Zahnmedizin (Staatsexamen) – Arbeitsumfeld
Studium

Zahnmedizin (Staatsexamen)

Auch bekannt als: Zahnarzt/-ärztin · Zahnmediziner/inDental practitioner (m/f)Dentist (m/f) ·

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Untersuchungs- und Behandlungsräumen · in Sprech- und Patientenzimmern · in Büroräumen · in Labors (bei Forschungsvorhaben) · in Hörsälen oder Unterrichtsräumen (bei Lehrtätigkeit)
Dauer5 Jahre und 6 Monate
Studiengänge58

Über den Beruf

Zahnärzte und Zahnärztinnen untersuchen Zähne, erkennen Erkrankungen und beheben sie mit konservierenden oder chirurgischen Eingriffen. Nach gründlicher Anamnese begutachten sie Mundraum und Kiefer mithilfe von Spiegel, Sonde, digitalem Röntgen und Reaktionstests, dann werten sie die Aufnahmen aus. Auf Basis des Befunds erstellen sie Behandlungspläne, beraten zu Alternativen und klären über Kosten auf. Karies bohren sie aus, gereinigte Hohlräume füllen sie mit Komposit oder Inlays. Bei Parodontitis entfernen sie entzündetes Gewebe; schwere Fälle behandeln sie unter Lokal- oder Vollnarkose. Digitale Abdrücke, CAD/CAM und 3-D-Druck helfen, Kronen, Brücken und Implantate passgenau anzufertigen und einzusetzen. Neben der Therapie leiten sie Prophylaxeprogramme, geben Tipps zur Zahnpflege und dokumentieren jeden Schritt elektronisch für Abrechnung und Forschung. In Notfällen ziehen sie nicht erhaltbare oder Weisheitszähne und versorgen Wunden.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität
Dauer5 Jahre und 6 Monate
Zugangsvoraussetzungen5
  • Allgemeine Hochschulreife, in einigen Bundesländern auch fachgebundene Hochschulreife oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Ggf. Englischkenntnisse
  • Masernschutz für Praxisphasen in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen
  • Ggf. weitere Schutzimpfungen oder Immunitätsnachweise, z.B. gegen Hepatitis A und B

Passende Studiengänge58

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Zahnärztin/Zahnarzt?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.849 € brutto im Monat. Mit zunehmender Berufserfahrung und je nach Praxisgröße oder Region kannst du zwischen 3.992 € und 7.295 € verdienen.

Wie lange dauert das Zahnmedizinstudium?

Die Regelstudienzeit bis zum Staatsexamen beträgt 5 Jahre und 6 Monate. Erst nach dem erfolgreichen Staatsexamen beantragst du die Approbation und darfst eigenverantwortlich behandeln.

Welche Schulfächer sind wichtig für Zahnmedizin?

Von Vorteil sind Biologie, Chemie, Physik, Mathematik, Englisch und Latein. Gute Noten darin erleichtern dir den Einstieg in das naturwissenschaftlich geprägte Studium und das Verständnis der medizinischen Fachsprache.

Ist der Beruf als Zahnärztin/Zahnarzt körperlich anstrengend?

Ja, längeres Stehen und eine gebeugte Haltung belasten Rücken, Beine sowie Schultern. Du brauchst außerdem ein sicheres Farb- und räumliches Sehvermögen und sehr präzise Hand-Finger-Koordination, um feine Arbeiten im Mundraum auszuführen.

Wie sind die Berufsaussichten als Zahnärztin/Zahnarzt?

Die Berufsaussichten als Zahnärztin/Zahnarzt sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind daher schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Zusätzlich werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Praxen und Klinikstellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Zahnärztin/Zahnarzt?

Im Praxisalltag werden 3-D-Druck, 3-D-Laserscans und Simulationen für passgenauen Zahnersatz genutzt. Du solltest außerdem mit elektronischen Patientenakten, KI-gestützten Bildanalyse-Tools und Praxisverwaltungssystemen umgehen können.

Kann man sich als Zahnärztin/Zahnarzt selbständig machen?

Ja, viele Zahnärztinnen und Zahnärzte gründen eine eigene Praxis oder sogar eine Zahnklinik. Du übernimmst dann nicht nur die Behandlung, sondern auch Personalführung, Abrechnung und betriebswirtschaftliche Verantwortung.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Zahnärztinnen/Zahnärzte?

Regelmäßige Fachfortbildungen in Zahnmedizin, Zahntechnik, Strahlenschutz oder Hygiene halten dein Wissen aktuell. Ergänzend kannst du Zusatzqualifikationen wie den Röntgenschein erwerben oder dich in Spezialgebieten wie Implantologie fortbilden.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Zahnärztinnen/Zahnärzte?

Nach der Approbation kannst du dich zur Fachzahnärztin bzw. zum Fachzahnarzt weiterbilden, etwa in Kieferorthopädie, Oralchirurgie oder Parodontologie. Mit einer Promotion (Dr. med. dent.) öffnest du Türen in Forschung und Industrie; eine Habilitation qualifiziert für eine Professur an der Universität.

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