Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik
Auch bekannt als: Road and traffic technology specialist (m/f)
Über den Beruf
Fachkräfte für Straßen- und Verkehrstechnik vermessen geplante Trassen, erstellen präzise Lage- und Höhenpläne und setzen sie in CAD-Zeichnungen für Straßen, Rad- und Gehwege, Brücken oder Tunnel um. Sie berechnen Erd- und Baustoffmengen, kalkulieren Kosten und fassen alles in Leistungsverzeichnissen zusammen. Auf dieser Basis bereiten sie Ausschreibungen vor, unterstützen die Vergabe und kontrollieren Abrechnungen sowie Baufortschritt. Verkehrszählungen und Daten aus Straßeninformationssystemen werten sie aus, um Ausbau- und Sicherheitsmaßnahmen abzuleiten und Markierungen, Beschilderungen oder Lichtsignalanlagen zu planen. Für den laufenden Betrieb erstellen sie Einsatzpläne für Winterdienst, Grünpflege, Reinigung und Instandhaltung und koordinieren externe Dienstleister. So bleibt das Straßennetz funktionsfähig und verkehrssicher.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 39.816 € und 45.420 € pro Jahr. Je nach Tarifgebiet, Arbeitgeber (z. B. öffentlicher Dienst oder privates Ingenieurbüro) und Berufserfahrung kann dein tatsächliches Einkommen am unteren oder oberen Rand dieser Spanne liegen.
Wie lange dauert die Ausbildung zur Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik?
Die duale Ausbildung dauert regulär 3 Jahre. Bei sehr guten Leistungen oder einschlägiger Vorbildung kannst du sie in Absprache mit Betrieb und Berufsschule verkürzen.
Welche Schulfächer sind wichtig für Fachkräfte für Straßen- und Verkehrstechnik?
Werken/Technik, Physik, Mathematik und Deutsch sind besonders hilfreich. Damit fällt es dir leichter, Entwurfsunterlagen zu erstellen, Längen- und Volumenberechnungen durchzuführen und Berichte oder Ausschreibungen fehlerfrei zu verfassen.
Ist der Beruf als Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik körperlich anstrengend?
Der Beruf erfordert eine robuste Gesundheit und gute Bewegungskoordination, weil du bei Vermessungen oder Baustellenbegehungen viel im Gelände unterwegs bist. Außerdem brauchst du ein ausgeprägtes räumliches Sehvermögen, um Höhenunterschiede mit Nivellier- oder Lasermessgeräten exakt zu erfassen.
Wie sind die Berufsaussichten als Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik?
Die Berufsaussichten als Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Zudem sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, und viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik?
Digitale Kompetenz ist Pflicht: Du arbeitest mit 3-D-Laserscanning, Drohnenaufnahmen, Geoinformationssystemen und Apps fürs mobile Aufmaß. Auch der Umgang mit digitalen Karten, Open-Data-Quellen oder Narrow-Band-IoT zur Auswertung von Verkehrs- und Bestandsdaten gehört zum Alltag.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik?
Du wechselst zwischen Büro, Baustelle und Außeneinsatz. Häufige Bildschirmarbeit, das Tragen von Schutzkleidung sowie Arbeiten bei Hitze, Kälte oder Nässe gehören ebenso dazu wie die strikte Einhaltung von Bau-, Verkehrs- und Umweltschutzvorschriften.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik?
Fachspezifische Kurse in Straßenbau, Vermessungstechnik, CAD, technischem Zeichnen oder Bauprojektmanagement halten dein Wissen aktuell. Solche Weiterbildungen qualifizieren dich zum Beispiel für Aufgaben in der Baukostenkalkulation oder in der Vermessungsleitung.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik?
Über eine Aufstiegsfortbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik (Tiefbau) oder Verkehrstechnik (Verkehrsmanagement) kannst du Führungsaufgaben übernehmen. Ein Bachelor- oder Masterstudium in Verkehrsingenieurwesen, Bauingenieurwesen, Stadt- und Regionalplanung oder Infrastrukturmanagement eröffnet dir zudem Karrierewege in Planungsbüros oder öffentlichen Verwaltungen.
