Bildungsforscher/Bildungsforscherin
Auch bekannt als: Educational researcher (m/f)
Über den Beruf
Bildungsforscher/innen untersuchen mit statistischen Verfahren Lernmethoden, Schulstrukturen und Weiterbildungsangebote. Aus Umfragen, Tests und großen Datensätzen leiten sie Ansätze für modernere Lehrpläne, geeignete Lernmaterialien oder gerechtere Bildungschancen ab. Sie kalkulieren die nötigen Personal-, Gebäude- und Ausstattungskosten, prüfen rechtliche Vorgaben und erstellen Entscheidungsgrundlagen für Ministerien, Parlamente und Verbände. In Fachgutachten, Büchern und Artikeln dokumentieren sie ihre Ergebnisse, halten Vorträge und übernehmen Lehrveranstaltungen an Hochschulen. Häufig koordinieren sie interdisziplinäre Forschungsteams, planen Projektabläufe und sichern die Qualität der Datenauswertung. Durch Pressemitteilungen und weitere Öffentlichkeitsarbeit bringen sie ihre Erkenntnisse in die Öffentlichkeit und stoßen Debatten über Bildungsreformen an. Dabei beobachten sie Entwicklungen in Jugend- und Erwachsenenbildung und aktualisieren ihre Konzepte fortlaufend.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Oft wird ein weiterführendes Studium im pädagogischen, erziehungswissenschaftlichen oder sozialen Bereich erwartet. Dieses führt zu einem zweiten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss und kann entweder konsekutiv direkt auf ein abgeschlossenes grundständiges Studium folgen oder als weiterbildender, häufig berufsbegleitender Studiengang absolviert werden. Für ein weiterbildendes Studium sind neben einem ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss i.d.R. auch 1 Jahr Berufspraxis sowie berufliche Erfahrungen erforderlich, an die das Studium inhaltlich anknüpft.
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Häufige Fragen
Was verdient man als Bildungsforscher/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.909 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung und Region kannst du zwischen 3.350 € und 4.671 € verdienen.
Wie sind die Berufsaussichten als Bildungsforscher/in?
Die Berufsaussichten als Bildungsforscher/in sind ausgeglichen. Aktuell ist der Fachkräftemangel gering, Stellen werden deshalb meist schnell besetzt. Außerdem gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen. Bis 2040 wächst jedoch die Beschäftigung in diesem Feld. Langfristig wird es für Arbeitgeber schwieriger, Fachkräfte zu finden, sodass die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Bildungsforscher/in?
Die Arbeitsbedingungen sind von intensiver Bildschirmarbeit und Terminen in Büroräumen geprägt. Häufig hast du dabei Kundenkontakt, wenn du etwa politische Entscheidungsträger berätst oder Ergebnisse vorstellst. Meetings in Besprechungs- und Konferenzräumen gehören ebenso zum Alltag.
Womit arbeitet man als Bildungsforscher/in?
Bildungsforscher/innen arbeiten vor allem mit Fachliteratur, Statistiken, Gutachten und Projektbeschreibungen. Am Arbeitsplatz nutzt du Computer mit Internetzugang, erstellst Präsentationen für Beamer und führst Telefonate zur Abstimmung mit Partnern.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Bildungsforscher/in?
Für Bildungsforscher/innen gibt es ein breites Weiterbildungsangebot von Pädagogik und Soziologie über Statistik bis hin zu Public Relations. Du kannst dich etwa in Statistikprogrammen und Wahrscheinlichkeitsrechnung vertiefen oder PR-Know-how erwerben, um Studienergebnisse professionell zu vermitteln.
