Staatlich geprüfter Gestalter/Staatlich geprüfte Gestalterin Fachrichtung Bekleidung, Mode/Bachelor Professional in Gestaltung – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Staatlich geprüfter Gestalter/Staatlich geprüfte Gestalterin Fachrichtung Bekleidung, Mode/Bachelor Professional in Gestaltung

Auch bekannt als: Bekleidungsgestalter/in · Fashion designer (m/f)

BerufsfeldHandwerk & Fertigung
Arbeitsortein Ateliers · in Werkstätten · in Büroräumen · in Lagerräumen · in Produktionshallen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer2-4 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)
Offene Stellen188

Über den Beruf

Gestalter/innen für Bekleidung und Mode entwickeln Kollektionen vom ersten Strich bis zum fertigen Produktionsschnitt. Sie entwerfen Modelle in CAD-Programmen, wählen Stoffe, Accessoires und smarte Textilien aus und prüfen deren Farb- und Materialwirkung. Aus Skizzen entstehen Musterschnitte, die sie zuschneiden, auf Schneiderpuppen anpassen und in Prototypen nähen oder nähen lassen. Nach Anproben korrigieren sie Passform und gradieren die Schnitte für alle Konfektionsgrößen. Sie erstellen Schnittlagebilder, optimieren so den Materialverbrauch, kalkulieren Kosten und terminieren die Herstellung. Im Austausch mit Einkauf, Modellschneiderei und Vertrieb überwachen sie Qualität, koordinieren Aufträge und beraten Kundschaft bei Designwünschen. Digitale Werkzeuge wie 3D-Simulationen oder Bodyscanner unterstützen sie dabei, passgenaue Kleidung auch für Fashion-on-Demand-Prozesse zu realisieren.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Bachelor Professional
AusbildungsartWeiterbildung an Fachschulen (landesrechtlich geregelt)
Dauer2-4 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)
Zugangsvoraussetzungen2
  • I.d.R. Abschluss in einem einschlägigen anerkannten Ausbildungsberuf
  • Zusätzlich Berufspraxis

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

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Häufige Fragen

Was verdient man als Bekleidungsgestalter/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.076 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Betriebsgröße und Region kannst du zwischen 3.222 € und 5.345 € verdienen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zur/zum Bekleidungsgestalter/in?

Die Weiterbildung an der Fachschule dauert in Vollzeit meist zwei Jahre. In Teilzeit kannst du vier Jahre einplanen, weil der Unterricht neben dem Job stattfindet.

Ist der Beruf als Bekleidungsgestalter/in körperlich anstrengend?

Eine gute Feinmotorik in Armen und Händen ist wichtig, um sicher mit Schere, Nadel und Garn zu arbeiten. Du brauchst zudem ein zuverlässiges Farb- und räumliches Sehvermögen, damit Stoffauswahl und Schnittführung stimmen. Größere körperliche Belastungen treten kaum auf.

Wie sind die Berufsaussichten als Bekleidungsgestalter/in?

Die Berufsaussichten als Bekleidungsgestalter/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist derzeit hoch, offene Stellen sind also schwer zu besetzen – das spielt Jobsuchenden in die Karten. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Positionen freiwerden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040. Parallel dazu wird es für Arbeitgeber leichter, Personal zu finden, sodass die Konkurrenz unter Bewerbern langfristig zunimmt.

Welche digitalen Skills braucht man als Bekleidungsgestalter/in?

Digitale Kompetenzen sind ein zentrales Thema im Mode-Designprozess. Du solltest mit 3-D-Simulationen, CAD-Systemen und Dokumentenmanagement-Software umgehen können. Immer häufiger kommen zudem 3-D-Druck für Zubehör, Produktkonfiguratoren für Online-Shops oder 3-D-Bodyscanner zum Einsatz, die Körpermaße automatisch erfassen. Wer smarte Textilien entwirft, profitiert von Grundkenntnissen in Sensorik und App-Anbindung.

Womit arbeitet man als Bekleidungsgestalter/in?

Im Atelier hast du eine Mischung aus klassischen und digitalen Arbeitsmitteln. Zu den Basics gehören Näh- und Zuschneidemaschinen, Scheren, Nadeln, Schneiderpuppen und Zeichenmaterial. Für den digitalen Part arbeitest du mit CAD-Software, 3-D-Simulationstools und bei Bedarf sogar 3-D-Druckern. Stoffe reichen von Baumwolle über Leder bis zu intelligenten Textilien mit integrierten Sensoren.

Kann man sich als Bekleidungsgestalter/in selbständig machen?

Eine Selbständigkeit ist möglich, etwa mit einem eigenen Textildesign-Studio. Beratungs- und Förderangebote findest du zum Beispiel beim Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie. Eine sorgfältige Kalkulation der Anfangsinvestitionen in Maschinen, Software und Stofflager ist dafür unerlässlich.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Bekleidungsgestalter/in?

Nach dem Abschluss kannst du dich fachlich weiter vertiefen. Typische Kurse drehen sich um Textil- oder Bekleidungsdesign, Schneiderei, CAD-Gestaltung, Kalkulation oder Produktionstechnik. Damit bleibst du auf dem neuesten Stand und erhöhst deine Chancen auf verantwortungsvollere Aufgaben.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Bekleidungsgestalter/in?

Mit einigen Jahren Berufserfahrung kannst du zunächst in die Team- oder Abteilungsleitung aufsteigen und die Kollektionserstellung organisatorisch steuern. Wer gern Wissen weitergibt, qualifiziert sich außerdem als Ausbilder/in oder Lehrgangsleiter/in. Spezialisierungen, etwa auf smarte Textilien oder Fashion-on-Demand-Prozesse, eröffnen ebenfalls höher dotierte Fachpositionen. Zusätzlich stehen dir Hochschulstudiengänge wie Modedesign oder Kostümbild offen, die deine Karriere in Richtung Designleitung oder selbständige Kreativdirektion erweitern können.

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