Fluglotse/Fluglotsin
Auch bekannt als: Flugverkehrslotse/Flugverkehrslotsin · Ingenieur/Ingenieurin (Fachschule) für Flugsicherung · Air traffic controller (m/f)
Über den Beruf
Fluglotsen und Fluglotsinnen überwachen per Radar und Sprechfunk alle Flugbewegungen in ihrem zugeteilten Luftraum, regeln Abstände und weisen Steig-, Sink- oder Ausweichrouten an. Sie erteilen Start- und Landefreigaben, geben Kursänderungen durch und leiten Piloten bei Gewitter, Turbulenzen oder Technikproblemen sicher weiter. Ständig vergleichen sie aktuelle Flugpläne mit Echtzeit-Daten, stimmen sich mit Nachbarsektoren, Wetterdienst und Flughafengesellschaften ab und protokollieren besondere Vorkommnisse. Moderne Systeme wie vernetzte Flugplanung, Simulationstraining oder die Überwachung unbemannter Drohnen unterstützen ihre Entscheidungen im Sekundentakt. Tritt ein Funk- oder Triebwerksausfall auf, wählen sie sofort alternative Verfahren und informieren Rettungs- und Sicherheitsstellen. Gleichzeitig achten sie strikt auf internationale Luftfahrtnormen und Luftrecht. Mit schnellen Analysen und klaren Anweisungen sichern sie jeden Tag das Leben tausender Passagiere.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen8
- Allgemeine Hochschulreife
- Mindestalter 18 Jahre
- Höchstalter 24 Jahre
- Gute Englischkenntnisse
- Nachweis der medizinischen Tauglichkeit
- Nachweis der geistigen und psychologischen Eignung
- Bei regelmäßigem Aufenthalt in nicht allgemein zugänglichen Bereichen des Flugplatzgeländes: Bestätigung der Zuverlässigkeit durch die Luftsicherheitsbehörde
- Bei sicherheitsempfindlichen Tätigkeiten: Sicherheitsüberprüfung
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Fluglotse/Fluglotsin?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 119.148 € und 143.028 € pro Jahr. Zuschläge für Schichtdienst oder besondere Verantwortungsbereiche können das Einkommen zusätzlich erhöhen.
Wie lange dauert die Ausbildung zur Fluglotse/Fluglotsin?
Die Ausbildung dauert in Vollzeit zwei bis drei Jahre. Verkürzungen sind nicht vorgesehen, weil alle Lotsen dieselben hohen Sicherheitsstandards erfüllen müssen.
Welche Schulfächer sind wichtig für Fluglotsen?
Technik, Mathematik und Englisch. Gute Englischkenntnisse benötigst du für den internationalen Funkverkehr, Technik und Mathe erleichtern dir den Umgang mit Radar- und Computersystemen.
Ist der Beruf als Fluglotse körperlich anstrengend?
Der Beruf stellt hohe Anforderungen an Sehschärfe, Farb- und Dämmerungssehen sowie räumliches Wahrnehmungsvermögen. Außerdem müssen Arme und Hände uneingeschränkt einsatzfähig sein, um Radar- und Funkanlagen präzise zu bedienen.
Wie sind die Berufsaussichten als Fluglotse?
Die Berufsaussichten als Fluglotse/Fluglotsin sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch Stellen frei werden. Langfristig wird es für Arbeitgeber schwieriger, Fachkräfte zu finden – das senkt die Konkurrenz unter Bewerber/innen. Aktuell ist der Fachkräftemangel allerdings noch gering und offene Stellen werden meist schnell besetzt.
Welche digitalen Skills braucht man als Fluglotse?
Wichtig sind sichere Kenntnisse in vernetzter Flugplanung, der Überwachung autonomer Transportsysteme und Drohnentechnik. Du solltest außerdem mit virtuellen Trainingssimulationen umgehen und Informationen über Wearables wie Datenbrillen auswerten können.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Fluglotse?
Du agierst in enger Teamarbeit, musst dabei strenge nationale und internationale Luftfahrtrichtlinien einhalten und trägst eine hohe Verantwortung für Menschenleben und Sachwerte.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Fluglotsen?
Du kannst dich beispielsweise in Luftsicherheit, Geowissenschaften oder Geoinformationssystemen spezialisieren. Weitere Optionen sind Schulungen zu Datenbankprogrammen, Europarecht und internationalem Recht oder der Ausbau deiner englischen Fachsprachenkenntnisse.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Fluglotsen?
Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich vor allem über ein Studium. Ein Bachelor- o Auch ein Studium der Luft- und Raumfahrttechnik eröffnet Wege in planende oder entwickelnde Aufgaben, z.B. bei der Optimierung von Flugsicherungsanlagen.
