Fluggerätelektroniker/Fluggerätelektronikerin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Fluggerätelektroniker/Fluggerätelektronikerin

Auch bekannt als: Avioniker/in · Fluggerätelektriker/in · Aircraft electronics technician (m/f)

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Werkstätten · in Wartungshallen · in Flugzeugen · im Freien
Dauer3,5 Jahre
Ausbildungsplätze12

Über den Beruf

Fluggerätelektroniker/innen installieren und warten die gesamte Bordelektronik von Verkehrsflugzeugen, Militärjets oder Hubschraubern. Sie verlegen Steuer-, Signal- und Datenleitungen, fügen Navigations-, Kommunikations- sowie Mess-, Steuer- und Regelungstechnik zu funktionsfähigen Systemen zusammen und nehmen diese in Betrieb. Mit Multimetern, Oszilloskopen und Diagnosesoftware prüfen sie Spannungen, Ströme und Datensignale, lokalisieren Störungen in Antriebs- oder Übertragungstechnik, kalibrieren Sensoren und laden aktualisierte Firmware auf Embedded-Systeme. Defekte Baugruppen werden ausgebaut, Ersatzteile eingebaut, Parameter neu eingestellt. Jede Handlung dokumentieren sie nach internationalen Luftfahrtnormen, stimmen sich mit Mechanikern und Ingenieuren ab und halten enge Zeitfenster ein. Wer eine CAT-A-Lizenz besitzt, darf nach der Endkontrolle sogar die technische Freigabe für das gesamte Fluggerät erteilen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3,5 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Fluggerätelektroniker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.208 € brutto im Monat. Mit wachsender Erfahrung kannst du zwischen 3.517 € und 5.244 € verdienen.

Wie lange dauert die Ausbildung zur/m Fluggerätelektroniker/in?

Die duale Ausbildung dauert 3,5 Jahre. Sie findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt.

Welche Schulfächer sind wichtig für Fluggerätelektroniker/innen?

Gute Kenntnisse in Mathematik, Physik, Werken/Technik, Englisch und Informatik erhöhen deine Chancen auf einen Ausbildungsplatz.

Ist der Beruf als Fluggerätelektroniker/in körperlich anstrengend?

Ja, er erfordert körperliche Fitness. Du arbeitest oft in unbequemen Haltungen, musst schwindelfrei sein, Leitern oder Hebebühnen nutzen und farblich gekennzeichnete Kabel sicher unterscheiden können.

Wie sind die Berufsaussichten als Fluggerätelektroniker/in?

Die Berufsaussichten sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen lassen sich schwer besetzen, was deine Chancen verbessert. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, und viele Altersabgänge schaffen zusätzliche Vakanzen. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040 leicht, sodass das Jobangebot insgesamt etwas zurückgehen kann.

Welche digitalen Skills braucht man als Fluggerätelektroniker/in?

Gefragt sind Kenntnisse im Umgang mit Echtzeitdatensystemen und Maschinendatenerfassung, um Wartungsprozesse zu optimieren. Erfahrung mit Embedded Systems, Aktorik, 3-D-Druck oder Augmented-Reality-Tools hilft dir bei Installation, Diagnose und Reparatur moderner Bordelektronik.

Womit arbeitet man als Fluggerätelektroniker/in?

Du hast es mit unterschiedlichsten Luftfahrzeugen zu tun – vom Hubschrauber bis zur Passagiermaschine. Dafür nutzt du Bauteile wie Leiterplatten, Aktuatoren und Steuer-, Signal- und Datenleitungen sowie Prüfgeräte wie Multimeter oder Oszilloskope.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Fluggerätelektroniker/in?

Fachkurse zu Themen wie Luft- und Raumfahrttechnik, Informations- und Kommunikationstechnik oder elektrische Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik vertiefen dein Wissen. Auch Lehrgänge zu Normen, Sicherheits- und Prüfbestimmungen in elektrischen Anlagen oder zur Wartung und Instandhaltung halten dich auf dem neuesten Stand.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Fluggerätelektroniker/in?

Ein nächster Schritt ist der Abschluss als Industriemeister/in Flugzeugbau / Luftfahrttechnik (Bachelor Professional in Luftfahrttechnik). Alternativ kannst du dich zur/m staatlich geprüften Techniker/in Elektrotechnik (Bachelor Professional in Technik) weiterqualifizieren. Darüber hinaus öffnen ein Bachelor- oder Masterstudium in Luft- und Raumfahrttechnik oder Elektrotechnik den Weg zu Entwicklungs- oder Führungsaufgaben.

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