Betreuungskraft / Alltagsbegleiter/Alltagsbegleiterin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Betreuungskraft / Alltagsbegleiter/Alltagsbegleiterin

Auch bekannt als: Präsenzkraft (m/w) · Live-in carer (m/f)

BerufsfeldSoziales & Pädagogik
Arbeitsortein den Räumen der zu betreuenden Personen und Privathaushalten · in Gruppen- und Gemeinschaftsräumen · im Speiseraum · in Büro- und Besprechungsräumen · in der Küche und in Funktionsräumen · im Freien
DauerUnterschiedlich
Ausbildungsplätze4

Über den Beruf

Betreuungskräfte und Alltagsbegleiter/innen unterstützen hilfsbedürftige Menschen dabei, den Alltag möglichst selbstbestimmt zu gestalten. Sie führen Gespräche, hören zu und regen zu kreativen oder bewegungsfördernden Angeboten wie Malen, Singen oder leichten Gymnastikübungen an. Je nach Bedarf begleiten sie zu Arztterminen, organisieren Ausflüge oder erledigen Besorgungen. In der Küche helfen sie beim Zubereiten von Mahlzeiten, achten auf eine ausgewogene Ernährung und übernehmen kleinere hauswirtschaftliche Aufgaben. Am Computer planen sie Freizeitprogramme, pflegen Dokumentationen und koordinieren Termine. Dabei behalten sie stets den individuellen Bedarf im Blick, beziehen Angehörige ein und fördern soziale Kontakte.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAusbildungsberuf
AusbildungsartSchulische Ausbildung an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen (intern geregelt)
DauerUnterschiedlich
Zugangsvoraussetzungen7
  • Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
  • Auswahlkriterien des Bildungsanbieters
  • Zum Teil abgeschlossene Berufsausbildung oder berufliche Vorbildung
  • Zum Teil einschlägige Berufserfahrung oder Orientierungspraktikum
  • Ärztliches Attest über gesundheitliche Eignung
  • Nachweis eines Erste-Hilfe-Lehrgangs
  • Führungszeugnis

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Betreuungskraft?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 2.987 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 2.518 € und 3.632 € verdienen.

Wie lange dauert die Ausbildung zur Betreuungskraft?

Die Ausbildung dauert je nach Bildungsanbieter und Lernform unterschiedlich lang. Vollzeitkurse sind meist deutlich kürzer als Teilzeit- oder Fernlehrgänge, daher solltest du die konkrete Dauer direkt bei der jeweiligen Schule erfragen.

Welche Schulfächer sind wichtig?

Wichtige Schulfächer sind Ethik, Deutsch und Hauswirtschaftslehre. Solide Kenntnisse helfen dir beim Führen von Gesprächen, beim Dokumentieren der Betreuungsarbeit und beim Zubereiten von Mahlzeiten.

Ist der Beruf körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert eine gute körperliche Verfassung. Du brauchst Belastbarkeit von Wirbelsäule und Gelenken, ausreichend Kraft für das Aufrichten oder Umlagern von Menschen und ein belastbares Nervensystem, um auch in schwierigen Situationen ruhig zu bleiben.

Welche digitalen Skills braucht man als Betreuungskraft?

Digitale Kompetenz wird zunehmend wichtig: Betreuungskräfte nutzen Ambient Assisted Living-Systeme, legen Onlineformulare an und setzen Serious Games für Gedächtnistraining ein. Wenn du dich mit solchen Anwendungen auskennst, erleichtert das den Arbeitsalltag und erweitert das Betreuungsangebot.

Kann man sich als Betreuungskraft selbständig machen?

Ja, eine Selbständigkeit ist möglich, etwa als Senioren-Assistent/in. Verbände wie der Deutsche Pflegeverband stellen Gründungsleitfäden bereit, damit du rechtliche Vorgaben, Versicherungen und Marketing Schritt für Schritt planen kannst.

Wie sind die Berufsaussichten als Betreuungskraft?

Die Berufsaussichten als Betreuungskraft sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel gering – offene Stellen werden derzeit schnell besetzt. Zudem werden weniger Altersabgänge erwartet als in vielen anderen Berufen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Es stehen zahlreiche Fachkurse zur Wahl, etwa zur Arbeit mit Menschen mit Demenz, körperlichen oder geistigen Behinderungen, zur ambulanten Pflege oder Hauswirtschaft. Längere Aufstiegsfortbildungen führen z.B. zum/zur Fachwirt/in im Gesundheits- und Sozialwesen oder über ein Studium der Sozialen Arbeit zu weiteren Karriereschritten.

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