Bestattungsfachwirt/Bestattungsfachwirtin
Auch bekannt als: Bestattungsberater/in · Bestattungsfachwirt/in
Über den Beruf
Bestattungsfachwirte und Bestattungsfachwirtinnen organisieren Trauerfeiern, beraten Hinterbliebene und steuern die kaufmännischen Abläufe eines Bestattungsunternehmens. Sie klären Angehörige über Erd-, Feuer- oder Seebestattungen, Grabpflege, Traueranzeigen und Finanzierungsmöglichkeiten auf und erläutern gesetzliche Vorgaben der Friedhofs- und Bestattungsordnungen. Dazu halten sie Kontakt zu Behörden, Friedhofsverwaltungen und Krematorien, beschaffen Grabstellen und stimmen Termine sowie Formalitäten ab. Sie übernehmen die Versorgung Verstorbener, waschen, kleiden und betten sie in Särge oder Urnen ein und organisieren Überführungen oder Exhumierungen. Parallel kalkulieren sie Kosten, überwachen Buchhaltung und Controlling, erstellen Verträge und prüfen die Einhaltung von Hygiene- und Datenschutzvorschriften. Auch Personalplanung, Marketing und die Schulung von Mitarbeitenden fallen in ihren Verantwortungsbereich. Mit einfühlsamer Beratung und präziser Organisation ermöglichen sie einen würdevollen Abschied.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- I.d.R. Abschlussprüfung als Bestattungsfachkraft
- Oder Abschluss- oder Gesellenprüfung in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf + mind. 2 Jahre einschlägige Berufstätigkeit
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Bestattungsfachwirt/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.251 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.732 € und 3.938 €.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Bestattungsfachwirt/in?
Die Weiterbildung dauert in Teilzeit rund 6 Monate. Je nach Bildungsträger und Unterrichtsform kann sie etwas kürzer oder länger ausfallen.
Ist der Beruf als Bestattungsfachwirt/in körperlich anstrengend?
Der Beruf erfordert funktionstüchtige Arme und Hände, etwa wenn Särge ausgestattet oder bewegt werden. Insgesamt solltest du körperlich fit genug sein, um gelegentliche Hebe- und Tragearbeiten sicher zu bewältigen.
Wie sind die Berufsaussichten als Bestattungsfachwirt/in?
Die Berufsaussichten als Bestattungsfachwirt/in sind ausgeglichen. Aktuell herrscht ein hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Bewerbern zugutekommt. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, Arbeitgeber suchen also voraussichtlich länger nach geeignetem Personal. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, sodass insgesamt weniger Jobs entstehen. Hinzu kommt, dass es im Vergleich zu anderen Berufen weniger Altersabgänge gibt.
Welche digitalen Skills braucht man als Bestattungsfachwirt/in?
Bestattungsfachwirte/innen setzen beispielsweise Augmented-Reality-Tools auf dem Tablet ein, um Angehörigen Dekorationsideen für Trauerfeiern zu visualisieren. Zudem solltest du mit Business-Process-Management-Systemen umgehen können, um Geschäftsprozesse effizient zu steuern. Auch der sichere Umgang mit Dokumentenmanagementsystemen zum digitalen Archivieren von Verträgen, Marketingmaterial oder Rechnungen gehört dazu.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Bestattungsfachwirt/in?
Die Arbeit verbindet Büro- und Kundenkontakt mit körperlichen und emotionalen Anforderungen. Du trägst Verantwortung für Mitarbeitende, berätst Trauernde in belastenden Situationen und erledigst viel Bildschirmarbeit. Beim Versorgen Verstorbener können Zwangshaltungen, Handarbeit und Schutzkleidung nötig sein.
Womit arbeitet man als Bestattungsfachwirt/in?
Zum Arbeitsalltag gehören sowohl klassische Waren wie Särge, Urnen und Trauertextilien als auch zahlreiche Papier- und Digitalunterlagen. Du nutzt Kondolenzbücher, Bestattungsverträge, Rechnungen oder Friedhofsvorschriften und greifst dafür auf PC, Telefon und Internetzugang zurück. Blumenschmuck und Füllstoffe können ebenfalls Teil der Vorbereitung sein, wenn du die Trauerfeier ausgestaltest.
Kann man sich als Bestattungsfachwirt/in selbständig machen?
Ja, Bestattungsfachwirte/innen können sich mit der Gründung oder Übernahme eines Bestattungsunternehmens selbstständig machen. Alternativ ist eine Teilhaberschaft an einem bestehenden Betrieb möglich, um unternehmerische Verantwortung schrittweise aufzubauen.
