Staatlich geprüfter Bekleidungstechnischer Assistent/Staatlich geprüfte Bekleidungstechnische Assistentin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Staatlich geprüfter Bekleidungstechnischer Assistent/Staatlich geprüfte Bekleidungstechnische Assistentin

BerufsfeldHandwerk & Fertigung
Arbeitsortein Entwurfsateliers · in Büroräumen · in Lagerräumen · in Werkstätten oder Produktionshallen
DauerI.d.R. 2 Jahre
Ausbildungsplätze46

Über den Beruf

Bekleidungstechnische Assistent/innen verwandeln Designideen in fertigungstaugliche Schnitte. Aus Entwurfsskizzen entwickeln sie Grund- und Erstschnitte, berechnen Nahtzugaben sowie Reißverschlusslängen und gradieren die Modelle für jede Konfektionsgröße. Alle Maße und Verarbeitungsschritte halten sie in Tabellen und Modellbeschreibungen fest. Mit Gespür für Trends wählen sie Stoffe, Knöpfe oder Applikationen aus und prüfen, ob funktionelle Materialien wie schweißdurchlässige Nano-Gewebe oder smarte Textilien geeignet sind. Gemeinsam mit Modellmacher/innen definieren sie Arbeitsabläufe, kalkulieren Stück- und Lohnkosten und formulieren Produktionsvorgaben. In der Fertigung koordinieren sie den Einsatz automatisierter Nähsysteme, überwachen Termine und kontrollieren die Warenqualität. So wird aus jeder Skizze ein serienreifes Kleidungsstück.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAusbildungsberuf
AusbildungsartSchulische Ausbildung an Berufsfachschulen und Berufskollegs (landesrechtlich geregelt)
DauerI.d.R. 2 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Mind. mittlerer Bildungsabschluss

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Bekleidungstechnischen Assistent/in?

Die Ausbildung dauert in der Regel 2 Jahre. In dieser Zeit lernst du alle Schritte von der Kollektionserstellung bis zur Produktionsplanung kennen.

Was verdient man als Bekleidungstechnische/r Assistent/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 2.713 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 2.303 € und 3.321 € verdienen.

Welche digitalen Skills braucht man als Bekleidungstechnische/r Assistent/in?

Der Beruf setzt zunehmend digitale Kompetenzen voraus. Du solltest mit CAD-Systemen umgehen können, 3-D-Druck und 3-D-Laserscanning verstehen, den Einsatz von Cobots und Industrierobotern in der Fertigung planen und beim Entwurf smarter Textilien mitwirken.

Welche Schulfächer sind wichtig für die Ausbildung?

Wichtige Schulfächer sind Mathematik, Kunst sowie Technik/Werken/Textiles Gestalten. Gute Noten darin erleichtern dir später das Berechnen von Stoffmengen, das Anfertigen von Skizzen und das Bedienen von Maschinen.

Ist der Beruf körperlich anstrengend?

Teile der Arbeit erfordern Fingerspitzengefühl und gutes Sehvermögen, etwa beim feinen Nähen oder Prüfen von Stoffen. Du brauchst funktionstüchtige Arme und Hände, Farb- und Nahsehvermögen sowie gesunde Atemwege, weil Textilstaub und chemische Dämpfe auftreten können.

Wie sind die Berufsaussichten als Bekleidungstechnische/r Assistent/in?

Die Berufsaussichten als Bekleidungstechnische/r Assistent/in sind ausgeglichen. Aktuell ist der Fachkräftemangel hoch — offene Stellen sind schwer zu besetzen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Jobs entstehen. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040, und Arbeitgeber werden schneller Bewerber finden, sodass die Konkurrenz langfristig zunimmt.

Womit arbeitet man als Bekleidungstechnische/r Assistent/in?

Zum Alltag gehören CAD-Programme für 2D- und 3D-Modelle, Zeichenutensilien wie Papier und Zirkel sowie Stoffe, Reißverschlüsse, Knöpfe und andere Accessoires. Zusätzlich kommen Technologien für Wearables zum Einsatz, die Sensoren oder Elektronik in Kleidung integrieren.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Passende Weiterbildungen reichen von Bekleidungsherstellung, Schneiderei und Textil- oder Bekleidungsdesign über CAD-Schulungen bis zu Produktions- und Fertigungstechnik. Langfristig kannst du dich zum/zur Techniker/in für Bekleidungstechnik, Industriemeister/in Textilwirtschaft oder Produktentwickler/in Mode hocharbeiten.

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