Biologe/Biologin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Biologe/Biologin

Auch bekannt als: Biologist (m/f)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Labors · in Büro- und Besprechungsräumen · in Fertigungshallen · in Hörsälen und Seminarräumen · im Freien, z.B. auf landwirtschaftlichen oder gartenbaulichen Versuchsflächen oder in Tiergehegen · in Tierställen · im Homeoffice bzw. mobil
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Über den Beruf

Biologen und Biologinnen untersuchen Gene, Zellen und ganze Ökosysteme. Sie planen Forschungsprojekte in Gen- und Molekularbiologie, kultivieren Mikroorganismen oder Pflanzen und analysieren Stoffwechselwege mit Laborinformationssystemen. Die Ergebnisse veröffentlichen sie, präsentieren sie auf Tagungen und betreuen Studierende. In Pharma- und Biotechunternehmen übertragen sie im Labor entwickelte Verfahren in den großtechnischen Maßstab, verbessern Wirkstoffe und begleiten die Zulassung neuer Arzneimittel. Als Pharmareferent/innen informieren sie Ärztinnen und Kliniken über aktuelle Präparate, entwickeln Marketingkonzepte und dokumentieren Qualitätsstandards. Im Umweltbereich erstellen sie Gutachten, entwerfen Konzepte für standortgerechte Bewirtschaftung und beraten Politik oder Verbände. Moderne Methoden wie 3-D-Simulationen oder Bioprinting nutzen sie, um biologische Prozesse sichtbar zu machen oder Zellstrukturen aufzubauen. Ihre Arbeit reicht damit von der Grundlagenforschung bis zur praktischen Anwendung in Medizin, Landwirtschaft und Naturschutz.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg ist i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium in der Biologie erforderlich. Für Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben wird meist ein Masterstudium erwartet. In Wissenschaft und Forschung ist häufig ein Doktorgrad nötig, ggf. mit fachrichtungsbezogenem Zusatz, z.B. Dr. phil.; für eine Professur an einer Hochschule kann außerdem eine Habilitation vorausgesetzt werden.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Biologe/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.737 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.411 € und 6.916 €. Mit wachsender Berufserfahrung oder Leitungsaufgaben in Forschung und Industrie kann dein Einkommen weiter steigen.

Ist der Beruf als Biologe/in körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert eine robuste Gesundheit und funktionstüchtige Arme und Hände. Du baust Versuchsapparaturen auf, nimmst Proben im Freiland oder in klimatisierten Laboren und musst Farb- sowie Geruchsveränderungen sicher erkennen. Längeres Stehen an Labortischen oder Arbeiten draußen bei jeder Witterung können zusätzlich fordern.

Wie sind die Berufsaussichten als Biologe/in?

Die Berufsaussichten als Biologe/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst bis 2040 und schafft neue Stellen. Aktuell besteht jedoch nur ein geringer Fachkräftemangel – offene Positionen werden schnell besetzt. Bis 2040 steigt die Konkurrenz unter Bewerbern weiter, weil Arbeitgeber leichter geeignete Leute finden. Zudem gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen, wodurch weniger Stellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Biologe/in?

Digitale Kompetenzen sind ein Muss. Du arbeitest mit 3-D-Druck und Bioprinting, setzt 3-D- sowie numerische Simulationen ein und wertest Daten in Laborinformationssystemen aus. In der Hochschullehre nutzt du Blended-Learning-Konzepte, MOOCs oder eine digitale Tafel. Wer diese Tools sicher beherrscht, verbessert seine Chancen in Forschung und Industrie.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Biologe/in?

Die Arbeitsbedingungen reichen von präziser Laborarbeit bis zu Beratungsgesprächen. Du trägst Verantwortung für Personen und Sachwerte, führst Feinarbeiten mit technischen Geräten aus und sitzt häufig am Bildschirm, um Daten auszuwerten. Kundenkontakt, Arbeit mit Tieren oder Pflanzen und das Tragen von Schutzkleidung können je nach Einsatzgebiet dazukommen. Flexibilität zwischen Labor, Büro und Außeneinsätzen ist daher Alltag.

Womit arbeitet man als Biologe/in?

Zum Arbeitsalltag gehören Mikroskope, Zentrifugen, Spektroskope und Chromatografie-Anlagen ebenso wie Zellkulturen, Mikroorganismen und Versuchstiere. Du verwendest Chemikalien wie Nährbodenlösungen oder Desinfektionsmittel und dokumentierst alles am PC. Im Freiland kommen Bewässerungsanlagen, Tierunterkünfte oder Umweltgutachten zum Einsatz. Versuchsprotokolle und Schulungsunterlagen begleiten jede Projektphase.

Kann man sich als Biologe/in selbständig machen?

Eine Selbständigkeit ist vor allem in der Umweltplanung möglich. Du kannst freiberuflich als Gutachter/in, Projektleiter/in oder Berater/in arbeiten und ökologische Fachgutachten oder Konzepte für Behörden und Unternehmen erstellen. So betreust du Projekte eigenverantwortlich und baust dir einen eigenen Kundenstamm auf.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Biologe/in?

Weiterbildungen decken ein breites Spektrum ab: von Biotechnologie und Pharmazie über Umwelt- und Naturschutz bis hin zu Forschung und Entwicklung. Mit spezialisierten Kursen oder Zertifikaten vertiefst du dein Fachwissen und eröffnest dir neue Einsatzfelder in Labor, Industrie oder Behörden.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Biologe/in?

Aufstiegschancen bieten Studiengänge wie Biowissenschaften, Chemische Biologie oder Umweltwissenschaft sowie eine Spezialisierung als Fachhumangenetiker/in. Mit solchen Abschlüssen kannst du Leitungsfunktionen in Forschungseinrichtungen, Pharmaunternehmen oder Behörden übernehmen und strategische Projekte verantworten.

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