Umweltwissenschaft (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Umweltwissenschaft (Master)

Auch bekannt als: Umweltwissenschaftler/in · Environmental scientist (m/f)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · in Labors · in Hörsälen und Seminarräumen · im Freien, z.B. bei der Probennahme · im Homeoffice bzw. mobil

Über den Beruf

Umweltwissenschaftler/innen erfassen Umweltdaten, bewerten Risiken und entwickeln Konzepte für Bodenschutz, Gewässerqualität und Klimaanpassung. Sie entnehmen Boden-, Wasser- oder Luftproben, analysieren diese im Labor und führen Messungen vor Ort durch. Mithilfe von Geoinformationssystemen und 3-D-Simulationen beobachten sie Veränderungen in Landschaft und Atmosphäre. Die Ergebnisse bereiten sie in Berichten, Studien und Umweltverträglichkeitsgutachten auf. Auf Grundlage ihrer Analysen planen sie Renaturierungen, legen Schutzgebiete fest oder entwerfen landschaftspflegerische Begleitpläne für Verkehrs- und Bauprojekte. In Unternehmen richten sie Umweltmanagementsysteme ein, prüfen Abfall- oder Abwasserkonzepte und beraten zu Ressourceneffizienz. Bei Genehmigungs- und Planfeststellungsverfahren vertreten sie ökologische Belange, während sie in der Umweltbildung oder Forschung ihr Wissen weitergeben und vertiefen. Ihre Gutachten bilden die Grundlage für Genehmigungen, Schutzprogramme oder Sanierungspläne.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen5
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Umweltwissenschaft
  • Bei weiterbildenden Studiengängen mind. 1 Jahr Berufspraxis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule Auswahl nach Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
  • Ggf. Englischkenntnisse

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Umweltwissenschaftler/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.348 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.485 € und 6.702 €.

Ist der Beruf als Umweltwissenschaftler/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist nicht nur Schreibtischarbeit. Beim Entnehmen von Bodenproben im Gelände brauchst du eine robuste Grundfitness und kräftige Arme und Hände, und beim Umgang mit Chemikalien schützt dich spezielle Schutzkleidung vor Hautreizungen.

Wie sind die Berufsaussichten als Umweltwissenschaftler/in?

Die Berufsaussichten als Umweltwissenschaftler/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Für Arbeitgeber wird es schwieriger, Fachkräfte zu finden – du hast also langfristig weniger Konkurrenz. Aktuell ist der Fachkräftemangel jedoch gering, und es gibt weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Umweltwissenschaftler/in?

Im Berufsalltag arbeitest du intensiv mit Spezialsoftware und vernetzten Systemen. GIS-Anwendungen, 3-D-Modelling, Laborinformations- und Dokumentenmanagementsysteme sowie IoT-Sensornetze auf LP-WAN-Basis gehören daher zum Standardrepertoire.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Umweltwissenschaftler/in?

Dich erwartet ein Mix aus Bildschirmarbeit, Laboranalysen und Außeneinsätzen. Du trägst Verantwortung für Umwelt- und Sachwerte, stehst im Kundenkontakt und musst bei Messungen oder im Labor manchmal Schutzkleidung anlegen.

Womit arbeitet man als Umweltwissenschaftler/in?

Zum Equipment gehören Bohrstöcke und Hämmer für Probenahmen, Reagenzgläser, Pipetten und Chromatografie- oder Spektroskopiegeräte für Analysen sowie Kartenmaterial und Umweltdatenbanken für die Auswertung. Ein PC mit passender Fachsoftware und Internetzugang darf natürlich nicht fehlen.

Kann man sich als Umweltwissenschaftler/in selbständig machen?

Ja. Viele Fachleute bieten ihre Expertise als freiberufliche Gutachter/innen an und erstellen Umweltverträglichkeitsprüfungen oder Sanierungskonzepte für Behörden, Unternehmen und Verbände.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Umweltwissenschaftler/in?

Du kannst dich gezielt in Themen wie Gewässerschutz, Abfall- und Kreislaufwirtschaft, Umweltrecht oder betriebliches Umweltmanagement weiterbilden. Auch Fachkurse in analytischer Chemie oder physikalischer Messtechnik vertiefen dein Know-how.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Umweltwissenschaftler/in?

Mit einer Promotion in Umweltwissenschaft, Umwelttechnik oder Naturschutz öffnest du dir den Weg in Forschung und Leitungsfunktionen; für eine Professur ist oft zusätzlich eine Habilitation nötig. Spezialisierte Promotionsprogramme in Bioökonomie, Energie- und Ressourcenmanagement oder Umweltinformatik qualifizieren dich außerdem für Projekt- oder Abteilungsleitungen in Unternehmen und Verwaltung.