Biologiemodellmacher/Biologiemodellmacherin
Auch bekannt als: Biological modeller (m/f)
Über den Beruf
Biologiemodellmacher/innen formen naturgetreue Lehr- und Übungsmodelle für Medizin, Pflege und Biologie. Sie planen die Arbeit anhand von Zeichnungen, Fotos oder 3-D-Scans, wählen passende Gießformen und mischen Kunststoffe nach exakter Rezeptur. Organe, Skelette oder Pflanzenstrukturen gießen, pressen oder drucken sie in Einzelteilen, entgraten Kanten, schleifen Flächen und passen alles millimetergenau an. Dann fügen sie die Teile mit Schrauben, Stecksystemen oder Klebstoffen, prüfen Bewegungsmechanismen und statten komplexe Phantome bei Bedarf mit Sensoren aus. Selbst angerührte Pigmente kommen beim mehrschichtigen Bemalen und Beschriften der Oberflächen zum Einsatz. Abschließend kontrollieren sie jedes Modell, reparieren Schäden und fertigen Ersatzteile. Die fertigen Modelle helfen Medizinstudierenden, Rettungskräften und Lernenden im Biologieunterricht, Abläufe realistisch zu üben und Strukturen besser zu verstehen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Biologiemodellmacher/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.790 € brutto im Monat. Mit wachsender Erfahrung kannst du zwischen 3.125 € und 4.613 € verdienen.
Wie lange dauert die Ausbildung als Biologiemodellmacher/in?
Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Während dieser Zeit lernst du sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule.
Welche Schulfächer sind wichtig für Biologiemodellmacher/innen?
Wichtige Fächer sind Biologie, Kunst, Werken/Technik und Mathematik. Sie helfen dir, naturgetreue Modelle zu gestalten, Materialien fachgerecht zu bearbeiten und maßstabsgetreu zu arbeiten.
Ist der Beruf als Biologiemodellmacher/in körperlich anstrengend?
Ein gewisses Maß an körperlicher Belastung gehört dazu: Du brauchst funktionstüchtige Arme und Hände, ein sicheres Farbsehvermögen sowie widerstandsfähige Haut. Auch gesunde Atemwege sind wichtig, weil du mit Harzen, Klebstoffen und deren Dämpfen arbeitest.
Wie sind die Berufsaussichten als Biologiemodellmacher/in?
Die Berufsaussichten als Biologiemodellmacher/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Ein hoher Fachkräftemangel sorgt dafür, dass offene Stellen häufig lange unbesetzt bleiben. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber länger suchen müssen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Biologiemodellmacher/in?
3-D-Druck und 3-D-Laserscanning gehören heute zum Standard, um präzise Modelle herzustellen oder Vorlagen zu digitalisieren. Du solltest außerdem Color-Reader einsetzen können, um Farbtöne exakt zu bestimmen, und ein Digital-Asset-Management nutzen, um Zeichnungen und Scans effizient zu verwalten.
Kann man sich als Biologiemodellmacher/in selbständig machen?
Ja, eine Selbständigkeit ist möglich, etwa mit einer eigenen Werkstatt oder einem kleinen Herstellungsbetrieb für anatomische Modelle. Damit übernimmst du die komplette Produktionskette vom Entwurf bis zum Vertrieb.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Biologiemodellmacher/in?
Dir stehen zahlreiche Fachkurse offen: Bildhauerei, plastisches Gestalten und Farblehre vertiefen die künstlerische Seite, während Holzkunde, Kunststoff- sowie Metallverarbeitung dein Materialwissen erweitern. Lehrgänge in Biologie oder Bild- und Schriftgestaltung helfen dir, noch komplexere Modelle präzise umzusetzen.
