Bestattermeister/Bestattermeisterin – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Bestattermeister/Bestattermeisterin

Auch bekannt als: Funeral director (m/f)

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Geschäfts- und Büroräumen · auf Friedhöfen, in Trauerhallen oder im Freien · im Homeoffice bzw. mobil
DauerUnterschiedlich
Offene Stellen23

Über den Beruf

Bestattermeister/innen steuern die Abläufe eines Bestattungsunternehmens: Sie planen Trauerfeiern, organisieren Überführungen und beschaffen Särge, Urnen sowie Blumenschmuck. In Gesprächen mit Hinterbliebenen beraten sie zu Bestattungsformen, Vorsorgeverträgen und Finanzierungsmöglichkeiten und leisten dabei trauerpsychologische Unterstützung. Sie kümmern sich um behördliche und kirchliche Formalitäten, stimmen Termine mit Geistlichen oder weltlichen Rednern ab und erstellen Traueranzeigen. Im Büro kalkulieren sie Angebote, analysieren Kosten und verhandeln mit Lieferanten, Verbänden und Kreditinstituten. Als Führungskräfte entwickeln sie Marketing- und Qualitätskonzepte, legen Investitionen fest und überwachen den wirtschaftlichen Erfolg des Betriebs. Gleichzeitig bilden sie Nachwuchskräfte aus, weisen Mitarbeitende ein und begleiten deren Weiterbildung. So gelingt ein pietätvoller Abschied und das Unternehmen bleibt wirtschaftlich solide.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Meister/in
AusbildungsartMeisterprüfung nach bundesweit einheitlicher Regelung.
DauerUnterschiedlich
Zugangsvoraussetzungen1
  • Erfolgreicher Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Bestattermeister/in?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 31.104 € und 35.892 € pro Jahr. Je nach Unternehmensgröße, Region und zusätzlichen Qualifikationen kannst du darüber hinauskommen.

Ist der Beruf körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert sowohl körperliche als auch psychische Belastbarkeit. Beim Waschen, Einkleiden und Einsargen der Verstorbenen brauchst du Kraft in Armen und Händen und arbeitest häufig in gebückter Haltung. Du solltest zudem ein belastbares Nervensystem, intakte Sinne und widerstandsfähige Haut für den Umgang mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln mitbringen.

Welche digitalen Skills braucht man als Bestattermeister/in?

Digitale Kompetenzen gewinnen auch im Bestattungsgewerbe an Bedeutung. Du solltest Augmented-Reality-Anwendungen einsetzen können, um Angehörigen Dekorationsvorschläge auf dem Tablet zu zeigen, und sicher mit Dokumentenmanagementsystemen umgehen, in denen du Auftragsunterlagen und Rechnungen digital verwaltest.

Wie sind die Arbeitsbedingungen?

Bestattermeister/innen tragen große Verantwortung für Personal, Ausstattung und Finanzen. Du hast engen Kundenkontakt in emotional belastenden Situationen, arbeitest am Bildschirm genauso wie mit den Händen und trägst bei hygienischen Tätigkeiten Schutzkleidung. Maschinen zur Holz- oder Metallbearbeitung sowie Handwerkzeuge gehören ebenso zum Alltag wie Team- und Kundengespräche.

Wie sind die Berufsaussichten als Bestattermeister/in?

Die Berufsaussichten als Bestattermeister/in sind ausgeglichen. Es besteht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerber/innen, Arbeitgeber suchen voraussichtlich länger nach geeignetem Personal. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung, und es werden weniger Altersabgänge erwartet als in vielen anderen Berufen.

Kann man sich als Bestattermeister/in selbständig machen?

Ja, Bestattermeister/innen können ein eigenes Bestattungsunternehmen gründen. Mit dem Meistertitel erfüllst du alle rechtlichen Voraussetzungen, um einen Betrieb zu führen, Geschäftsgrundsätze festzulegen und Investitionen selbst zu entscheiden.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Bestattermeister/innen können sich fachlich und kaufmännisch weiterentwickeln. Optionen sind der Abschluss als Internationale/r Meister/in, die Weiterbildung zum/zur Betriebswirt/in (HwO) oder ein Studium in Betriebswirtschaftslehre, Business Administration oder Dienstleistungs- und Servicemanagement.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Bestattermeister/innen?

Eine spezialisierte Weiterbildung ist die Trauerbegleitung. Damit vertiefst du deine Kenntnisse im Umgang mit Angehörigen und baust deine Beratungskompetenz weiter aus.

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