Schnitt-, Entwurfs- und Fertigungsmodelleur/Schnitt-, Entwurfs- und Fertigungsdirektrice – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Schnitt-, Entwurfs- und Fertigungsmodelleur/Schnitt-, Entwurfs- und Fertigungsdirektrice

BerufsfeldHandwerk & Fertigung
Arbeitsortein Büroräumen · in Entwurfs- bzw. Modellateliers bzw. -werkstätten · in Fertigungshallen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer1 Jahr (Vollzeit)
Offene Stellen14

Über den Beruf

Schnitt-, Entwurfs- und Fertigungsmodelleure und -direktricen entwerfen Kollektionen, entwickeln passgenaue Schnitte und begleiten Bekleidung vom ersten Entwurf bis zur Serienfertigung. Gemeinsam mit Design und Einkauf wählen sie Stoffe und Accessoires, skizzieren Einzelmodelle und übertragen die Ideen in Modellschnitte. Sie schneiden Musterteile zu, heften sie auf der Schneiderpuppe, prüfen Passform bei Anproben und überarbeiten Linien, bis alles sitzt. Anschließend wandeln sie Musterschnitte in produktionstaugliche Industrieschnitte um, gradieren sie für alle Konfektionsgrößen und optimieren Lagebilder, damit beim Zuschnitt möglichst wenig Material anfällt. Moderne CAD-Systeme, 3-D-Simulationen oder Body-Scanner unterstützen dabei. In der Fertigung legen sie Arbeitsabläufe fest, koordinieren Materialfluss, unterweisen Näher/innen und überwachen Termine, Kosten und Qualität. Am Ende steht ein Kleidungsstück, das sich wirtschaftlich und passgenau in Serie herstellen lässt.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf
AusbildungsartWeiterbildung an Fachschulen (landesrechtlich geregelt) oder Weiterbildungsprüfung nach Regelungen der Handwerkskammern (Teilnahme an Vorbereitungslehrgängen nicht verpflichtend)
Dauer1 Jahr (Vollzeit)
Zugangsvoraussetzungen3
  • I.d.R. anerkannter mind. 2-jähriger Ausbildungsberuf im Bereich Bekleidung/Mode
  • Zusätzlich entsprechende einschlägige Berufspraxis
  • Alternativ z.B. mind. 6 Jahre einschlägige Berufspraxis

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Schnitt-, Entwurfs- und Fertigungsmodelleur/Schnitt-, Entwurfs- und FertigungsdirektriceAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Schnitt-, Entwurfs- und Fertigungsmodelleur/in?

Typischerweise verdienen Schnitt-, Entwurfs- und Fertigungsmodelleure/-direktricen rund 4.076 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Branche und Region liegt die Spanne zwischen etwa 3.222 € und 5.345 €.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Schnitt-, Entwurfs- und Fertigungsmodelleur/in?

Die Vollzeit-Weiterbildung dauert ein Jahr. Innerhalb dieses Zeitraums eignest du dir vertieftes Know-how zu Entwurf, Schnitttechnik und Produktionsplanung an.

Ist der Beruf als Schnitt-, Entwurfs- und Fertigungsmodelleur/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist moderat körperlich, aber feinmotorisch anspruchsvoll. Funktionstüchtige Arme und Hände brauchst du für das Zuschneiden und Nähen, ein gutes Farb- sowie räumliches Sehvermögen für die Gestaltung von Schnitten. Wer empfindliche Atemwege hat, sollte auf Faserstaub achten.

Wie sind die Berufsaussichten als Schnitt-, Entwurfs- und Fertigungsmodelleur/in?

Die Berufsaussichten als Schnitt-, Entwurfs- und Fertigungsmodelleur/in sind ausgeglichen. Aktuell herrscht hoher Fachkräftemangel, offene Stellen sind schwer zu besetzen – das verbessert deine Chancen. Zusätzlich werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Positionen entstehen. Bis 2040 schrumpft die Gesamtbeschäftigung jedoch. Langfristig finden Arbeitgeber deshalb leichter Personal, und die Konkurrenz unter Bewerber/innen steigt.

Welche digitalen Skills braucht man als Schnitt-, Entwurfs- und Fertigungsmodelleur/in?

Digitale Werkzeuge gehören zum Alltag. Kenntnisse in 3-D-Simulationen, Bodyscannern und 3-D-Druck helfen dir, Prototypen schnell zu entwickeln und anzupassen. Auch der sichere Umgang mit Dokumentenmanagementsystemen oder Produktkonfiguratoren ist gefragt. Wer sich mit smarten Textilien auskennt, kann innovative Kollektionen entwerfen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Schnitt-, Entwurfs- und Fertigungsmodelleur/in?

Du arbeitest abwechselnd im Atelier, im Büro und in der Fertigungshalle. Dort kombinierst du Handarbeit an Mustermodellen mit Bildschirmarbeit an CAD-Systemen und überwachst voll- oder teilautomatisierte Näh- und Zuschneidemaschinen. Kundenkontakt und Qualitätskontrollen gehören ebenfalls zum Tagesgeschäft.

Kann man sich als Schnitt-, Entwurfs- und Fertigungsmodelleur/in selbständig machen?

Ja, eine Selbständigkeit ist gut möglich. Viele Fachkräfte eröffnen ein eigenes Designstudio, einen Bekleidungsbetrieb oder ein spezialisiertes Entwurfs- und Schnittatelier. Die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) stellt dazu Gründungsinformationen bereit.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Schnitt-, Entwurfs- und Fertigungsmodelleur/in?

Beliebte Fortbildungen nach dem Abschluss behandeln Themen wie Textil- und Bekleidungsdesign, Schneiderei auf Meisterniveau, CAD-gestützte Schnitttechnik oder Produktions- und Fertigungstechnik. Solche Kurse halten dich fachlich auf dem neuesten Stand und erhöhen deine Chancen auf verantwortungsvollere Aufgaben.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Schnitt-, Entwurfs- und Fertigungsmodelleur/in?

Mit einem anschließenden Bachelor- oder Masterstudium in Modedesign kannst du weiter aufsteigen. Der akademische Abschluss qualifiziert dich für Leitungsfunktionen in Kollektionserstellung, Produktentwicklung oder Designabteilungen größerer Modeunternehmen.

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