Biowissenschaftler/Biowissenschaftlerin
Auch bekannt als: Bioscientist (m/f)
Über den Beruf
Biowissenschaftler/innen erforschen biologische Prozesse von der Molekülebene bis zum gesamten Ökosystem. Im Labor planen und führen sie Versuchsreihen durch, analysieren Zellen, Mikroorganismen oder Gewebe mit Methoden wie Genanalyse oder Spektrometrie und werten die Daten digital aus. Ihre Erkenntnisse nutzen sie, um neue Wirkstoffe, Diagnostika oder biotechnologische Verfahren zu entwickeln, vorhandene Medikamente zu verbessern oder Herstellprozesse in den Technikumsmaßstab zu übertragen. Dabei dokumentieren sie jeden Schritt, überwachen Qualitäts- und Umweltstandards und erstellen Berichte für Fachpublikationen sowie Behörden. In pharmazeutischen Projekten begleiten sie die Zulassung, pflegen den Austausch zwischen Forschung, Produktion und Kliniken und informieren Ärztinnen und Ärzte über neue Präparate. Manche konzipieren zudem mikrobiologische Verfahren, die Schadstoffe in Böden oder Gewässern abbauen. Durch Lehre und Betreuung wissenschaftlicher Arbeiten geben sie ihr Wissen an Studierende weiter.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Einstieg wird i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium in der Biowissenschaft oder Biologie verlangt. Für Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben ist meist ein Masterstudium erforderlich. In Wissenschaft und Forschung wird häufig eine Promotion, je nach fachlicher Ausrichtung mit entsprechendem Zusatz, z.B. Dr. phil., vorausgesetzt; für eine Professur an einer Hochschule kann zudem eine Habilitation notwendig sein.
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Biowissenschaftler/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.737 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 4.411 € und 6.916 € verdienen.
Ist der Beruf als Biowissenschaftler/in körperlich anstrengend?
Der Beruf als Biowissenschaftler/in ist selten körperlich anstrengend, erfordert aber feine motorische Fähigkeiten und intakte Sinnesorgane. Du solltest funktionstüchtige Arme und Hände für das präzise Aufbauen von Versuchsapparaturen haben, Farben sicher unterscheiden können und eine widerstandsfähige Haut sowie gesunde Atemwege mitbringen, da du mit Chemikalien und potenziell allergieauslösenden Stoffen arbeitest.
Wie sind die Berufsaussichten als Biowissenschaftler/in?
Die Berufsaussichten als Biowissenschaftler/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst bis 2040, was zusätzliche Stellen schaffen kann. Gleichzeitig herrscht nur ein geringer Fachkräftemangel – offene Stellen sind meist schnell besetzt, sodass die Konkurrenz hoch ist. Bis 2040 steigt die Konkurrenz unter Bewerbern weiter, weil Arbeitgeber leichter passende Fachkräfte finden. Zudem werden weniger Altersabgänge erwartet als in vielen anderen Berufen.
Welche digitalen Skills braucht man als Biowissenschaftler/in?
Digitale Kompetenzen spielen in den Biowissenschaften eine große Rolle. Du solltest mit Laborinformationssystemen umgehen können, Molekülstrukturen per 3-D-Simulation modellieren und Ergebnisse numerisch auswerten. Auch Tools wie 3-D-Druck für Biomaterialien, Open-Access-Plattformen für Publikationen oder digitale Lehrformate wie MOOCs gehören zum Alltag.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Biowissenschaftler/in?
Die Arbeitsbedingungen sind stark von Labortätigkeiten und Projektverantwortung geprägt. Du arbeitest häufig an Präzisions- und Feinarbeiten, trägst Schutzkleidung, hältst Hygiene- sowie Sicherheitsvorschriften ein und verbringst einen Teil deiner Zeit vor dem Bildschirm, um Daten auszuwerten. Bei Beratungsterminen hast du zusätzlich Kundenkontakt, etwa mit Ärzt/innen oder Forschungseinrichtungen.
Womit arbeitet man als Biowissenschaftler/in?
Biowissenschaftler/innen nutzen eine breite Palette an Laborgeräten und Materialien. Du arbeitest mit Mikroskopen, Zentrifugen, Spektralphotometern und chromatografischen Anlagen, um Proben zu analysieren und Stoffe zu trennen. Chemikalien wie Nährmedien, Säuren oder Desinfektionsmittel gehören ebenso dazu wie Unterlagen für Versuchsdokumentationen und ein PC zur Datenverarbeitung.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Biowissenschaftler/in?
Für Biowissenschaftler/innen gibt es vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten. Du kannst dich z.B. in Biotechnologie, Pharmazie, Umwelt- und Naturschutz oder naturwissenschaftlicher Labortechnik spezialisieren. Auch Kurse in Forschung und Entwicklung oder Pharmatechnik erweitern dein Profil und eröffnen neue Einsatzfelder.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Biowissenschaftler/in?
Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich vor allem über Studiengänge. Mit einem Master oder einer Promotion in Bereichen wie Biowissenschaften, Molekularwissenschaft, Biochemie oder Biotechnologie kannst du Führungsaufgaben in Forschung, Produktion oder Projektmanagement übernehmen. Das erleichtert den Schritt in Leitungspositionen oder die Verantwortung für ganze Forschungsgruppen.
