Zahnmedizin (weiterführend)
Über den Beruf
Zahnärzte und Zahnärztinnen mit einem weiterführenden Abschluss behandeln nicht nur Karies und Parodontitis, sondern übernehmen hochspezialisierte Aufgaben. In der Prothetik analysieren sie komplexe Bisssituationen, konstruieren individuellen Zahnersatz und überwachen dessen Eingliederung. In der Implantologie planen sie Operationen mithilfe bildgebender Verfahren, setzen Titanimplantate ein und begleiten die Osseointegration. Vertiefte Kenntnisse in Materialkunde erlauben es ihnen, Werkstoffe für Kronen, Brücken oder vollkeramische Rekonstruktionen gezielt auszuwählen. Häufig leiten sie interdisziplinäre Behandlungspläne, koordinieren Chirurgie, Kieferorthopädie und Zahntechnik und betreuen Nachsorgeprogramme. Darüber hinaus werten sie aktuelle Forschung aus, initiieren klinische Studien und entwickeln evidenzbasierte Leitlinien für die Praxis. Mit ihrer Expertise decken sie auch seltene Krankheitsbilder ab und tragen zur kontinuierlichen Verbesserung zahnmedizinischer Versorgungsstandards bei.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen7
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, i.d.R. in Zahnmedizin oder Approbation als Zahnarzt/Zahnärztin
- Meist mind. 1 Jahr Berufstätigkeit
- Ggf. Promotionsurkunde in Zahnmedizin, Medizin oder Naturwissenschaften
- Ggf. Englischkenntnisse
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren, z.B. nach Leistungen im ersten Studium
- Masernschutz für Praxisphasen in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen
- Ggf. weitere Schutzimpfungen oder Immunitätsnachweise, z.B. gegen Hepatitis A und B
Passende Studiengänge58
Studienangebote
Häufige Fragen
Was verdient man als Zahnmediziner/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.849 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.992 € und 7.295 €. Mit wachsender Berufserfahrung und zusätzlicher Spezialisierung kann das Einkommen weiter steigen.
Wie sind die Berufsaussichten als Zahnmediziner/in?
Die Berufsaussichten als Zahnmediziner/in mit weiterführendem Abschluss sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen – das ist vorteilhaft für Jobsuchende. Zusätzlich werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Stellen frei werden.
