Wildheger/Wildhegerin
Über den Beruf
Wildheger und Wildhegerinnen pflegen Biotope, um Wildtieren passende Lebensbedingungen zu bieten. Sie säen Wildwiesen, legen Wildäcker an und pflanzen Hecken oder Verbissgehölze, die als Nahrung und Deckung dienen. Bei Frost oder Schneelage richten sie Futterstellen ein, lagern geeignete Futtermittel und befüllen Silos. Regelmäßige Bestandszählungen, oft unterstützt durch Wildkameras, liefern Daten, auf deren Basis sie zusammen mit Jägern Abschusspläne abstimmen, um Wildschäden an Wald und Feld zu begrenzen. Zusätzlich weisen sie Ruhezonen aus, hängen Nistkästen auf und pflegen Feuchtgebiete. Sie überwachen den Gesundheitszustand des Wildes, erkennen Seuchen früh und leiten Gegenmaßnahmen ein. Durch Streifendienste schützen sie Rehe, Hirsche und andere Arten vor Wilderern oder wildernden Haustieren und setzen Natur-, Tier- und Forstschutzvorschriften durch.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für diese Tätigkeit wird oft eine Aus- oder Weiterbildung im Jagdwesen vorausgesetzt.
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Wildheger/in?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 33.780 € und 35.472 € pro Jahr. Die genaue Höhe richtet sich vor allem nach Tarifbindung, Bundesland und deiner Berufserfahrung.
Wie sind die Berufsaussichten als Wildheger/in?
Die Berufsaussichten als Wildheger/in sind gut. Aktuell ist der Fachkräftemangel gering, offene Stellen werden daher meist schnell besetzt. Bis 2040 wird es für Arbeitgeber jedoch schwieriger, geeignetes Personal zu finden, wodurch deine Konkurrenz langfristig sinkt. Zusätzlich werden viele erfahrene Wildheger/innen in den Ruhestand gehen, was weitere Stellen frei macht.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Wildheger/in?
Der Großteil der Arbeit findet draußen im Revier statt, oft in unwegsamem Gelände und bei jeder Witterung. Du bist viel auf den Beinen, kletterst gelegentlich auf Hochsitze und trägst Werkzeug oder Futtersäcke über längere Strecken. Der Umgang mit Wildtieren erfordert Umsicht, und bei Führungen in Parks hast du auch direkten Kontakt zu Besuchern.
Womit arbeitet man als Wildheger/in?
Zur Ausrüstung gehören Ferngläser für die Tierbeobachtung sowie Materialien für Futterplätze und Winterbehausungen. Gesetzestexte aus Jagd- und Naturschutzrecht musst du griffbereit haben, um Maßnahmen korrekt zu dokumentieren. Außerdem lagerst du Tierfutter und nutzt Handwerkzeuge für Pflanz- und Reparaturarbeiten.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Wildheger/in?
Fachkurse in Forst- und Jagdwirtschaft, Baumpflege oder allgemeinem Umwelt- und Naturschutz vertiefen dein Praxiswissen. Lehrgänge im Umweltrecht helfen dir, rechtliche Vorgaben souverän anzuwenden und damit dein Einsatzgebiet zu erweitern.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Wildheger/in?
Mit Berufserfahrung kannst du zur Revierjagdmeister/in aufsteigen und die Verantwortung für ein ganzes Jagdrevier übernehmen. Alternativ eröffnet dir ein Bachelor- oder Masterstudium in Forstwissenschaft bzw. Forstwirtschaft den Weg in leitende Funktionen bei Forstbetrieben oder Naturschutzbehörden.
