Architekt/Architektin
Auch bekannt als: Architect (m/f)
Über den Beruf
Architekt/innen entwerfen Wohnhäuser, Bürobauten und öffentliche Einrichtungen, modernisieren Bestandsgebäude und steuern Sanierungen. Sie entwickeln Grundrisse, Ansichten und 3-D-Modelle am Computer, prüfen Standortfaktoren und kalkulieren Baukosten. Klimaschutz, Energieeffizienz und Barrierefreiheit fließen von Beginn an in die Planung ein. Sie erstellen außerdem reale oder virtuelle Modelle, um Ideen verständlich zu präsentieren. Nach Abstimmung mit dem Bauherrn erstellen sie Leistungsverzeichnisse, holen Genehmigungen ein und organisieren Ausschreibungen. Während der Ausführung koordinieren sie Handwerks- und Fachbetriebe, überwachen Termine, Qualität und Budget und prüfen Rechnungen. Auch Gutachten zu Bauschäden oder Konzepte für die Umnutzung denkmalgeschützter Gebäude gehören zu ihrem Repertoire. So begleiten Architekt/innen ein Projekt von der ersten Idee bis zur Übergabe des fertigen Bauwerks.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Einstieg wird i.d.R. ein abgeschlossenes Studium in der Architektur verlangt. Wer selbstständig arbeiten will, muss in die Architektenliste einer Architektenkammer eingetragen sein; dafür sind i.d.R. ein Masterstudium und praktische Tätigkeit nötig. Für Führungsaufgaben oder spezialisierte Tätigkeiten wird meist ebenfalls ein Masterstudium erwartet. In Wissenschaft und Forschung sind häufig Promotion oder Habilitation erforderlich, je nach Fachrichtung z.B. mit dem Abschluss Dr. phil. (Geisteswissenschaften).
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Architekt/in?
Architekt/innen verdienen typischerweise 4.745 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.739 € und 6.231 €.
Ist der Beruf als Architekt/in körperlich anstrengend?
Der Beruf enthält keine schwere körperliche Arbeit, verlangt aber robuste Gesundheit für Baustellentermine bei Wind und Wetter. Du brauchst schwindelfreie Trittsicherheit, funktionstüchtige Arme und Hände für Zeichnungen sowie gutes Farb- und räumliches Sehvermögen, um Ausführungen sicher zu kontrollieren.
Wie sind die Berufsaussichten als Architekt/in?
Die Berufsaussichten als Architekt/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Zudem herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Jobsuchenden zugutekommt. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, Arbeitgeber suchen länger nach passenden Kräften. Viele Altersabgänge werden erwartet, sodass zusätzliche Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Architekt/in?
Digitale Kompetenzen sind für Architekt/innen unverzichtbar. Du solltest mit BIM-Systemen arbeiten, 3-D-Simulationen erstellen und Apps für Aufmaß sowie Dokumentenmanagement sicher handhaben können. Auch 3-D-Druck, Laserscanning oder Holografie kommen zum Einsatz, um Entwürfe anschaulich zu präsentieren.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Architekt/in?
Architekt/innen wechseln regelmäßig zwischen Bildschirmarbeit im Büro und Terminen auf der Baustelle oder bei Kund/innen. Dabei arbeiten sie teils im Freien bei Kälte, Hitze oder Nässe, halten Bau- und Umweltvorschriften ein und steuern Teams vor Ort. Häufige Abstimmungen mit Bauherren sowie Verantwortung für Zeit-, Kosten- und Qualitätsziele gehören fest zum Alltag.
Womit arbeitet man als Architekt/in?
Zum Arbeitsalltag gehören CAD- und GIS-Programme, digitale Bauwerksmodelle sowie klassische Skizzen und Pläne. Auf der Baustelle nutzt du Vermessungsgeräte und mobile Apps, im Büro Modellbauzubehör oder 3-D-Drucker für Präsentationsmodelle. Ein PC mit Internetzugang, Telefon und Dokumentenmanagementsystem rundet die Basisausstattung ab.
Kann man sich als Architekt/in selbständig machen?
Ja, viele Architekt/innen arbeiten freiberuflich mit einem eigenen Architektur- oder Planungsbüro. Die Berufsbezeichnung „Architekt/in“ ist geschützt: Du darfst sie nur führen, wenn du in der Architektenliste der Architektenkammer deines Bundeslandes eingetragen bist. Dafür brauchst du ein abgeschlossenes Architekturstudium und meist zwei Jahre Berufspraxis.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Architekt/in?
Für Architekt/innen stehen zahlreiche Weiterbildungen offen. Aufbaukurse in Bauprojektmanagement, Baustellenleitung, Baustatik oder Bauplanung vertiefen dein Fachwissen. Seminare zu CAD, Baurecht oder Bauschadensanierung halten dich technisch und rechtlich auf dem neuesten Stand.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Architekt/in?
Mit Erfahrung kannst du Führungsaufgaben übernehmen oder ein Studium anschließen. Optionen reichen von Baubetriebswirtschaft und Baumanagement bis hin zu Bauingenieurwesen oder Innenarchitektur. Eine solche Spezialisierung qualifiziert dich für leitende Positionen, beispielsweise in der Projekt- oder Büroleitung.
