Beamter/Beamtin im Vermessungswesen (gehobener technischer Dienst) – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Beamter/Beamtin im Vermessungswesen (gehobener technischer Dienst)

Auch bekannt als: Kartographenoberinspektor/in · Regierungskartographenoberinspektor/inRegierungsvermessungsoberinspektor/inTechnische/r Oberinspektor/inVermessungsoberinspektor/in ·

BerufsfeldBau & Architektur
Arbeitsortein Büroräumen · im Außendienst (bei Vermessungen) · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Ausbildungsplätze2

Über den Beruf

Beamte und Beamtinnen im gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst erfassen Gelände- und Stadtbereiche, werten Messergebnisse aus und pflegen amtliche Karten- sowie Katasterdaten. Sie planen Bodenordnungs- und Flurbereinigungsverfahren, klären Eigentumsgrenzen und berücksichtigen Baurecht, Natur- und Landschaftsschutz. Für ihre Messungen setzen sie satellitengestützte GPS-Geräte, 3-D-Laserscanner oder Drohnen ein, leiten Messtrupps an und prüfen die Resultate mit GIS-Software. Auf Basis der Daten erstellen sie digitale Karten, entwickeln Geobasisinformationssysteme und ermitteln Grundstückswerte für Behördenentscheidungen oder Verkehrsbauprojekte. In der Verwaltung übernehmen sie Budget- und Kassenaufgaben und wirken an fachlichen Normungen mit. Mit wachsender Erfahrung führen sie Sachgebiete, steuern Personaleinsätze und vertreten ihre Dienststelle nach außen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypBeamtenausbildung. abweichende Laufbahnbezeichnungen in den einzelnen Bundesländern
AusbildungsartVorbereitungsdienst, geregelt durch Verordnungen der Bundesländer
Zugangsvoraussetzungen2
  • I.d.R. Bachelorstudium oder gleichwertig anerkannter Hochschulabschluss in Vermessungstechnik oder vergleichbarem Studienfach
  • Ggf. je nach Bundesland Berechtigung zum Führen der Berufsbezeichnung Ingenieur/in

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Beamter/in im Vermessungswesen?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.423 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.596 € und 5.473 €. Als Beamtin/Beamter im gehobenen Dienst richtet sich deine Besoldung zusätzlich nach Bundesland und Besoldungsgruppe.

Wie sind die Berufsaussichten als Beamter/in im Vermessungswesen?

Die Berufsaussichten als Beamter/in im Vermessungswesen sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Zudem sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040 – Arbeitgeber suchen länger. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Beamter/in im Vermessungswesen?

Gefragt sind vor allem digitale Vermessungs- und Verwaltungswerkzeuge wie 3-D-Laserscanning, Geoinformationssysteme (GIS) und Drohnentechnik. Du solltest außerdem mit digitalen Topografischen Karten (DTK), Dokumentenmanagementsystemen, E-Akte-Lösungen und Open-Data-Plattformen umgehen können, um Mess- und Katasterdaten effizient zu verwalten und zu veröffentlichen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Beamter/in im Vermessungswesen?

Die Arbeit kombiniert Büro, Außendienst und intensive Bildschirmzeiten. Es sind zahlreiche technische Vorschriften und Rechtsvorgaben einzuhalten, gleichzeitig trägst du Verantwortung für Messtrupps, Präzisionsgeräte und wertvolle Geodaten.

Womit arbeitet man als Beamter/in im Vermessungswesen?

Du arbeitest mit Vermessungsinstrumenten, CAD-Software und Geoinformationssystemen im Büro wie auch im Außendienst. Ergänzend kommen Katasterunterlagen, Kartenauszüge und digitale Informationssysteme zum Einsatz.

Kann man sich als Beamter/in im Vermessungswesen selbständig machen?

Eine Selbständigkeit ist möglich, wenn du auf Basis deiner Ingenieurausbildung ein Vermessungs- oder Geodatenbüro gründest. Nach entsprechender Berufserfahrung kannst du dich auch freiberuflich als Öffentlich bestellte/r Vermessungsingenieur/in niederlassen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Beamter/in im Vermessungswesen?

Mögliche Weiterbildungen reichen von Vermessungstechnik, Geowissenschaften und GIS über CAD-Schulungen bis hin zu Baurecht oder Verwaltungsrecht. Damit vertiefst du dein Fachwissen oder qualifizierst dich für Leitungs- und Verwaltungsaufgaben.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Beamter/in im Vermessungswesen?

Mit zunehmender Erfahrung sind Aufstiege in den höheren technischen Dienst möglich. Studiengänge in Vermessungstechnik, Kartografie oder Geoinformatik eröffnen dir leitende Fach- und Projektpositionen.

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