Arbeitsassistent/Arbeitsassistentin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Arbeitsassistent/Arbeitsassistentin

Auch bekannt als: Arbeitsassistenz · Arbeitsplatzassistenz

BerufsfeldSoziales & Pädagogik
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Über den Beruf

Arbeitsassistent/innen unterstützen Menschen mit Behinderungen unmittelbar am Arbeitsplatz. Zu Beginn klären sie, welche Fähigkeiten und Ziele die betreuten Personen haben und stimmen ihre Hilfe darauf ab. Sie reichen Rollstuhlfahrer/innen schwer erreichbare Werkzeuge, lesen Blinden handschriftliche Unterlagen vor oder erledigen einfache Büroaufgaben wie Akten ablegen und Telefonate annehmen. Bei gehörlosen Beschäftigten übersetzen sie Gespräche in Gebärdensprache oder übernehmen das Telefonieren. Zudem vereinbaren sie Termine, begleiten ihre Klient/innen dorthin und helfen, sich in neuen Umgebungen zurechtzufinden. Wenn Kommunikations- oder organisatorische Probleme im Team auftreten, vermitteln sie zwischen Kollegen und Vorgesetzten. So gleichen sie Barrieren aus und ermöglichen ihren Klient/innen, ihre Arbeit eigenständig zu erledigen.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Zugang ist kein festgelegter Bildungsgang erforderlich. Vorteilhaft kann jedoch eine Ausbildung im sozialen, pädagogischen oder therapeutischen Bereich sein.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Arbeitsassistent/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.316 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.485 € und 3.984 € brutto. Tarifgebundene Einrichtungen zahlen oft verlässlicher, während private Anbieter mehr Spielraum haben – das kann dein Einkommen zusätzlich beeinflussen.

Wie sind die Berufsaussichten als Arbeitsassistent/in?

Die Berufsaussichten als Arbeitsassistent/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Aktuell ist der Fachkräftemangel gering – offene Stellen werden meist schnell besetzt, sodass du mit mehr Konkurrenz rechnen musst. Zudem sind bis 2040 weniger Altersabgänge zu erwarten als in anderen Berufen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Arbeitsassistent/in?

Die Arbeitsbedingungen sind sehr abwechslungsreich: Du wechselst zwischen Handarbeit, Bildschirmarbeit und Einsätzen in Büro-, Werkstatt- oder Lagerumgebungen. Unregelmäßige Arbeitszeiten kommen vor, weil Unterstützungsbedarfe auch kurzfristig entstehen. Der enge Kontakt zu Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen und häufig wechselnde Arbeitssituationen erfordern Flexibilität und Teamfähigkeit.

Womit arbeitet man als Arbeitsassistent/in?

Arbeitsassistent/innen nutzen Unterlagen wie Förderpläne, Informationsmaterialien und Fachliteratur sowie Hilfsmittel wie Kommunikations-, Hör- oder Mobilitätshilfen. PC, Internetzugang und Telefon bilden die technische Basis deiner täglichen Arbeit.

Kann man sich als Arbeitsassistent/in selbständig machen?

Arbeitsassistent/innen können sich mit der Gründung eines Fachdienstes für die Beratung, Unterstützung und Begleitung von Menschen mit Behinderungen selbständig machen. So entscheidest du selbst über dein Angebot und kannst bei Bedarf ein eigenes Team aufbauen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Arbeitsassistent/in?

Für Arbeitsassistent/innen bieten sich Fachseminare zur Arbeit mit Menschen mit geistigen, körperlichen, Lern- oder psychischen Behinderungen an. Kurse in Bürokommunikation, Bürotechnik oder Sozialmanagement vertiefen dein Know-how und eröffnen neue Einsatzgebiete.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Arbeitsassistent/in?

Mit Zusatzqualifikationen kannst du in anerkannte Heil- und Sozialberufe wie Heilerziehungspfleger/in, Erzieher/in, Ergotherapeut/in, Logopäde/Logopädin oder Physiotherapeut/in wechseln. Auch ein Studium oder der Abschluss als Heilpädagoge/-pädagogin oder Motopäde/Motopädin ebnet dir den Weg zu Leitungsfunktionen.

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