Elektroschweißer/Elektroschweißerin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Elektroschweißer/Elektroschweißerin

Auch bekannt als: E-Handschweißer/in

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Werk- und Fabrikhallen · auf Baustellen (Endmontage)
Offene Stellen115

Über den Beruf

Elektroschweißer und Elektroschweißerinnen verschweißen Metallkonstruktionen, Rohrleitungen oder Behälter mithilfe eines elektrischen Lichtbogens. Sie lesen isometrische Zeichnungen sowie Schweiß- und Montagepläne, planen danach den Arbeitsablauf und stellen Bleche, Rohrformstücke und passende Elektroden zusammen. Bevor der Lichtbogen brennt, säubern sie Fugen, richten die Teile nach Maß und Winkeligkeit aus und fixieren sie. Dann wählen sie Stromstärke, Elektrodenart und gegebenenfalls einen Schweißroboter, um durchgängige Nähte in jeder Lage zu ziehen – manchmal auf Hebebühnen in mehreren Metern Höhe. Anschließend prüfen sie jede Verbindung visuell oder mit Messgeräten, entfernen Schlacke und bessern Fehlstellen aus. Abschließend dokumentieren sie Ergebnisse und begleiten die Abnahme durch Prüffachleute.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Oft wird für den Zugang eine Ausbildung im Metallbereich oder in der Schweißtechnik vorausgesetzt.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Elektroschweißer/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.697 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Branche und Region kannst du zwischen 3.079 € und 4.430 € verdienen.

Wie sind die Berufsaussichten als Elektroschweißer/in?

Die Berufsaussichten als Elektroschweißer/in sind gut. Aktuell herrscht ein hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen steigert. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, und viele Altersabgänge werden erwartet, sodass zusätzliche Jobs frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung insgesamt bis 2040, weshalb ein Teil der Stellen wegfallen könnte.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Elektroschweißer/in?

Elektroschweißer/innen arbeiten häufig in Werkhallen oder auf Baustellen und tragen dabei schwer entflammbare Schutzkleidung sowie Schweißhelme. Je nach Einsatzort bist du Hitze, Funkenflug, Rauchgasen und teils starkem Lärm ausgesetzt. Bei Montageeinsätzen kann die Arbeit im Freien, in größeren Höhen oder bei Kälte und Nässe stattfinden. Handarbeit und der Umgang mit Schweißgeräten gehören ebenso zum Alltag wie das Einspannen und Montieren schwerer Bauteile.

Womit arbeitet man als Elektroschweißer/in?

Zum Werkzeugkoffer eines Elektroschweißer/in gehören vor allem Schweißbrenner, Elektroden und oft auch programmierbare Schweißroboter. Du hantierst mit Schutzgasflaschen, Hebezeugen und bearbeitest Bauteile wie Rohrleitungen oder Stahlkonstruktionen. Für Planung und Dokumentation nutzt du Schweiß- und Montagepläne, Konstruktionszeichnungen sowie CAD-Programme und Qualitätsrichtlinien. Diese Kombination aus schwerem Gerät und digitaler Unterlage sorgt für saubere und normgerechte Nähte.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Elektroschweißer/in?

Nach der Grundqualifikation kannst du DVS-Lehrgänge für Lichtbogen- und Elektrodenhandschweißen der Stufen E1 bis E6 belegen, um neue Werkstoffe oder Positionen zertifiziert zu schweißen. Zusätzlich gibt es Sonderschulungen nach DIN EN 287-1/EN ISO sowie Kombikurse, in denen mehrere Schweiß- und Lötverfahren trainiert werden. Auch allgemeine Lehrgänge zur Metallbe- und -verarbeitung helfen dir, dein Profil zu erweitern und anspruchsvollere Aufträge zu übernehmen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Elektroschweißer/in?

Mit Berufserfahrung kannst du zur Aufsichtsebene wechseln, etwa als Schweißwerkmeister/in oder Schweißfachmann/-frau, wo du Teams leitest und Prüfungen betreust. Eine Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in Metall öffnet dir zusätzlich Managementaufgaben in der Produktion. Wenn du das Know-how gerne weitergibst, qualifizierst du dich als Schweißlehrer/in. Wer noch höher hinaus will, kann ein Studium im Maschinenbau oder in der Versorgungstechnik anschließen.

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