Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Korrosionsschutztechnik/Bachelor Professional in Technik
Auch bekannt als: Korrosionsschützer/in
Über den Beruf
Korrosionsschützer/innen analysieren Rost- und Betonabplatzungen an Industrieanlagen, Rohrleitungen oder Brücken. Sie untersuchen Werkstoffe, Umgebungseinflüsse und Konstruktionsfehler, um die Ursache des Schadens exakt zu bestimmen. Auf dieser Basis erstellen sie Sanierungskonzepte, wählen Beschichtungssysteme, Verzinkungen oder Betoninstandsetzungen und kalkulieren den Material- sowie Personalbedarf. Sie planen Gerüste, koordinieren Sandstrahl- und Beschichtungsarbeiten und dokumentieren jeden Schritt im digitalen Baustellentagebuch. Während der Ausführung überwachen sie Schichtdicken, Haftung und Arbeitsqualität, veranlassen Nachbesserungen und nehmen die fertige Schutzschicht ab. Oft beraten sie Auftraggebende direkt vor Ort, erstellen Angebote und rechnen Projekte ab. In Laboren führen sie auch Korrosionsversuche durch, nutzen 3-D-Scans und Predictive-Analytics-Modelle, um die Lebensdauer neuer Werkstoffe vorauszuberechnen. So verlängern sie die Nutzungsdauer hochbelasteter Bauwerke.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen3
- I.d.R. einschlägiger anerkannter Ausbildungsberuf
- Zusätzlich Berufspraxis
- Hauptschulabschluss oder gleichwertiger Abschluss
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Korrosionsschützer/in?
Das Gehalt liegt typischerweise 4.469 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.258 € und 5.811 €. Zusatzvergütungen sind möglich, wenn du etwa große Projekte leitest oder Vertriebsaufgaben übernimmst.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Korrosionsschützer/in?
Die Fachschul-Weiterbildung dauert je nach Unterrichtsform 2 bis 4 Jahre. Vollzeit-Lehrgänge enden meist nach zwei Jahren, während du in berufsbegleitender Teilzeit rund drei bis vier Jahre einplanen musst.
Ist der Beruf als Korrosionsschützer/in körperlich anstrengend?
Der Job erfordert eine gute körperliche Verfassung. Du brauchst kräftige Arme und Hände für Schleif- und Beschichtungsarbeiten, solltest schwindelfrei sein, weil Einsätze auf hohen Gerüsten vorkommen, und profitierst von sicherem räumlichem Sehvermögen für das Lesen von Zeichnungen.
Wie sind die Berufsaussichten als Korrosionsschützer/in?
Die Berufsaussichten als Korrosionsschützer/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen bleiben länger unbesetzt, was deine Chancen verbessert. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Viele Altersabgänge schaffen zusätzliche Stellen. Gleichzeitig schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040 leicht, sodass das Angebot langfristig etwas zurückgehen kann.
Welche digitalen Skills braucht man als Korrosionsschützer/in?
Digitale Technik gehört zum Alltag: Du arbeitest mit 3-D-Laserscannern, prüfst neue Beschichtungen per 3-D-Simulation und analysierst Messdaten im Laborinformationssystem. Predictive Analytics, smarte Werkstoffe, Cobots und digitale Dokumentenmanagement-Systeme erweitern deinen Werkzeugkasten.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Korrosionsschützer/in?
Dein Arbeitsplatz wechselt zwischen Büro, Baustelle und Labor. Du trägst Schutzhelm, Handschuhe und Sicherheitsschuhe, arbeitest bei Hitze, Kälte oder Nässe im Freien und trägst Verantwortung für die Sicherheit deines Teams. Handarbeit mit Pinseln und Spritzpistolen wechselt sich dabei mit dem Einsatz von Maschinen und Messgeräten ab.
Kann man sich als Korrosionsschützer/in selbständig machen?
Ja, das ist möglich. Viele Fachleute gründen einen eigenen Dienstleistungs- oder Handwerksbetrieb, etwa für Betonsanierung oder Beschichtungstechnik, oder übernehmen einen bestehenden Betrieb.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Korrosionsschützer/innen?
Du kannst dein Wissen durch Lehrgänge in Korrosionsschutz, Galvanik oder Oberflächenbehandlung vertiefen. Kurse in Maler- und Lackierverfahren, Beschichtungstechnik oder Werkstofftechnik halten dein Know-how aktuell und erschließen neue Aufgabenfelder.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Korrosionsschützer/in?
Ein logischer nächster Schritt ist die Prüfung zum/zur Technischen Betriebswirt/in, mit der du Management- und Führungsaufgaben übernehmen kannst. Außerdem eröffnet dir der Techniker-Abschluss den Zugang zu einem Bachelorstudium in Werkstoff- oder Materialwissenschaft, das Karrierewege in Entwicklung oder Forschung ermöglicht.
