Bestattungsfachkraft (Ausbildung) – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Bestattungsfachkraft (Ausbildung)

Auch bekannt als: Bestattungsfachkraft · Bestatter/in (Weiterbildung) · Funeral services specialist (m/f)

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Geschäfts- und Büroräumen · in Werkstätten · im Freien am Grab · in Aufbahrungshallen · in Krematorien
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze37

Über den Beruf

Bestatter/innen organisieren Beerdigungen, betreuen Hinterbliebene und bereiten Verstorbene auf ihren letzten Weg vor. Sie nehmen Todesfälle entgegen, arrangieren die Überführung ins Institut und versorgen die Körper hygienisch sowie kosmetisch. Gemeinsam mit den Angehörigen legen sie Art und Ablauf der Bestattung fest, verfassen Traueranzeigen und richten Sarg, Urne und Dekoration her. Sie koordinieren Termine mit Friedhofsverwaltungen, Geistlichen oder freien Redner/innen, gestalten Aufbahrungen und begleiten die Zeremonie bis zur Beisetzung. Parallel kalkulieren sie Kosten, schließen Vorsorgeverträge ab, führen Abrechnungen mit Versicherungen durch und erledigen Inventuren. Auch die Entwicklung neuer Dienstleistungsangebote wie See- oder Baumbestattungen gehört zu ihrem Aufgabengebiet. Ein sorgfältig geplanter Ablauf ermöglicht den Angehörigen einen würdevollen Abschied.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk, in Industrie und Handel sowie im öffentlichen Dienst (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Bestattungsfachkraft?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.275 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 2.732 € und 3.976 € verdienen.

Wie viel verdient man in der Ausbildung?

Während deiner Ausbildung erhältst du im Schnitt rund 945 € brutto im Monat. Im ersten Jahr verdienst du 825 €, im zweiten 940 € und im dritten 1.069 €.

Welche Schulfächer sind wichtig für angehende Bestattungsfachkräfte?

Für die Ausbildung sind insbesondere Deutsch, Mathematik, Werken und Psychologie/Ethik hilfreich. Deutsch brauchst du zum Formulieren von Traueranzeigen, Mathematik für die Kostenkalkulation, Werken zum Ausstatten von Särgen und Psychologie, um Trauernde einfühlsam zu begleiten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen?

Die Arbeit findet sowohl drinnen als auch unter freiem Himmel auf dem Friedhof statt und wechselt zwischen Büro, Werkstatt und Grabstelle. Bereitschafts- und Rufdienste sind üblich, weil Angehörige auch nachts oder am Wochenende Unterstützung brauchen. Häufiges Heben schwerer Lasten, körpernahe Tätigkeiten am Verstorbenen und Geruchseinflüsse gehören dazu. Emotionale Belastungen durch den Umgang mit trauernden Menschen sind Teil des Berufsalltags.

Ist der Beruf körperlich anstrengend?

Ja, der Beruf erfordert körperliche Belastbarkeit. Du musst Särge heben, Grabstellen in gebückter Haltung vorbereiten und bei wechselndem Wetter auf dem Friedhof arbeiten; kräftige Arme, ein gesunder Rücken und gutes Seh- sowie Hörvermögen sind daher wichtig.

Welche digitalen Skills braucht man als Bestattungsfachkraft?

Bestattungsfachkräfte nutzen digitale Technik, um Angehörigen Gestaltungsideen zu zeigen. Augmented-Reality-Apps auf dem Tablet blenden Dekorationen oder Sitzordnungen direkt in den Raum ein, sodass du Varianten anschaulich präsentieren kannst.

Kann man sich als Bestattungsfachkraft selbständig machen?

Eine Selbstständigkeit ist möglich. Viele Bestattungsfachkräfte gründen ein eigenes Bestattungsunternehmen oder schließen sich als Franchisenehmer einem bestehenden Verbund an.

Wie sind die Berufsaussichten als Bestattungsfachkraft?

Die Berufsaussichten als Bestattungsfachkraft sind ausgeglichen. Aktuell besteht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spricht für Bewerber/innen. Zugleich sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040 und es werden weniger Altersabgänge erwartet. Weniger Nachwuchs als Abgänge, die Gesamtzahl wächst dennoch.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Bestattungsfachkraft?

Karriereschritte führen später oft über die Prüfung zur Bestattermeister/in oder zur Bestattungsfachwirt/in hin zu Filial- oder Geschäftsleitung. Entscheidest du dich zusätzlich für ein Bachelorstudium in Dienstleistungs- und Servicemanagement, kannst du etwa in die strategische Unternehmensentwicklung größerer Bestattungsverbünde aufsteigen.

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