Autogenschweißer/Autogenschweißerin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Autogenschweißer/Autogenschweißerin

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Werk- und Fabrikhallen · auf Baustellen (Endmontage)
Offene Stellen72

Über den Beruf

Autogenschweißer/innen verschweißen Bleche, Rohre und ganze Baugruppen mit dem Gasschweißverfahren. Vor jedem Schweißgang wählen sie Brennerdüsen, Zusatzwerkstoffe und Flammeneinstellungen aus, richten die Teile anhand von Konstruktionszeichnungen aus und reinigen Fugen von Rost oder Farbe. Mit der Sauerstoff-Acetylen-Flamme erhitzen sie das Metall punktgenau, fügen die Werkstücke zusammen und ziehen gleichmäßige Raupen, bis eine dichte Naht entsteht. Währenddessen kontrollieren sie Temperatur und Schweißgeschwindigkeit, um Verzug zu vermeiden. Nach dem Abkühlen prüfen sie jede Naht visuell oder mit Messgeräten auf Risse und Übergänge und bessern Mängel sofort aus. Alle Parameter tragen sie in Prüfprotokolle ein, damit Fertigung und Qualitätssicherung die Arbeit lückenlos nachverfolgen können.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Oft wird für den Zugang eine Ausbildung im Metallbereich oder in der Schweißtechnik vorausgesetzt.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Autogenschweißer/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.697 € brutto im Monat. Mit wachsender Erfahrung und je nach Bundesland kannst du zwischen 3.079 € und 4.430 € verdienen.

Wie sind die Berufsaussichten als Autogenschweißer/in?

Die Berufsaussichten als Autogenschweißer/in sind gut. Aktuell herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spielt dir in die Karten. Zudem sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, Arbeitgeber müssen also länger suchen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung insgesamt bis 2040.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Autogenschweißer/in?

Die Arbeit findet häufig in Werkhallen, Werkstätten oder auf Baustellen statt und ist von Hitze, Lärm und Schweißrauch geprägt. Autogenschweißer/innen tragen schwer entflammbare Schutzkleidung, Schweißbrille oder Schutzschirm und arbeiten teils in größeren Höhen oder im Freien bei Kälte, Nässe oder Zugluft. Auch Handarbeit wie Reinigen oder Schleifen gehört dazu, sodass körperliche Belastung und der Umgang mit wechselnden Umgebungsfaktoren Alltag sind.

Womit arbeitet man als Autogenschweißer/in?

Zum täglichen Werkzeug gehören vor allem Schweißbrenner, Schweißroboter und Schleifmaschinen. Du nutzt außerdem Schutzgasflaschen, Drahtbürsten und Schleifpapier, um Bauteile vorzubereiten. Konstruktionszeichnungen, Schweiß- und Montagepläne sowie Zeichenprogramme unterstützen dich bei Planung und Dokumentation.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Autogenschweißer/in?

Nach der Grundqualifikation stehen dir zahlreiche Lehrgänge offen, etwa Gasschweißen-Kurse der Stufen G3 bis G6 oder Sonderschulungen nach DIN-Normen. Du kannst auch Kombinationsschulungen belegen, die mehrere Schweißverfahren abdecken, oder allgemeine Weiterbildungen in der Metallverarbeitung besuchen. Solche Zertifikate erhöhen deine Einsatzmöglichkeiten und dein Gehalt.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Autogenschweißer/in?

Mit Berufserfahrung und den passenden Prüfungen kannst du zum Beispiel Schweißwerkmeister/in oder Industriemeister/in Metall werden. Ebenfalls möglich sind Abschlüsse als Schweißfachmann/-frau oder Schweißlehrer/in. Wer ein Studium anschließt, kann sich in Fächern wie Maschinenbau oder Versorgungstechnik für leitende Positionen qualifizieren.

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