Orthopädie-, Rehatechnik (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Orthopädie-, Rehatechnik (Master)

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Büroräumen · in Werkstätten und Produktionshallen · in Verkaufsräumen oder beim Kunden · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil

Über den Beruf

Ingenieure und Ingenieurinnen für Orthopädie- und Rehatechnik entwickeln Prothesen, Orthesen, Rollstühle oder Exoskelette, die Menschen nach Unfällen oder Erkrankungen mehr Bewegungsfreiheit geben. Sie kombinieren mechanische Konstruktion mit medizinischem Wissen, entwerfen digitale 3-D-Modelle, prüfen Passform per Laserscan und fertigen erste Bauteile oft im 3-D-Druck. Anschließend testen sie Prototypen, werten Messdaten aus und optimieren Materialien sowie Bewegungsabläufe. In der Serienfertigung organisieren sie Arbeitsabläufe, kalkulieren Kosten und legen Prüfverfahren fest, um Qualitätsnormen im Gesundheitswesen einzuhalten. Kundinnen und Kunden beraten sie zu Funktionen, Pflege und Kostenerstattung, erstellen Angebote und übernehmen bei Bedarf Reparaturen. Wer in Verwaltung oder Forschung arbeitet, bearbeitet medizin-rechtliche Fragestellungen, dokumentiert technische Daten oder erarbeitet Studien zu smarten Implantaten. Teilweise halten sie Seminare und betreuen Projekte, um neues Know-how in die Praxis zu bringen.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen3
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist im Studienfach Orthopädie-, Rehatechnik
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Orthopädie- und Rehatechniker/in?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 61.236 € und 77.400 € pro Jahr. Mit wachsender Verantwortung, etwa in der Projektleitung oder Qualitätssicherung, kannst du dich dem oberen Ende der Spanne annähern.

Ist der Beruf als Orthopädie- und Rehatechniker/in körperlich anstrengend?

Der Job erfordert vor allem feinmotorische Geschicklichkeit. Funktionstüchtige Arme und Hände sind wichtig, weil du Bauteile millimetergenau greifen, fräsen und anpassen musst.

Wie sind die Berufsaussichten als Orthopädie- und Rehatechniker/in?

Die Berufsaussichten sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen erhöht. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber länger suchen. Einziger Wermutstropfen: Es gibt weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Orthopädie- und Rehatechniker/in?

Digitale Kompetenzen sind unverzichtbar. Du solltest 3-D-Druck, 3-D-Laserscanning und 3-D-Simulation beherrschen, um Hilfsmittel virtuell zu entwerfen und passgenau zu fertigen. Know-how rund um IoT-Plattformen, Dokumentenmanagementsysteme und die Entwicklung intelligenter Implantate oder Exoskelette erleichtert dir den Einstieg in vernetzte Produktionsprozesse. Auch Apps zur Prozessüberwachung zählen immer häufiger zum Arbeitsalltag.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Orthopädie- und Rehatechniker/in?

Die Arbeitsumgebung wechselt zwischen Werkstatt, Labor, Büro und direktem Kundenkontakt. Mal modellierst du Bauteile am Bildschirm, mal bearbeitest du Werkstücke mit Maschinen oder Handwerkzeugen. Dabei trägst du Verantwortung für Patienten, koordinierst Kolleginnen und überprüfst Qualität. Projektbezogen können auch Reise- oder Schichtzeiten anfallen.

Womit arbeitet man als Orthopädie- und Rehatechniker/in?

Du nutzt Materialien wie Gips, Leder, Kunststoffe und Metall, um Prothesen und Orthesen zu formen. Lasergeräte, additive Fertigungsanlagen und CAD-Software helfen beim exakten Zuschneiden und Fertigen. Terminpläne, Kalkulationen sowie PC- und Büroausstattung gehören ebenfalls zum täglichen Werkzeug.

Kann man sich als Orthopädie- und Rehatechniker/in selbständig machen?

Ja, das ist möglich. Viele Fachkräfte gründen oder übernehmen einen eigenen Orthopädie- und Rehatechnikbetrieb, andere bieten Beratungs- oder Servicedienstleistungen für Kliniken und Sanitätshäuser an. Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) stellt Gründern hilfreiche Infos und Netzwerke bereit.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Orthopädie- und Rehatechniker/in?

Du kannst dich in Orthopädietechnik, elektrischer Mess- und Regelungstechnik oder Projektmanagement spezialisieren. Kurse zu CAD, Konstruktion sowie Forschung und Entwicklung eröffnen zusätzliche Einsatzfelder. Solche Angebote kommen von Hochschulen, Branchenverbänden oder Softwareanbietern.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Orthopädie- und Rehatechniker/in?

Für den Karrieresprung bieten sich Zusatzqualifikationen wie die Weiterbildung zum/zur REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering an. Wer in Forschung und Lehre führen möchte, kann promovieren und sich später habilitieren, um Professuren oder Forschungsleitungen zu übernehmen.