Geprüfter Fertigungsplaner/Geprüfte Fertigungsplanerin im Tischlerhandwerk – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Geprüfter Fertigungsplaner/Geprüfte Fertigungsplanerin im Tischlerhandwerk

Auch bekannt als: Fertigungsplaner/in - Schreinerhandwerk · Fertigungssteuerer/-steuerin (Tischlerhandwerk) · Production planner (m/f) in joinery

BerufsfeldHandwerk & Fertigung
Arbeitsortein Büroräumen · in Werkstätten und Werkhallen · im Materiallager · beim Kunden · im Homeoffice bzw. mobil
DauerUnterschiedlich
Offene Stellen80

Über den Beruf

Fertigungsplaner und Fertigungsplanerinnen im Tischlerhandwerk organisieren die Herstellung von Möbeln, Türen, Böden sowie kompletten Messe-, Laden- oder Büroeinrichtungen aus Holz. Sie legen Fertigungswege fest, koordinieren Personal, Maschinen und Termine und kalkulieren Angebote. Mit CAD-Programmen erstellen sie detaillierte Fertigungsunterlagen, während ERP- und Warehouse-Management-Systeme helfen, Lagerbestände zu überwachen und Material rechtzeitig nachzubestellen. Sie bestimmen Fertigungszeiten, überwachen die Einhaltung von Qualitätsstandards und nehmen fertige Werkstücke ab. Anschließend bereiten sie die Produkte für Auslieferung oder Montage vor. Häufig leiten sie Teams an, teilen Aufgaben zu und weisen neue Mitarbeitende ein. Digitale Tools wie AR-Anwendungen unterstützen dabei, Kundinnen und Kunden geplante Objekte realitätsnah zu präsentieren. Jede Entscheidung zielt darauf, einen reibungslosen, wirtschaftlichen Produktionsablauf sicherzustellen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf
AusbildungsartWeiterbildungsprüfung nach bundesweit einheitlicher Regelung.
DauerUnterschiedlich
Zugangsvoraussetzungen3
  • I.d.R. Abschlussprüfung als Tischler/in
  • Oder Abschlussprüfung in einem anderen anerkannten holzbe- oder -verarbeitenden Beruf + mind. 1 Jahr Berufspraxis in Materialdisposition und Arbeitsvorbereitung
  • Zusätzlich mind. 1 Jahr einschlägige Berufspraxis

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Fertigungsplaner/in im Tischlerhandwerk?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.011 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.435 € und 4.806 €. Betriebsgröße, Tarifbindung und Führungsverantwortung können das Einkommen zusätzlich nach oben oder unten verschieben.

Wie lange dauert die Weiterbildung zur/zum Fertigungsplaner/in im Tischlerhandwerk?

Die Weiterbildung ist nicht bundeseinheitlich geregelt und variiert stark. Vollzeitlehrgänge dauern meist einige Monate bis rund ein Jahr, während Teilzeitmodelle sich oft über 12 bis 24 Monate erstrecken.

Ist der Beruf als Fertigungsplaner/in im Tischlerhandwerk körperlich anstrengend?

Die Tätigkeit selbst ist überwiegend organisatorisch, kann aber mit Aufenthalten in staubigen Werkhallen verbunden sein. Gesunde Atemwege sind wichtig, da Holzstaub deine Lungen belasten kann – Atemschutz und Absauganlagen gehören daher zum Pflichtprogramm.

Wie sind die Berufsaussichten als Fertigungsplaner/in im Tischlerhandwerk?

Die Berufsaussichten als Fertigungsplaner/in im Tischlerhandwerk sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen lassen sich schwer besetzen, was deine Chancen erhöht. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Betriebe länger nach geeigneten Kräften suchen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040 leicht, sodass das Stellenangebot langfristig etwas zurückgehen könnte.

Welche digitalen Skills braucht man als Fertigungsplaner/in im Tischlerhandwerk?

Digitale Kompetenz spielt in der Fertigungsplanung eine Schlüsselrolle. Du solltest Apps zur Maschinen- und Prozessüberwachung beherrschen, mit Dokumentenmanagementsystemen Kalkulationen und Personaleinsatzpläne verwalten und Aufträge in einem ERP-System terminlich steuern können. Zusätzlich sind Lagerverwaltungssoftware (WMS) und Augmented-Reality-Anwendungen für Kundenpräsentationen hilfreiche Werkzeuge.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Fertigungsplaner/in im Tischlerhandwerk?

Der Arbeitsalltag wechselt zwischen Bildschirmarbeit im Büro und kurzen Wegen in Werkstatt oder Produktionshalle, wo Maschinenlärm und Holzstaub auftreten. Schutzkleidung ist deshalb ebenso Pflicht wie ein sorgfältiger Umgang mit wertvollen Materialien und Werkzeugen. Gleichzeitig trägst du Personalverantwortung und musst Termin- sowie Qualitätsdruck souverän managen.

Kann man sich als Fertigungsplaner/in im Tischlerhandwerk selbständig machen?

Ja, bei Eintragung in die Handwerksrolle kannst du einen eigenen Tischlereibetrieb führen. Dafür brauchst du neben der fachlichen Qualifikation ausreichend Kapital und einen Betriebssitz, der die Anforderungen der Handwerksordnung erfüllt.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Fertigungsplaner/innen im Tischlerhandwerk?

Um fachlich up to date zu bleiben, lohnen sich Kurse zu Holzkunde, Möbel- und Treppenbau oder moderner NC/CNC-Technik. Auch Seminare über Produktionssteuerung, Kalkulation oder Qualitätsmanagement können deine Karrierechancen verbessern.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Fertigungsplaner/in im Tischlerhandwerk?

Nach der geprüften Weiterbildung kannst du dich beispielsweise zum/zur Tischlermeister/in (Bachelor Professional) qualifizieren und einen eigenen Betrieb leiten. Eine weitere Option ist die Technikerschule Holztechnik – etwa mit Schwerpunkt Möbelbau und Raumgestaltung. Wer lieber studieren möchte, kann mit einem Bachelor in Holztechnik den Sprung in Projektleitung oder Entwicklung schaffen.

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