Biologielaborant/Biologielaborantin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Biologielaborant/Biologielaborantin

Auch bekannt als: Laborant/in - Biologie · Labortechniker/in - Biochemie und Biotechnologie · Biological laboratory technician (m/f)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Labors · in Büroräumen
Dauer3,5 Jahre
Ausbildungsplätze26

Über den Beruf

Biologielaborant/innen untersuchen Tiere, Pflanzen, Mikroorganismen und Zellkulturen. Sie isolieren Zellen, züchten Bakterien oder Viren auf Nährböden und bestimmen deren Eigenschaften unter dem Licht- oder Elektronenmikroskop. Für biochemische Tests bereiten sie Lösungen vor, zerkleinern Proben, destillieren oder filtrieren Stoffgemische und stellen präzise Wirkstoffzubereitungen her. Mit photometrischen Messungen, Chromatografie und Elektrophorese trennen und identifizieren sie Proteine sowie andere Moleküle. In tierexperimentellen Laboren halten sie Versuchstiere, narkotisieren sie bei Bedarf und beobachten, wie neue Substanzen wirken – stets nach Tierschutzvorgaben. Auch Parasiten ziehen sie auf und weisen Befall nach, oder sie vermehren Pflanzen durch Gewebekulturen. Vor jedem Schritt berechnen sie Konzentrationen, dokumentieren Abläufe in Laborinformationssystemen und werten Daten mithilfe spezieller Software aus. Die gewonnenen Ergebnisse bilden häufig die Grundlage für Arzneimittelentwicklung, Diagnostik oder Qualitätssicherung in Lebensmittel- und Umweltanalytik.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3,5 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Biologielaborant/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.039 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.382 € und 4.885 €.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Biologielaborant/in?

Im ersten Jahr verdienst du etwa 1.202 € brutto, im zweiten 1.270 €, im dritten 1.323 € und im vierten 1.407 €. Durchschnittlich sind das rund 1.275 € pro Monat über die gesamte Ausbildungszeit.

Wie lange dauert die Ausbildung als Biologielaborant/in?

Die duale Ausbildung zum/zur Biologielaborant/in dauert 3,5 Jahre.

Welche Schulfächer sind wichtig für Biologielaborant/innen?

Wichtige Schulfächer sind Biologie, Chemie, Physik und Mathematik.

Ist der Beruf als Biologielaborant/in körperlich anstrengend?

Für den Beruf sind funktionstüchtige Arme und Hände, ein sicheres Farbsehvermögen sowie gesunde Atemwege und widerstandsfähige Haut wichtig. Du arbeitest mit empfindlichen Laborgeräten, Chemikalien und Dämpfen – Schutzkleidung ist daher Pflicht.

Wie sind die Berufsaussichten als Biologielaborant/in?

Die Berufsaussichten als Biologielaborant/in sind eher schwierig. Positiv ist, dass die Beschäftigung bis 2040 wächst. Aktuell herrscht jedoch nur ein geringer Fachkräftemangel – Stellen werden daher schnell besetzt. Zudem steigt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040 weiter an, weil Arbeitgeber noch leichter passende Fachkräfte finden. Auch gehen weniger ältere Beschäftigte in den Ruhestand als in anderen Berufen, sodass weniger Stellen durch Altersabgänge freiwerden.

Welche digitalen Skills braucht man als Biologielaborant/in?

Digitale Dokumentenmanagement- und Laborinformationssysteme gehören zum Arbeitsalltag, um Proben und Messergebnisse zu verwalten. Du solltest außerdem fit im Umgang mit vernetzten Analysegeräten sein und kannst bei Projekten mit Smart-Spraying-Technologien oder Datenbrillen (Wearable Technology) mitarbeiten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Biologielaborant/in?

Der Job spielt sich überwiegend im Labor ab und verlangt das Tragen von Kittel, Handschuhen, Schutzbrille oder Atemschutz. Du arbeitest mit chemischen Stoffen, Mikroorganismen und unter künstlicher Beleuchtung, dokumentierst Ergebnisse am Bildschirm und musst auf Dämpfe, Staub oder Unfallgefahren achten.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Biologielaborant/in?

Aufstiegsmöglichkeiten bieten vor allem Weiterbildungen zur/zum Industriemeister/in Chemie oder zur/zum Techniker/in Biotechnik, Chemietechnik (Biochemie) bzw. Chemietechnik (Labortechnik). Entscheidest du dich anschließend für ein Bachelor- oder Masterstudium in Biologie, Life Sciences, Biomedizin oder Molekularer Medizin, eröffnen sich Karrierewege bis in Forschung, Qualitätsmanagement oder Laborleitung.

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