Zahnmedizinischer Fachassistent/Zahnmedizinische Fachassistentin
Über den Beruf
Zahnmedizinische Fachassistent/innen führen eigenständig Prophylaxe- und Parodontalbehandlungen durch und unterstützen Zahnärzte bei Diagnose und Therapie. Sie entfernen Beläge, polieren Füllungen, fluoridieren Zähne und versiegeln Fissuren. Für die Befunderhebung fertigen sie 2-D- und 3-D-Röntgenaufnahmen an, nehmen Gebissabformungen und stellen im Labor provisorische Kronen oder Brücken her. Patientinnen und Patienten beraten sie umfassend: Sie erklären Karies- und Parodontitisrisiken, demonstrieren Putztechniken, geben Ernährungstipps und zeigen, wie Zahnersatz oder Spangen gepflegt werden. Auf Wunsch informieren sie über zusätzliche Leistungen wie die professionelle Zahnreinigung. Am Computer dokumentieren sie Befunde, führen elektronische Patientenakten, erstellen Abrechnungen und planen Termine sowie Personaleinsatz. Sie beteiligen sich außerdem an der Einarbeitung von Auszubildenden. Nach jeder Behandlung aktualisieren sie die digitale Dokumentation – vom Röntgenbild bis zur abgerechneten Leistung.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen4
- I.d.R. Berufsausbildung als Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r
- Mind. 1 Jahr Berufspraxis
- Erste-Hilfe-Ausbildung
- Nachweis gemäß Strahlenschutzverordnung
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Zahnmedizinische/r Fachassistent/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.053 € brutto im Monat. Mit Berufserfahrung und je nach Praxisstandort kannst du zwischen 2.524 € und 3.625 € verdienen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Zahnmedizinischen Fachassistent/in?
Die Weiterbildung ist nicht einheitlich geregelt, daher variiert die Dauer stark. Je nach Bildungsanbieter und ob du Voll- oder Teilzeit wählst, reicht das Spektrum von kompakten Intensivkursen bis hin zu länger angelegten Lehrgängen.
Ist der Beruf als Zahnmedizinische/r Fachassistent/in körperlich anstrengend?
Körperlich gefordert werden vor allem deine Hände und Arme, denn du stellst Abformungen her, entkalkst Zähne und sterilisierst Instrumente. Schwere Hebe- oder Tragearbeiten spielen dagegen kaum eine Rolle.
Wie sind die Berufsaussichten als Zahnmedizinische/r Fachassistent/in?
Die Berufsaussichten als Zahnmedizinische/r Fachassistent/in sind gut. Die Beschäftigung in diesem Berufsfeld wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen lassen sich schwer besetzen, was deine Chancen verbessert. Zugleich sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Einziger Wermutstropfen: Es gibt weniger Altersabgänge als in anderen Berufen, daher werden etwas weniger Stellen frei als anderswo.
Welche digitalen Skills braucht man als Zahnmedizinische/r Fachassistent/in?
Digitale Kompetenz wird immer wichtiger: Du solltest 3-D-Drucker und 3-D-Laserscanner bedienen können, um passgenaue Gebissmodelle zu erstellen. Außerdem arbeitest du täglich mit Praxisverwaltungssystemen, führst elektronische Patientenakten und nutzt Dokumenten- oder Formularmanagementsysteme für Abrechnung, Qualitätsmanagement und eRezepte.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Zahnmedizinische/r Fachassistent/in?
Dein Arbeitsplatz wechselt zwischen Behandlungs-, Labor- und Büroräumen. Du arbeitest eng im Team, trägst Schutzkleidung wie Mundschutz und Handschuhe und führst Präzisionsarbeiten an Zähnen oder Modellen aus. Parallel erledigst du am Bildschirm Dokumentation, Terminplanung und Abrechnung und kommst dabei ständig mit Patienten in Kontakt.
Womit arbeitet man als Zahnmedizinische/r Fachassistent/in?
Zum Handwerkszeug gehören zahnmedizinische Instrumente, Röntgen- und Ultraschallgeräte, Abform- und Füllmassen sowie Fluoridpräparate. Im Labor nutzt du 3-D-Druck oder Fräsverfahren, um Modelle sowie provisorische Kronen und Brücken herzustellen. Zur Beratung dienen Demonstrationszahnmodelle und Schautafeln, während du am Schreibtisch mit PC, Praxissoftware und Patientenakten arbeitest.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Zahnmedizinische Fachassistent/innen?
Um dein Fachwissen auszubauen, kannst du Kurse zu Hygiene im Gesundheitsbereich, Strahlenschutz oder medizinischer Dokumentation und Kodierung belegen. Auch Schulungen in Abrechnung, Buchführung oder Gesundheitsförderung erweitern deinen Verantwortungsbereich in der Praxis.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Zahnmedizinische/r Fachassistent/in?
Für den nächsten Karriereschritt bietet sich vor allem eine Aufstiegsweiterbildung zur Dentalhygieniker/in bzw. zum Bachelor Professional in Dentalhygiene an. Damit übernimmst du erweiterte Prophylaxeaufgaben und kannst leitende Funktionen im Praxismanagement übernehmen. Alternativ öffnet dir ein Bachelor- oder Masterstudium in Dentalhygiene oder Zahnmedizin den Weg zu Forschung, Lehre oder verantwortlichen Positionen in Kliniken.
