Beamter/Beamtin im Vermessungswesen (mittlerer technischer Dienst)
Auch bekannt als: Geomatiksekretär/in · Kartographensekretär/in ·
Über den Beruf
Beamte und Beamtinnen im Vermessungswesen (mittlerer technischer Dienst) vermessen Grundstücke, Gebäude und Gelände und übertragen die Messdaten in digitale Karten und Kataster. Sie setzen Vermarkungspunkte, nutzen GPS, 3-D-Laserscanner oder Drohnen, dokumentieren Lage- und Höhenwerte und prüfen deren Genauigkeit. Im Innendienst führen sie Berechnungen durch, pflegen Geodatenbanken, erstellen Flur- und Geländekarten und halten das Liegenschaftskataster aktuell. Dazu richten sie elektronische Informationssysteme ein, verwalten Dokumente digital und sorgen für einheitliche Datenstandards. Bürger/innen, Planungsbüros und Verwaltungen beraten sie zu Grenzfragen, Bauvorhaben oder Grundbucheinträgen, nehmen Anträge entgegen und klären Datenanforderungen. So liefern sie verlässliche Geobasisdaten für Bauvorhaben, Eigentumsnachweise und Infrastrukturprojekte.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- I.d.R. mind. Hauptschulabschluss mit förderlicher abgeschlossener Berufsausbildung, z.B. als Geomatiker/in oder Vermessungstechniker/in
Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Beamter/Beamtin im Vermessungswesen?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.071 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 3.359 € und 4.979 € verdienen.
Ist der Beruf körperlich anstrengend?
Der Beruf erfordert eine solide Grundfitness. Im Gelände trägst du Vermessungsgeräte, bewegst dich auf unebenem Boden und arbeitest bei Hitze, Kälte oder Regen. Gutes Seh- und Hörvermögen sowie belastbare Arme, Hände und Wirbelsäule sind wichtig.
Welche digitalen Skills braucht man als Beamter/Beamtin im Vermessungswesen?
Im Berufsalltag kommen viele digitale Werkzeuge zum Einsatz. Du arbeitest mit Geoinformationssystemen (GIS), 3-D-Laserscannern, Drohnen, GPS-Empfängern und Dokumentenmanagementsystemen. Außerdem werden E-Akte, Formular- und Bürgerkontensysteme genutzt, um Anträge komplett digital zu bearbeiten.
Wie sind die Arbeitsbedingungen?
Die Arbeit wechselt zwischen Bildschirmtätigkeit im Büro und Vermessungseinsätzen im Freien. Draußen bist du Witterung, Feuchtigkeit oder Zugluft ausgesetzt, drinnen sitzt du viel am Rechner und beachtest detaillierte Rechtsvorschriften. Teamarbeit, regelmäßiger Kundenkontakt und Verantwortung für präzise Messergebnisse prägen den Alltag.
Womit arbeitet man als Beamter/Beamtin im Vermessungswesen?
Zum Einsatz kommen klassische Vermessungsgeräte wie Nivelliergerät, Theodolit und GPS-Station, aber auch 3-D-Scanner und Drohnen. Im Büro nutzt du Geoinformations- und CAD-Software sowie digitale Katasterunterlagen, Karten und Luftbilder. Diese Kombination ermöglicht exakte Messungen und eine anschauliche Darstellung der Daten.
Wie sind die Berufsaussichten als Beamter/Beamtin im Vermessungswesen?
Die Berufsaussichten als Beamter/Beamtin im Vermessungswesen sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Zudem sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040 – Arbeitgeber suchen länger. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch Stellen frei werden. Genug Nachwuchs, aber Gesamtzahl der Fachkräfte rückläufig.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?
Für den Aufstieg kommen vor allem zwei Wege infrage. Du kannst in den gehobenen technischen Dienst wechseln und dort als Vermessungsoberinspektor/in mehr Verantwortung übernehmen oder ein Studium der Vermessungstechnik absolvieren, um höhere Laufbahnen zu erreichen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?
Weiterbildungen reichen von Fachkursen in Vermessungstechnik und Geoinformationssystemen bis zu Seminaren in CAD, Baurecht oder Verwaltungsrecht. Wer sich breiter aufstellen möchte, kann Lehrgänge in Geowissenschaften oder öffentlicher Verwaltung besuchen.
