber/innen haben einen Vorteil. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Positionen frei werden. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, was das Stellenangebot langfristig etwas eintrübt.

Welche digitalen Skills braucht man als Industriemeister/in Flugzeugbau?

Digitale Kompetenz ist Pflicht: Du solltest 3-D-Laserscanning anwenden, Auto-ID-Systeme für das Bauteiltracking nutzen und Apps zur Prozessüberwachung bedienen können. Augmented-Reality-Datenbrillen helfen dir bei Wartungsaufträgen, und Cobots unterstützen die automatisierte Montage. Wer diese Tools beherrscht, beschleunigt Abläufe und reduziert Fehlerquoten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Industriemeister/in Flugzeugbau?

Du wechselst häufig zwischen Büro, Werkhalle und Rollfeld und trägst dabei Verantwortung für dein Team. Präzisions- und Feinarbeiten stehen ebenso auf dem Plan wie Bildschirmarbeit, häufig in Schutzkleidung und teils im Schichtsystem. Internationale Montageeinsätze können längere Dienstreisen und Abwesenheiten vom Wohnort mit sich bringen.

Womit arbeitet man als Industriemeister/in Flugzeugbau?

Zum Alltag gehören Leichtmetallbauteile, Kunststoffe und Maschinen wie CNC-Fräsen, Nietroboter oder Lasersysteme. Du nutzt Hydraulik- und Pneumatikprüfstände, Multimeter sowie digitale Unterlagen wie Konstruktionszeichnungen, Stücklisten und Kalkulationssoftware. PC, Internetzugang und Telefon runden die Büroausstattung ab.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Industriemeister/in Flugzeugbau?

Beliebte Aufbaukurse vertiefen Themen wie Hydraulik, Pneumatik, hybride Steuerungstechnik oder NC-/CNC-Technik. Außerdem kannst du dich in Luft- und Raumfahrttechnik, Mechatronik oder modernen Schweiß- und Fügeverfahren spezialisieren, um komplexere Projekte zu übernehmen oder dein Team fachlich anzuleiten.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Industriemeister/in Flugzeugbau?

Mit zusätzlicher Praxis kannst du dich zum/zur Technischen Betriebswirt/in weiterqualifizieren und damit ins mittlere Management aufrücken. Eine Spezialisierung als Prüfer/in von Luftfahrtgerät (Certifying Staff) oder der Schritt zum/zur Internationalen Meister/in eröffnet dir verantwortungsvolle Freigabe- und Qualitätsfunktionen. Außerdem steht dir der Weg zu einem Bachelorstudium, etwa in Luft- und Raumfahrttechnik oder Industriebetriebswirtschaft, offen, um in Entwicklung oder Unternehmensführung aufzusteigen.

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