Anlageberater/Anlageberaterin
Auch bekannt als: Finanzberater/in · Financial advisor (m/f)
Über den Beruf
Anlageberater/innen entwickeln individuelle Anlagestrategien und begleiten ihre Kundschaft bei der Vermögensbildung. Sie klären Ziele, finanzielle Verhältnisse und Risikobereitschaft, bewerten passende Produkte und stellen Portfolios aus Investmentfonds, ETFs, Aktien oder Bausparverträgen zusammen. Vor Vertragsabschluss liefern sie Informationsblätter, erläutern Chancen und Risiken und dokumentieren alle Vereinbarungen. Anschließend beobachten sie Geld- und Kapitalmärkte, prüfen die Wertentwicklung einzelner Titel und passen Strategien bei Bedarf an. Dafür werten sie Fachpresse, Datenbanken und Marktanalysen aus. Ihre Ergebnisse besprechen sie regelmäßig mit Anlegerinnen und Anlegern. Neben der laufenden Betreuung akquirieren sie neue Kundschaft, pflegen Netzwerke und erledigen interne Verwaltungsaufgaben.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Oft wird für den Zugang eine kaufmännische Aus- oder Weiterbildung im Bereich Versicherung und Finanzdienstleistungen oder ein entsprechendes Studium vorausgesetzt.
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Anlageberater/in?
Das Gehalt liegt im Mittel bei 7.048 € brutto im Monat.
Wie sind die Berufsaussichten als Anlageberater/in?
Die Berufsaussichten als Anlageberater/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist aktuell hoch – offene Stellen lassen sich schwer besetzen, was deine Chancen verbessert. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, sodass zusätzliche Stellen frei werden. Langfristig schrumpft die Beschäftigung bis 2040, und Arbeitgeber finden dann schneller Personal. Dadurch steigt die Konkurrenz unter Bewerber/innen voraussichtlich an.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Anlageberater/in?
Die Tätigkeit spielt sich überwiegend in Büroräumen oder im Homeoffice ab und beinhaltet viel Bildschirm- sowie Telefonarbeit. Du hast intensiven Kundenkontakt, trägst Verantwortung für Sachwerte und musst zahlreiche gesetzliche Vorgaben beachten. Beratungstermine können außerhalb der üblichen Bürozeiten liegen, weil du dich nach den Zeitfenstern der Kundschaft richtest.
Womit arbeitet man als Anlageberater/in?
Anlageberater/innen nutzen Computer, Telefon und Videokonferenztools, um Kundendaten zu verwalten und Gespräche zu führen. Für Analysen greifst du auf Finanzmarktberichte, Produktunterlagen und rechtliche Vorschriften zurück. Bei der Auswahl von Anlageobjekten arbeitest du mit Informationen zu Fonds, Aktien und anderen Kapitalanlagen.
Kann man sich als Anlageberater/in selbständig machen?
Ja, Anlageberater/innen können sich zum Beispiel mit einer eigenen Beratungsfirma für Vermögens- und Anlagenmanagement selbständig machen. Wichtig sind dabei ausreichende Berufserfahrung und ein belastbares Kundennetzwerk.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Anlageberater/in?
Für Anlageberater/innen stehen viele Fortbildungen offen, etwa in Anlage- und Vermögensberatung, Finanzierungsformen wie Leasing oder Factoring sowie im Wertpapierhandel. Du kannst dich außerdem in Bankrecht, Versicherungsrecht oder Immobilienwirtschaft spezialisieren.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Anlageberater/in?
Mit Berufspraxis kannst du zum/zur Fachwirt/in für Finanzberatung oder Betriebswirt/in für Bank- und Finanzdienstleistungen aufsteigen. Ein Studium der Versicherungsbetriebswirtschaft oder Finanzdienstleistungen öffnet dir zusätzlich den Weg zu Führungspositionen.
