Biomechanik (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Biomechanik (Bachelor)

Auch bekannt als: Ingenieur/in - Biomechanik

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Büroräumen · in Testlabors · in medizinischen Funktionsräumen · in Werkstätten und Produktionshallen · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-4 Jahre
Studiengänge5

Über den Beruf

Ingenieure und Ingenieurinnen für Biomechanik erfassen menschliche Bewegungen mit Sensoren, analysieren sie am Computer und übersetzen die Daten in Simulationsmodelle. Auf dieser Basis konstruieren sie Endoprothesen, Orthesen, Exoskelette oder Sportgeräte, wählen passende Materialien aus und beurteilen die technische Machbarkeit. Für neue Produkte entwickeln sie Testkonzepte, bauen Prüfvorrichtungen auf, fahren Belastungs- und Sicherheitstests und werten die Messergebnisse statistisch aus. Ihre Ergebnisse dokumentieren sie in verständlichen Berichten für Entwicklerteams, Mediziner oder Kunden. Im Produktionsumfeld planen sie Arbeitsprozesse, überwachen Fertigungsmaschinen und weisen Mitarbeitende in Testroutinen ein. Außerdem wirken sie in der Qualitätssicherung, im Vertrieb oder in der anwendungsnahen Beratung mit und unterstützen Forschungsprojekte etwa zur Optimierung von Gangtherapien oder Servicerobotern.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartFachhochschule
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen2
  • Mind. Fachhochschulreife oder ein als gleichwertig anerkanntes Zeugnis
  • Ggf. Vorpraktikum

Passende Studiengänge5

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Biomechanik-Ingenieur/in?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 54.516 € und 72.108 € pro Jahr. Mit Projekterfahrung, spezialisierten Kenntnissen oder einer Leitungsfunktion kannst du eher am oberen Ende dieser Spanne landen.

Wie lange dauert das Biomechanik-Studium?

Das Bachelorstudium Biomechanik dauert typischerweise 3 bis 4 Jahre. Entscheidest du dich für ein Praxissemester oder eine Auslandsphase, kann sich die Studiendauer um ein zusätzliches Semester verlängern.

Welche Schulfächer sind wichtig für Biomechanik?

Wichtige Schulfächer für das Biomechanik-Studium sind Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Englisch und Informatik. Gute Kenntnisse erleichtern dir Statistiken, Werkstoffrechnungen sowie das Verständnis englischsprachiger Fachliteratur und CAD-Software.

Ist der Beruf als Biomechanik-Ingenieur/in körperlich anstrengend?

Der Beruf als Biomechanik-Ingenieur/in erfordert funktionstüchtige Arme und Hände sowie ein gutes Farb- und räumliches Sehvermögen. Du setzt vor allem Feinmotorik ein, um Sensoren präzise anzubringen oder Konstruktionszeichnungen sicher zu lesen; schwere körperliche Arbeit spielt dabei meist eine untergeordnete Rolle.

Wie sind die Berufsaussichten als Biomechanik-Ingenieur/in?

Die Berufsaussichten als Biomechanik-Ingenieur/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst bis 2040, was zusätzliche Stellen schaffen dürfte. Allerdings ist der Fachkräftemangel aktuell gering – offene Stellen werden oft schnell besetzt, wodurch mehr Konkurrenz entsteht. Zudem steigt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber schneller geeignete Fachkräfte finden. Gleichzeitig werden weniger Altersabgänge erwartet als in anderen Berufen, sodass weniger Stellen durch Ruhestand frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Biomechanik-Ingenieur/in?

Digitale Schlüsselkompetenzen in der Biomechanik sind 3-D- und numerische Simulationen. Du solltest souverän mit 3-D-Modelling-Tools, Dokumentenmanagement- und Laborinformationssystemen umgehen und Sensorik etwa für Exoskelette oder Mikroroboter einbinden können.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Biomechanik-Ingenieur/in?

Die Arbeitsbedingungen in der Biomechanik reichen von Bildschirmarbeit im Büro über praktische Tests im Labor bis hin zu Einsätzen in Werkhallen. Du wechselst zwischen CAD-Entwürfen, handwerklichen Arbeiten an Testaufbauten und dem Anleiten von Kolleg/innen; Kundenkontakt und Verantwortung für Produktsicherheit kommen hinzu.

Kann man sich als Biomechanik-Ingenieur/in selbständig machen?

Eine Selbständigkeit als Biomechanik-Ingenieur/in ist möglich, etwa mit einem eigenen Ingenieurbüro für Beratungs-, Planungs- oder Analysedienstleistungen. Du kannst auch freiberuflich als Gutachter/in oder Sachverständige/r arbeiten; der VDI und ähnliche Verbände bieten dazu Gründungsleitfäden und Netzwerke.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Biomechanik-Ingenieur/in?

Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich nach dem Bachelorstudium vor allem über ein Masterstudium in Biomechanik, Medizinische Technik oder Orthopädie-, Rehatechnik. Damit öffnest du dir Türen zu Projekt- oder Teamleitungen in Entwicklung, Testlabor oder Qualitätssicherung. Eine zusätzliche Qualifikation als REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering verschafft dir Pluspunkte, wenn du Prozesse optimieren oder Fertigungsabteilungen führen willst.

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