Entroster/Entrosterin
Auch bekannt als: Sandstrahler/in
Über den Beruf
Entroster und Entrosterinnen befreien Metallkonstruktionen von Rost, Schmutz und alten Lackschichten. Sie wählen geeignete Strahlgeräte, richten sie ein und bauen Gerüste oder Hubarbeitsbühnen auf, um auch schwer zugängliche Stellen zu erreichen. Nicht zu bearbeitende Flächen decken sie mit Folien ab. Anschließend entfernen sie Korrosion durch Sand-, Kugel- oder Glasperlenstrahlen oder schleifen die Oberfläche glatt. Ist das Metall sauber, tragen sie mit Pinsel, Rolle oder Airless-Sprühgerät neue Beschichtungen auf, messen die Schichtdicke und prüfen die Haftung. Regelmäßige Qualitätskontrollen und das Reinigen sowie Warten von Düsen, Kompressoren und Schleifwerkzeugen gehören ebenfalls dazu. Ihre Arbeit sorgt dafür, dass Brückenbauteile, Funkmasten und Rohrleitungen dauerhaft gegen Witterung und Chemikalien geschützt bleiben.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Zugang ist kein festgelegter Bildungsweg vorgeschrieben. Vorteilhaft ist jedoch eine Ausbildung im Maler- und Lackierergewerbe, insbesondere in der Fachrichtung Bauten- und Korrosionsschutz.
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Entroster/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.211 € brutto im Monat. Mit steigender Erfahrung und je nach Region kannst du zwischen 2.843 € und 3.536 € verdienen.
Wie sind die Berufsaussichten als Entroster/in?
Die Berufsaussichten als Entroster/in sind ausgeglichen. Aktuell herrscht hoher Fachkräftemangel, Stellen sind also schwer zu besetzen und damit vorteilhaft für dich als Bewerber/in. Viele Altersabgänge werden erwartet, sodass zusätzliche Positionen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, was das Wachstum des Arbeitsmarkts bremst.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Entroster/in?
Entroster/innen arbeiten oft auf Baustellen oder in Werkhallen unter wechselnden Witterungs- und Temperaturbedingungen. Du trägst durchgehend Schutzanzug, Handschuhe, Helm, Atemmaske und Gehörschutz, weil Staub, Lösemitteldämpfe und starker Lärm auftreten. Häufig musst du dabei auf Gerüste oder Hubarbeitsbühnen steigen, was Arbeiten in größeren Höhen mit Absturzrisiko mit sich bringt.
Womit arbeitet man als Entroster/in?
Zum Entrosten kommen Strahlgeräte wie Sand-, Kugel- oder Glasperlenstrahler sowie Airless-Sprühgeräte zum Einsatz. Ergänzend nutzt du Schleifgeräte, Entrostungshämmer, Bürsten und Spachtel, um Oberflächen vorzubereiten. Gerüste, Arbeits- und Hubbühnen, Planen und Abdeckfolien sichern den Arbeitsbereich, während Arbeitsaufträge und Sicherheitsvorschriften als Unterlagen dienen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Entroster/in?
Für Entroster/innen bietet sich ein breites Spektrum an Weiterbildungen an, etwa im Korrosionsschutz oder in der Beschichtungstechnik. Du kannst dich auch in Maler- und Lackiererei, Stahl- und Metallbau, Schlosserei, Bauschadensanierung oder in Themen wie Isolierung und Dämmung spezialisieren. Solche Kurse vertiefen dein Fachwissen und erhöhen deine Einsatzmöglichkeiten.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Entroster/in?
Mit Berufserfahrung kannst du in höher qualifizierte Rollen wechseln, zum Beispiel als Maler/in und Lackierer/in im Bauten- und Korrosionsschutz. Eine weitere Option ist der Abschluss als Maler- und Lackierermeister/in beziehungsweise Bachelor Professional im Maler- und Lackierer-Handwerk. Auch eine Aufstiegsfortbildung zum/zur Techniker/in für Korrosionsschutztechnik (Bachelor Professional in Technik) eröffnet Leitungs- oder Projektverantwortung.
